Richard Bargel

It's Crap!

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.02.2014
Jahr: 2014
Stil: Americana, Roots Rock

Links:

Richard Bargel Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Richard Bargel
It's Crap!, Meyer Records, 2014
Richard BargelVocals, Dobro, Acoustic Slide Guitar, Banjo
Roger SchaffrathAcoustic & Electric Guitars
Paul G. UlrichDouble Bass
Geert RoelofsDrums, Percussion
Charlie MusselwhiteBlues Harp
Freddy KoellaViolin, Mandolin
Noel StevensHammond Organ
Joachim GellertTuba
Laurenz GemmerPiano
Produziert von: Richard Bargel Länge: 50 Min 26 Sek Medium: CD
01. It's Crap!07. Bad Manners
02. Autumn Blues08. Stray Cat
03. Slow Moving Woman09. Done And Out
04. You Got No Brains10. Little Children Blues
05. Devil's Bar-B-Que11. Out Of Tune
06. Lady Of The Black Bamboo12. Will Your House Be Blessed

Seinen Hörsturz aus 2012 hat der Rheinländer Richard Bargel offenbar gut weggesteckt. Er solle es ruhiger angehen lassen, riet ihm der Arzt seinerzeit und somit wurde die fruchtbare Zusammenarbeit (MEN IN BLUES) mit ex-BAP-Klampfer Major Heuser kurzerhand beendet.

Der erfahrene Blues-Barde verlegt sich nun auf vergleichsweise gedämpfte Klänge aus dem Roots- und Americana Umfeld, schlängelt sich mit gleißender Dobro-Slide und seiner sonoren Bass-Stimme durch meistenteils akustische Arrangements, die gleichsam den Schlamm des Mississippi-Delta aufquirlen, im heißen Sand der Wüstenregionen von Texas und New Mexico waten oder das bunte Treiben einer Stadt wie New Orleans mit verspiegelter Sonnenbrille genießen.

Bargel vertraut dabei auf die kompetente Hilfe seiner einfühlsmanen Combo DEAD SLOW STAMPEDE und auf die gelegentliche Unterstützung solcher Koryphäen wie Charlie Musselwhite (Blues-Harp) und Freddy Koella (Violin, Mandolin), die es auf lässig-souveräne Weise schaffen, die jeweils aufgerufenen Stimmungsbilder zu illustrieren. Der knorrige Bargel, der sich in seinen pfiffigen Texten als genervter Nörgler, ätzender Zyniker, amüsanter Giftspritzer und liebenswerter Kauz darstellt, entspricht dabei mit seiner roots-getränkten Mixtur eher einem grobkörnigen Schwarzweißbild als einem scharf konturierten Farbfoto.
Das macht richtig Laune, ist im Stande aufwallende Gemüter zu beruhigen, ohne einschläfernd zu wirken und verweist etwaige Gedanken an einen weiteren Hörsturz ins Reich der Fabel.

Frank Ipach, 08.02.2014

 

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