Rival Sons

EP

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.02.2011
Jahr: 2010
Stil: Hard Rock, Blues Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Rival Sons
EP, Earache Records, 2010
Jay BuchananVocals
Scott HolidayGuitars
Robin EverhartBass
Michael MileyDrums
Produziert von: Rival Sons Länge: 26 Min 08 Sek Medium: CD
01. Get What's Coming04. Sacred Tongue
02. Torture05. Sleepwalker
03. Radio06. Soul

Ja, was haben wir denn hier? "The next big thing" in Sachen Hard-Rock/Blues-Rock? Schon wieder, tatsächlich? Gähn! "One of the hottest bands to watch for in 2011?" Stirnrunzel.
Doch ganz unter uns gesagt, es stimmt. Absolut. Was das 'Classic Rock Magazine' oder auch unser deutsches Genre-Paradeblatt 'Rocks' verlautbaren, ist mehr als heiße Luft, mehr als aufgeblasener Hype. RIVAL SONS sind wirklich heiß. Sie sind gut, ja, sogar sehr gut. Vielversprechend. Echte, schwitzende, hart rockende, bluesinfizierte, old-school orientierte, schwer talentierte Jungs aus L.A.

Eine vierköpfige Truppe in klassischer Besetzung, die weiß wo der Hammer hängt und sich derartig geschickt und versiert von den alten, einschlägigen Helden inspirieren lässt, dass es eine Wonne ist. Vier beseelte Protagonisten, die aufhorchen lassen, vor allen Dingen der charismatische Sänger Jay Buchanan, der mit Feuereifer ins Mikrofon rotzt und der vor Kraft strotzende Schlagzeuger Michael Miley setzen bemerkenswerte Akzente. Die Interaktion innerhalb dieses musikalischen Teams scheint traumwandlerisch gut, da greift ein Zahnrädchen reibungslos ins andere. Man hört natürlich einiges der üblichen Inspirationsquellen überdeutlich heraus, doch die RIVAL SONS kochen aus den hinlänglich bekannten Zutaten ihre eigene mehr als feurige Suppe, die jedem sogenannten Classic Rock Fan das Wasser im Munde zerlaufen lassen sollte. Bei den SONS verhält es sich dann doch etwas anderes, als z.B. bei den neulich vorgestellten HOLY GOATS und ihrem aktuellen Longplayer "Next Round", der trotz aller guten und schließlich auch identischen Bezugspunkte einfach zu wenig Esprit und Eigenständigkeit aufwies.

Sänger Jay Buchanan warnt allerdings davor, seine Band als bloße Retro-Combo abzuqualifizieren: "Wenn du z.B. Bands wie die BLACK CROWES erwähnst, kann ich natürlich die möglichen Parallelen nachvollziehen, aber wir beziehen uns lediglich auf die gleichen Roots und sind beileibe nicht unmittelbar von den Crowes beeinflusst. Wir sehen uns selbst ganz anders. Wir graben lediglich ganz tief nach den Wurzeln unserer bevorzugten Musik und sind dabei einerseits auf Leute wie Leadbelly, Muddy Waters und Howlin' Wolf gestoßen. Auf der anderen Seite lieben wir Leute wie die britischen 60's Acts wie Small Faces, The Who und die frühen Led Zeppelin."

Wer sich also durch diese Worte angefixt fühlt, sei nun aufgerufen, sich die RIVAL SONS im Netz näher anzuhören, sich unter Umständen diese hier angepriesene 6-Song EP bei iTunes runterzuladen und sich in den emotional schwer aufgeladenen musikalischen Kosmos der RIVAL SONS zu vertiefen. Ich jedenfalls bin hin und weg von dieser unbändigen Power, dieser ungefilterten Leidenschaft, die selbst in einer Blues-/Soul-Ballade wie Soul überdeutlich leuchtet. So viel Dynamik! Auch die andere Ballade -Sacred tongue- beindruckt auf unwiderstehliche Weise.
Und wenn dann im Mai der Lonplayer bei Earache Rercords erscheint, können sich die zuletzt hoch gehandelten und sich derzeit in Lauerstellung befindlichen Combos wie The Answer oder auch Jaded Sun erstmal sputen, um mit den SONS wieder auf Augenhöhe zu gelangen.

Frank Ipach, 30.01.2011

 

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