Reseda

When Life And Art Collide

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Indie Pop

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Reseda
When Life And Art Collide, Comet Records, 2009
Tomas HartwigVocals & Guitar
Robin LindqvistGuitar & Vocals
Johan BernholmPiano & Organ
Erik SlättmanBass
Emil KarlsonDrums & Percussion
Gäste:
Johan EderforsTrumpet
Olov RoosCello
Tomas SundinTrombone
Alexandra LindqvistVocals (on Moment Meant To Last)
Produziert von: Reseda Länge: 41 Min 26 Sek Medium: CD
01. Embrace Me06. Sleep
02. Faceless07. High At Sight
03. Meanstreets08. Invisible Awe
04. Moment Meant To Last09. Heal
05. Sole Of Your Shoe10. Game Over

Auch Schweden können anders. Dort sind nicht alle Musiker kickassrockende Biervernichtungsmaschinen, die mit einer Gitarre verwachsen auf die Welt kommen und dem Rock N’ Roll (zumindest) ihre Seele verkauft haben und nur in die nächste heimische Kneipe gehen müssen, wenn sie eine neue Sleaze Rock Band gründen wollen. Es gibt tatsächlich auch ruhige, melancholische, jede Menge Weltschmerz verströmende Zeitgenossen wie die Jungs von RESEDA, die auf den Spuren von COLDPLAY, DEATH CAB FOR CUTIE, KASHMIR oder ELBOW schleichen. “When Life And Art Collide“ ist das zweite Album (dabei der erste Longplayer), das alle grauen Gemütsstufen auslotet, dabei auch mal etwas krafvoller (Embrace Me), aber zumeist doch sehr behutsam (Faceless) vorgeht.

Die Songs sind nicht spektakulär und schon gar nicht innovativ, aber solide und werden durchaus sorgfältig und mit Blick auf die wesentlichen Details, dargeboten (Moment Meant To Last; Sleep) und bieten in ihrer Reduziertheit alles, was das Gemüt des Hörers zur inneren Einkehr benötigt. Entsprechend drehen sich auch die Lyrics um Schmerz, Einsamkeit und stille Verzweiflung. Ein Schuss Dramatik darf dabei auch nicht fehlen (Sole Of Your Shoe).

Also nicht gerade die Scheibe für Sonne, Sommer, Cabrio, sondern eher etwas für trübe Herbstabende am Kamin. Aber in jedem Falle ein Album voll Melancholie, einer geradezu schüchternen Introvertiertheit und schlichter Schönheit, das in seiner Reduziertheit und stillen Bescheidenheit jeden Anhänger von bitter-süßem Indie Pop überzeugen dürfte.

Ralf Stierlen, 16.06.2009

 

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