Regicide

Break The Silence

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.01.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Tim C. Werner


Regicide
Break The Silence, F.A.M.E. Recordings, 2006
Frauke RichterVocals
Timo SüdhoffVocals
Heiner JaspersKeyboards
Jonna WilmsViolin
Jan JanssenGuitar
Malte HunoldBass
Till KasmannDrums
Produziert von: Chris Wolff Medium: CD
1. Plastic Dove6. A World Without Oceans
2. The Hanger-On7. This Unpredictable Life
3. Pirates8. Forgotten Promises
4. Nothing In Here9. An Embracing Space Pt III
5. Break The Silence10. Perfect Strings

Eigentlich unverständlich, warum ich bei dem deutschen Septett REGICIDE nicht am Ball geblieben bin. Nachdem der 2002er Rundling (als 9-Tracker irgendwo zwischen EP und Longplayer angelegt) im Metal Hammer 04/2003 zum Demo des Monats gekürt wurde, habe ich nicht lange gefackelt und die Scheibe ­ gegen einer Zehner in bar ­ per Post und direkt beim (damalligen und auch jetzigen) Gitarristen Jan Janssen geordert.
Die Veröffentlichung hat mich sofort in ihren Bann gezogen: Zeitgenössischer Gothic Rock, der gerade wegen des hervorragenden Duett-Gesanges der beiden Vocalisten Frauke Richter und Thomas Südhof auf Anhieb gefiel (die beiden bedienen gerade nicht die doch etwas abgegriffene Kombination Death Metal Growls meet heavenly voices). Modern, mitunter komplex, aber nie zu progressiv bewegte man sich gekonnt im Bereich des mit klassischen Versatzstücken angereicherten Heavy Rock für die schwarzbemantelte Orkus-Leser-Fraktion (gibt's das Mag eigentlich noch?). Faszinierend und einzigartig insbesondere die Violinparts, da merkte man doch, dass hier etwas ganz eigenes, neues entstehen soll. Anspieltipp: Der Sechser, A Fairies Tear.

Wie gesagt: Nicht nachvollziehbar warum ich in den Jahren darauf den Anschluss verloren habe und keine REGICIDE CD mehr den Weg auf meinen Schreibtisch (und in meinen Player) gefunden hat. O.K., der Kollege Martin Schneider hat für's Hooked On Music den 2004er Silberling "Viorus" besprochen, aber ich war abgetaucht.

Was ist also im Jahre 2006 aus REGICIDE geworden? Und vor allem: Wie klingen sie, auch und gerade im Vergleich zu dem oben erwähnten 2002er Demo?
Um die Antwort vorweg zu nehmen: REGICIDE ist mit der neuen, am 27. Januar 2006 erscheinenden Platte ein wahrhaft großer Wurf gelungen. "Break The Silence" dürfte ­ so wage ich zu prognostizieren ­ bei Publikum und Fachjournaille sehr gut ankommen.
Die Band hat sich konsequent weiterentwickelt und die Trademarks perfektioniert. "Mehr Druck, mehr Eleganz, mehr Vehemenz im Ausloten der Extreme." Dieses Label-Statement sagt eigentlich schon alles.
Geblieben ist die im Gothic-Rock-Bereich ja eher selten anzutreffende optimistische Grundhaltung. Hier ist nicht alles nur düster und melancholisch.
Die sieben Königsmörder legen 2006 zehn klasse neue Songs vor: Am besten gefallen mir der wuchtige Titeltrack sowie der Achtminüter An Embracing Space - Part 3: Eclipsing Lights«. Letztgenannter setzt das auf "Viorus" eingeleitete Epos um schizophrene Zustände packend und ideenreich fort.

Die Entscheidung, die Studioregler ein weiteres Mal von Chris Wolff (RAGE, WITHIN TEMPTATION, 4 LYN, SUB7EVEN) bedienen zu lassen, hat sich als richtig erwiesen; sehr differenziert, sehr klar und trotzdem druckvoll tönt es da aus den Lautsprechern.
Ob es der Gruppe gelingt, dieses famose Stück Musik auch live umzusetzen, bleibt abzuwarten.

Hier die Tourdaten:
REGICIDE
15.03.2006 - Heidelberg, Schwimmbad
16.03.2006 - Frankfurt, Nachtleben
17.03.2006 - Ahlen, Schuhfabrik
18.03.2006 - Schüttorf, Komplex
30.04.2006 - Grobrosseln, Mystic Open Air

XANDRIA, REGICIDE, VISIONS OF ATLANTIS
15.02.2006 - Stuttgart, Röhre
16.02.2006 - Wuppertal, Live Club Barmen
17.02.2006 - Berlin, Kato
18.02.2006 - Glauchau, Alte Spinnerei

Diskographie:
"Behind Your Eyes" (2002, Demo)
"Viorus" (2004)
"Break The Silence" (2006)

Tim C. Werner, 19.01.2006

 

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