Rob Zombie

Educated Horses

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.05.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Rob Zombie
Educated Horses, Geffen Records, 2006
Rob Zombie Vocals
John Five Guitar, Bass & Backing Vocals
Blasko Bass & Backing Vocals
Tommy Clufetos Drums & Backing Vocals
Gäste:
Josh Freese Drums
Tommy Lee Drums
Scott Humphrey Bass, Guitar, Keyboards & Backing Vocals
Audrey Wiechman Backing Vocals
Produziert von: Rob Zombie & Scott Humphrey Länge: 38 Min 04 Sek Medium: CD
1. Sawdust In The Blood7. Let It All Bleed Out
2. American Witch8. Death Of It All
3. Foxy Foxy9. Ride
4. 17 Year Locust10. The Devil's Rejects
5. The Scorpion Sleeps11. The Lords Of Salem
6. 100 Ways

Um mal gleich zum Punkt zu kommen: Irgendwie ist die neueste Scheibe von Rob Zombie eine leidliche Enttäuschung. War der gute Robert Cummings aka Rob Zombie zuletzt vorwiegend als Filmemacher tätig, der mit seinen Streifen "House Of 1000 Corpses" und "The Devil's Rejects" die abgründigen Seiten der amerikanischen Gesellschaft mit den Mitteln des Splatterfilmes darstellen wollte, wirkt er nun für seine Verhältnisse merkwürdig handzahm. Kaum mehr ghoulige Industrialkracher, die ihn und seine frühere Band WHITE ZOMBIE (benannt nach einem Film mit Bela Lugosi - Horrorfilme durchstreifen also Robs Biografie) bekannt gemacht haben, sondern recht gefällige, mitunter groovige Sounds, teilweise fast schon kommerziell angelegt (Foxy Foxy).

Das schleppende Tempo wirkt manchmal regelrecht müde (American Witch, The Devil's Rejects), nur selten wird ein bisschen mehr Zunder gegeben (Ride, The Scorpion Sleeps). Es gibt ein paar ganz hübsche Songideen, wie die indischen Einflüsse in 17 Year Locust oder die staubige Outlawattitüde in Death Of It All, aber ansonsten kommt vieles merkwürdig uninspiriert daher. Am schlüssigsten sind noch die soundtrackartigen Passagen wie in Sawdust In The Blood oder 100 Ways, die andeuten mögen, dass der gute Rob doch schon mehr in der visuellen Welt zuhause ist, als er vielleicht auch selbst wahrhaben will.

Jedenfalls setzt er sich mit "Educated Horses" zwischen alle Stühle: die älteren Fans werden etwas enttäuscht sein und ein breiteres Publikum wird durch das grimmige Zottelwesen Rob Zombie auf dem Cover (wobei man das aufwändige, in Erdfarben gehaltene Artwork allerdings nachdrücklich loben muss) abgeschreckt werden.
Vielleicht soll ja gerade das streckenweise gefällige Songmaterial eine besonders subtile Form der Subversion sein, aber das erschließt sich einfach nicht.

Ralf Stierlen, 11.05.2006

 

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