R.E.M.

Green - 25th Anniversary Deluxe Edition

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.05.2013
Jahr: 2013
Stil: Alternative Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


R.E.M.
Green - 25th Anniversary Deluxe Edition, Warner Music Group, 2013
Michael StipeVocals
Peter BuckGuitars, Mandolin
Mike MillsBass, Accordion, Vocals
Bill BerryDrums, Percussion
Additional Musicians:
Jane ScarpantoniCello
Keith LeBlancPercussion
Bucky BaxterPedal Steel
Produziert von: Scott Litt Länge: 40 Min 55 Sek Medium: CD
01. Pop Song 8907. Orange Crush
02. Get Up08. Turn You Inside Out
03. You Are Everything09. Hairshirt
04. Stand10. I Remember California
05. World leader Pretend11. Untitled
06. The Wrong Child

"Ausverkauf!" schrien die R.E.M. Fans der ersten Stunde, als die einstigen Indie-Lieblinge aus Athens, Georgia, im November 1988 ihr Major-Label Debut "Green" via Warner Brothers in die Welt katapultierten. R.E.M. hatten ihren langjährigen I.R.S. Records Deal mit dem recht erfolgreichen "Document"-Album erfüllt und wagten nun mit ungleich größerem Budget und unvermindert anhaltenden künstlerischen Ambitionen den Schritt in die Welt der Superstars.

"Green", dessen 25-jähriges Jubiläum derzeit mit einer opulenten Jubel-Box gefeiert wird, enthält neben liebevoll gestaltetem Art-Work samt Poster und Postkarten und tiefgründigen Liner-Notes auch ein feuriges und intensives Live-Konzert aus dem Herbst 1989 ("Live In Greensboro"), das im Zuge der fast einjährigen "Green"-Promotiontour mitgeschnitten wurde. Aufblühende Trademark-Songs wie Stand; Pop Song '89; Get Up und Orange Crush mischen sich hier mit älteren Perlen wie Fall On Me; The One I Love; Cuyahoga, Finest Worksong und It's The End Of The World As We Know It und werden durch zwei Tracks (Low und Belong), die dann später auf dem erfolgreichen Folgealbum "Out Of Time" erscheinen sollten, würdevoll ergänzt.

R.E.M. präsentieren sich auf "Green" einerseits poppiger und zugänglicher als je zuvor, spielen mit luftigen Bubblegum-Melodien und geradeaus gerichteten Songstrukturen, rocken einerseits düster und wuchtig, wagen andererseits aber auch den Schritt auf eher spärlich folkiges Terrain, indem sie Peter Bucks neu entdecktes Steckenpferd, die Mandoline, einbinden und das Ganze mit Mike Mills' Akkordeon abrunden. Michael Stipes Hang zu kryptischen Texten wird durch eine etwas prägnantere und schärfere Gedankenführung abgelöst, die sich u.a. der tadelnswerten amerikanischen Politik widmet.

Das von Produzent Scott Litt facettenreich inszenierte Album ebnete schließlich R.E.M.'s Weg zu einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Rock-Bands der folgenden zwei Jahrzehnte. Vier ehrgeizige Jungs aus Georgia, die sich dank ihres unverwechselbaren Stils und ihres Hangs zu eigenwilligen Ausdrucksformen mit Abermillionen verkaufter Alben und atemberaubender Live-Präsenz ein wichtiges Kapitel in der modernen Rock-Historie erspielt haben.

Frank Ipach, 11.05.2013

 

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