Ritual

The Hemulic Voluntary Band

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.10.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Martin Schneider


The Hemulic Voluntary Band, Tempus Fugit/InsideOut Music/SPV, 2007
Jon GambleKeyboards, Mundharmonika
Fredrik LindqvistBass, Bouzouki, Mandoline, Tin Whistles, Gesang
Patrik LundströmGesang, Gitarren
Johan NordgrenSchlagzeug, Percussions
Produziert von: Ritual & Hans Fredriksson Länge: 52 Min 56 Sek Medium: CD
1. The Hemulic Voluntary Band4. The groke
2. In the wild5. Waiting by the bridge
3. Late in November6. A dangerous journey

Um die schwedischen Proggies RITUAL wirklich schätzen zu können muss man schon das Faible der Band für die Anfänge progressiver Rockmusik in den frühen Siebzigern teilen. Ohne eine gewisse Affinität zu Bands wie GENESIS, GENTLE GIANT oder BEGGAR'S OPERA kann man sich eigentlich die Mühe ersparen sich ein Album wie "The hemulic voluntary band" erschließen zu wollen.

Gerade in Skandinavien genießt Retro-Prog immer noch ein erstaunlich hohes Ansehen und nicht von ungefähr kommen abgesehen von den Amerikanern SPOCK'S BEARD die derzeit führenden Bands wie THE FLOWER KINGS, KAIPA oder eben RITUAL aus dem Reich der Elche und Trolle.

Wie schon in den Siebzigern greifen alle diese Bands zwar stilistisch auf die selben Wurzeln zu und klingen doch sehr individuell, weil eben jeder seine ganz eigenen musikalische Visionen verfolgt. Im Falle von RITUAL ist es die Verschmelzung progressiver Rockmusik mit skandinavischer Folklore und damit verbunden die Verwendung des entsprechenden Instrumentariums.

Auf ihrem vierten Studioalbum "The hemulic voluntary band" reichen RITUAL dem Hörer die Hand und entführen ihn in die phantastische Welt der Kinderbuchautorin Tove Jansson und der von ihr geschaffenen Wesen wie Mumins und Hemulins.

RITUAL erschaffen mit ihren Stücken in erster Linie Stimmungen, die den Charakteren oder gar kompletten Geschichten Janssons entsprechen. Als Beleg dafür mögen die Swingelemente und polyrhyrthmischen Strukturen der Hemulic voluntary band dienen, oder aber die getragene, düstere Atmosphäre in The groke, mit der die einsame Außenseiterin Marran ihre akustische Charakterisierung erfährt.

In den Instrumentalpassagen sind RITUAL extrem verspielt, komplex und anspruchsvoll, ja gar etwas widerborstig, während eingängige Gesangslinien dafür sorgen, dass der Hörer sich nicht vollkommen im Tal der Mumins verirrt.

Letztendlich stimmt einfach die Mischung: "The hemulic voluntary band" fordert seine Hörer ohne sie jedoch permanent zu überfordern. Ach, würden sich nur in diesem Punkt das Gros der Retro-Progger an RITUAL ein Beispiel nehmen.

Martin Schneider, 16.10.2007

 

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