Rich And Kool

Back To You

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.05.2007
Jahr: 2007

Links:

Rich And Kool Homepage



Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Back To You, Nois-O-lution, 2007
Rob D. Rich Vocals
Serge Kool Bass & Rap
Nachlader Guitar
James DNA Drums
Produziert von: Rich And Kool Länge: 56 Min 27 Sek Medium: CD
1. The Wingman Welcome9. Faits Divers
2. Wingman10. Tous Comptes Faits
3. The Girl Who Fell To The Earth11. Nothing But TV
4. She's Loading12. Back 2 U
5. Live And Let Bleed13. Airbubbles In Oil
6. Runaway Eyes14. Smash Hit
7. L. J. Jitterbug15. Every Village Idiot
8. Love Junky

Holla, jetzt geht das Berliner Label Noisolution, bisher bekannt für feinste Kost im Bereich Alternative Rock (wenn man den Begriff einmal ganz weit fasst), aber mal richtig auf die Tanzflächen los. Gut, auch die italienischen Stallgenossen von DISCO DRIVE und HOT GOSSIP waren schwer tanzbar, kamen aber immerhin noch mit einer Punk-Wave-IndiePop-Mischung daher und haben irgendwie eine Postpunk-Ausrichtung, die sie live denn auch in die (alternativen) Rocklocations führt. Aber die aus dem Duo Rob Rich und Serge Kool hervorgegangene, mittlerweile vier Mannstarke Berliner Band mit dem schicken Namen Rich And Kool orientiert sich wirklich beinhart an der Clubszene und macht die passende Musik dazu.

Und die kommt sehr bunt gemischt daher: ein Hybrid aus Elektronik, Indie-Pop, Euro-Disko (She's Loading), frankophilem Rap (Tous Comptes Faits) und einem Schuss brit-infiziertem Rock (Live And Let It Bleed), der im D-Zug-Tempo durch die letzten 25 Jahre Musikhistorie rauscht. Das schöne dabei ist, dass dabei keine geleckte und glatte Partygänger-Mucke für die gehypte Mitte der Hauptstadt entsteht, sondern das ganze noch einen angenehmen Duft nach Underground und kleinem Kellergewölbe hat. Was sicherlich auch daran liegt, dass "Back To You" im wesentlichen in Neukölln und den Kreuzberger Studios von Moses Schneider (BEATSTEAKS, TOCOTRONIC, KANTE etc.) aufgenommen wurde und die Band bei aller Vielfalt eine gewisse Bodenständigkeit bewahrt hat (die spätestens in Töne transformiert wird, wenn Nachlader seine Gitarrenlicks einstreut).

Besonders Wingman, Back 2 U und Airbubbles In Oil gehen auf das Geschmeidigste ins Ohr und in die Beine und diese Scheibe ist sehr vieles, aber bestimmt zu keiner Sekunde langweilig. Dazu sind einfach zu viele Einflüsse der Beteiligten und deren musikalischer Sozialisation in diesen Topf geworfen worden, der da munter vor sich hin brodelt. Das einzige, was hier (wieder mal) nervt, ist der hidden track. Weniger das Geplapper von Nachlader am Ende, als die sechs Minuten Luft dazwischen. Mensch, das hat inzwischen einen längeren Bart als alle Mitglieder von ZZ TOP zusammen. Aber ansonsten eine wirklich hübsche Scheibe aus Berlin für den Rest der Welt.

Ralf Stierlen, 22.05.2007

 

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