Readymade

The Feeling Modified

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.07.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Readymade
The Feeling Modified, Motor / Universal, 2002
Zachary Johnson Vocals, Guitars, Keyboards
Steffen Hardt Guitars, Keyboards
Chris Adelhütte Bass, Pedals
Udo Masshoff Drums
Produziert von: Ian Grimble Medium: CD
1. My Little Galaxy7. All You Need
2. Day 28. You Call It Trash We Call It Rock'n'Roll
3. The Day We Killed Love9. It Doesn't Make Sense
4. You And Me10. Getaway
5. The Graduate11. Endless Fall
6. The Tease

READYMADE - die neuen Hoffnungsträger am deutschen Rock- bzw. Pop-Markt ?

Also, gäbe es einen Aktien-Index für Rockbands, ich sicherte mir trotz der kränkelnden, angeschlagenen Lage ein Paket Readymade-Aktien. So rein intuitiv ... denn das wird noch besser!!

Die Musiker haben das Feld bestellt; ein Haufen gesunder und kräftiger Pflanzen wachsen himmelwärts. Jetzt liegt es sicherlich auch in den Händen der neuen Firma "Motor-Music", die Aussaat kontinuierlich zu wässern, zu düngen, sie vor Schädlingen zu schützen. Hoffentlich gelingt's... Denn dann entstünde hier Futter für mehr als nur ein paar tausend hungriger Konsumenten. Es ist angerichtet!

Mit Herzblut waren sie dabei, sagen die Vier, eine lange zähe Pause von drei Jahren mussten sie ertragen.
Drei Jahre, in denen sie eine Handvoll zufriedenstellender, bisweilen an absolute Klasse heranreichende Songs, fabriziert haben, die durch den englischen Produzenten Ian Grimble den nötigen Feinschliff verpasst bekamen. In England produziert, atmet das gesamte Album den Geist Popkultur britischer Prägung. Wall-of-sound inbegriffen.
Aber das war sicherlich auch so beabsichtigt.

Die Musiker werden den Einfluss scheinbarer Vorbilder wie MANIC STREET PREACHERS oder ASH nicht wirklich abstreiten wollen. Das hört man nur allzu deutlich. Doch beseelt von diesem Spirit haben die Vier ihre Songs kongenial umgesetzt bzw. umsetzen lassen. Das muss ihnen erst mal jemand nachmachen.
Opulente Streicherarrangements versüßen grandiose Nummern wie Day 2 oder You and me. Erstgenanntes könnte sich glatt auf einem DURAN DURAN-Album wiederfinden und das soll hier als Kompliment verstanden werden. Pop pur!
Schön auch You and me mit den Backing Vocals von Kim Wilde (ja, die...), welches bei den alten Fans womöglich ein wenig Stirnrunzeln hervorrufen wird. Egal. Es geht schließlich nicht nur darum, Langzeit-Fans mit Altbewährtem zufrieden zustellen, sondern ein paar neue Verehrer/-innen hinzu zugewinnen. Das sollte gelingen.

Die großen Gesten in Songs wie The day we killed love (potenzieller Single-Hit) oder The tease sind gelungen und überzeugen. Mit denen kann man mehr als nur einen Sommer überleben.

Weder Fisch noch Fleisch ist allerdings You call it Trash we call it Rock'n'Roll. Zu bemüht das Ganze. Das Gitarren-Riff schmeckt ziemlich schal und der Gesang klingt zu prätentiös. Aber das ist nicht weiter schlimm.

Die Abschlussnummer Endless fall hat leider zu wenig Esprit, plätschert am Ende eines sowieso zu langen Songs nur noch träge dahin.
Was soll's?
Das verwässert jedoch den absolut positiven Gesamteindruck keineswegs. Wem gelingt schon ein komplettes Album gespickt mit Volltreffern? Wenigen...

Also, liebe Leute, sichert euch eure Readymade-Aktien und nascht vom Readymade-Feld.
Es ist genug für alle da! Man sieht sich.

Frank Ipach, 27.07.2002

 

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