Rival Sons

Hollow Bones

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.06.2016
Jahr: 2016
Stil: Retro Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Rival Sons
Hollow Bones, Earache Records, 2016
Jay BuchananGesang
Scott HolidayGitarre
David BesteBass
Michael MileySchlagzeug
Gastmusiker
Todd E. Ogren-BrooksKeyboards
Kristen Rogers, Whitney Coleman & April RuckerGesang
Eamon McLoughlinCello & Violine
Produziert von: Dave Cobb Länge: 37 Min 01 Sek Medium: CD
01. Hollow Bones Pt. 106. Fade Out
02. Tied Up07. Black Coffee
03. Thundering Voices08. Hollow Bones Pt. 2
04. Baby Boy09. All That I Want
05. Pretty Face

Die RIVAL SONS sind die Essenz dessen, was man als puren Rock’n’Roll bezeichnet. Wild, ungestüm, voller Seele und Leidenschaft. Auch ihr viertes Album, “Hollow Bones“, ist ein Manifest der Liebe zum ungezügelten, leidenschaftlichen Rock. Das amerikanische Quartett weicht nicht von seiner Linie ab, sondern geht sie mit jedem Album fast ein bisschen kompromissloser, noch direkter und ohne Rücksicht auf Verluste.

“Hollow Bones“ ist denn auch offenbar ein „Bauchalbum“, bei dem alle Erwartungen – außer der eigenen versteht sich – ausgeblendet wurden und die RIVAL SONS der Essenz des eigenen musikalischen Seins noch ein Stück näher gekommen sind. Nicht, dass sie sich dazu hätten allzu sehr verändern müssen, denn das Resultat klingt haargenau nach RIVAL SONS – und niemand anderem sonst. Denn momentan bietet keiner diesen Retro-Sound so mitreißend und eingängig wie diese vier Herren. Aufgenommen wurde das Album in den Nashville LCS Studios zusammen mit dem zweifachen Grammy Gewinner Dave Cobb, der über die Band schwärmt: "Rival Sons are the best rock 'n' roll band on the planet!"

Photo-Credit: Oktober Promotion

Dazu trägt natürlich zunächst einmal der Gesang von Jay Buchanan maßgeblich bei. Sobald der Frontmann den Mund mit den ersten Zeilen des Titelsongs öffnet, verbreitet er dieses Rock-Star-Flair. Er verbindet auf geradezu vorbildliche Weise Power und Passion mit Feeling und Sanftheit, je nachdem, was der Song gerade benötigt. Die Basis dafür legt insbesondere Gitarrist Scott Holiday mit seinem einfühlsamen Stil, der immer mal wieder Reminiszenzen an Größen wie insbesondere Jimmy Page aber auch an den klassischen Delta-Blues durchscheinen lässt. Aber das wäre aber alles bei Weitem nicht so gut, wenn da nicht auch noch eine famose Rhythmusgruppe am Werk wäre. Denn die Lieder auf “Hollow Bones“ haben wieder einen Groove und Swing, der einfach nur furios zu nennen ist. Damit erinnert die Band auch wieder an die großen LED ZEPPELIN, die ohne die Beiträge von John Paul Jones und John Bonham auch nicht diesen ikonischen Status als „perfekte Rock-Band“ erreicht hätten.

Aber ist “Hollow Bones“ deswegen ohne Fehl und Tadel? Nein, soweit würde ich nicht gehen. Der zweitgeteilte Titeltrack ist toll, ebenso Tied Up, Thundering Voices und die abschließende Ballade All That I Want. Aber einigen anderen Tracks (Baby Boy, Pretty Face) fehlt manchmal etwas das Zwingende, das Eingängige. Nach einem absolut unwiderstehlichen Ohrwurm den die bisherigen Alben so zahlreich zu bieten hatten: Pressure And Time, Only One, Burn Down Los Angeles, White Noise, Face Of Light (“Pressure And Time“), Keep On Swinging, Jordan, All The Way (“Head Down“), Electric Man, Secret, Play The Fool, Good Things, Open My Eyes, Where I’ve Been (“Great Western Valkyrie“). Die neuen Stücke müssen schon häufiger gehört werden, bevor sie sich im Ohr festsetzen.

Dafür hat die CD aber mit der Ballade Fade Out und dem Track Black Coffee, den viele RIVAL SONS-Fans sicher schon von der Tour-Edition der “Great Western Valkyrie“-CD her kennen, noch zwei weitere Tracks zu bieten, die mit jedem weiteren Durchgang an Hör-Qualität gewinnen. “Hollow Bones“ ist denn in seiner Gesamtheit vielleicht nicht das beste der bisherigen Alben der RIVAL SONS, aber ein weiteres leidenschaftliches Pamphlet für den ursprünglichen, den wilden Rock’n’Roll mit genügend Highlights, die einen Kauf rechtfertigen.

Marc Langels, 31.05.2016

 

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