Rival Sons

Darkfighter

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.05.2023
Jahr: 2023
Stil: Classic Rock
Spiellänge: 39:35
Produzent: Dave Cobb

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Plattenfirma: Atlantic Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Led Zeppelin

Black Sabbath

Geezer Butler

Titel
01. Mirrors
02. Nobody Wants To Die
03. Bird In The Hand
04. Bright Light
 
05. Rapture
06. Guillotine
07. Horses Breath
08. Darkside
Musiker Instrument
Jay Buchanan Gesang, Mundharmonika & Gitarre
Scott Holiday Gitarre
Dave Beste Bass
Mike Miley Schlagzeug
Todd Ögren Keyboards

Kaum eine andere klassische Hard Rock/Blues Rock-Band hat im letzten Jahrzehnt wohl einen ähnlichen Aufstieg erlebt wie die Amerikaner RIVAL SONS. Mit ihrem phänomenalen "Pressure And Time" erschien das Quartett 2011 wie ein Komet auf der internationalen Bühne (hatte zu dem Zeitpunkt aber bereits ein Album und eine EP veröffentlicht) und konnte durchweg für positive Resonanzen sorgen. Aber anstatt zu verglühen, legten sie kurz darauf schon mit "Head Down" nicht minder fulminant nach. Mit "Great Western Valkyrie", "Hollow Bones" und insbesondere dem bislang jüngsten Album "Feral Roots" setzte die Band ihren Aufstieg konsequent fort, der sie zuletzt dann auch bis in die deutschen Top Ten führte, also neben dem künstlerischen auch den kommerziellen Erfolg bedeutete.

Für dieses Jahr haben sich Jay Buchanan, Scott Holiday, Dave Beste und Mike Miley zusammen mit Keyboarder Todd Ögren etwas Besonderes vorgenommen. Denn neben dem jetzt vorliegenden neuen Album "Darkfighter" wird es auch ein weiteres Studiowerk namens "Lightbringer" geben, das Ende des Jahres erscheinen soll. Produziert wurden und werden beide Werke natürlich von Dave Cobb, der ja schon seit "Head Down" für den exzellenten und authentischen Klang der Band im Studio zuständig ist.

Photo Credit Pamela Littky

Und auch "Darkfighter" ist wieder wie ein Wurmloch, das den Hörer in die 1970er Jahre zurücktransportiert, als die Musik noch durch und durch ehrlich war, von puren Emotionen geleitet und diese in den Songs zum Ausdruck brachte. Diesen Ansatz verfolgen die RIVAL SONS auch hier wieder. Schon der Auftakt Mirrors zeigt den fast übergroßen musikalischen Einfallsreichtum, umfasst der Song doch vom sphärischen Intro über groovenden Rock bis zu ruhigen Akustik-Momenten alle Spielarten und verbreitet dabei nicht zuletzt mit dem sehr an John Bonham angelegten Schlagzeug-Sound wieder ein gewisses LED ZEPPELIN-Flair (etwa zu deren "Houses Of The Holy"-Phase).

Die folgende erste Single, Nobody Wants To Die, hingegen ist ein exzellenter Rock-Song, sehr treibend, fast fiebrig vorgetragen in seiner Dringlichkeit und mit einem leidenschaftlich-mitreißenden Gesang sowie einem Refrain, der sich sofort im Gehör festsetzt. Mit Bird In The Hand und dem folgenden Bright Light hält eine gewisse Leichtigkeit Einzug in die Scheibe, die für etwas Abwechslung sorgt und klar macht, dass "Darkfighter" kein komplett düsteres Album ist, denn dafür sind die Kompositionen auch in sich zu komplex und vielschichtig. So bieten Rapture und Guillotine sowohl hart als auch ruhige Momente.

Zum Schluss hin hat das Album in Horses Breath wieder einen etwas straighteren Song zu bieten. Und das abschließende Darkside dreht dann noch einmal ordentlich an den Verzerrern sowohl bei Gitarre als auch Bass, um dann wie BLACK SABBATH die Soundwand schlagartig herunterzufahren und Buchanan den Raum und die Bühne für seine gefühlvolle Stimme zu bieten. Zum Ende steigert sich der Song dann noch einmal furios und bildet ein sehr würdiges Finale für dieses tolle Album.

Photo Credit Pamela Littky

Auch wenn (sicherlich auch verdientermaßen) Frontmann Jay Buchanan (was für eine ausdrucksstarke und mitreißende Stimme) und Gitarrist Scott Holiday (mit seinem abwechslungsreichen und facetten- sowie fantasievollen Spiel) wieder einmal ihren Platz im Rampenlicht einnehmen und den Klang ganz maßgeblich beeinflussen, so muss man auch attestieren, dass auch die anderen drei Beteiligten ihren ganz gewichtigen Teil zum Gelingen dieser Scheibe beigetragen haben.

Wie damals bei LED ZEPPELIN John Paul Jones und John Bonham oder bei BLACK SABBATH Geezer Butler und Bill Ward, sorgen hier Dave Beste und Mike Miley für ein wunderbares Rhythmus-Fundament, das die Lieder zum schwingen und vibrieren bringt. Bass und Schlagzeug sorgen immer wieder dafür, dass auch in ruhigen Momenten was musikalisch interessantes passiert. Und auch Keyboarder Todd Ögren steuert mit seinen warmen Sounds für eine klangliche Wohlfühl-Atmosphäre, die das gesamte Album umschließt und es zu einem einzigen Genuss macht.

Die RIVAL SONS unterstreichen mit "Darkfighter" einmal mehr ihre derzeitige absolute Ausnahmestellung im Bereich des Retro Rock und lassen andere Bands wie etwa GRETA VAN FLEET tatsächlich noch wie Schulbuben aussehen. Denn hier werden die "guten alten Zeiten" nicht nur wiederbelebt, sondern in die Gegenwart transportiert und auch weiterentwickelt. Nach diesem akustischen Hoch-Genuss in Form von "Darkfighter" kann man sich schon wirklich auf "Lightbringer" freuen.

 

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