Robby Hecht

Last Of The Long Days


CD-Review

Reviewdatum: 25.10.2011
Jahr: 2011
Stil: Singer-Songwriter, Pop

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Robby Hecht Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Robby Hecht
Last Of The Long Days, Old Man Henry Records, 2011
Robby HechtVocals, Guitar
Jill AndrewsVocals
Lex PriceElectric & Acoustic Guitars, Bass, Banjo, Mandolin, Percussion, Glockenspiel, Bouzouki
John DeaderickPiano, Organ, Keyboards, Accordeon
Marco GiovinoDrums, Percussion
Dave JacquesBass
Paul NiehausPedal Steel
Daniel ChoCello
Eamon McLoughlinViolin
James DigirolamoAccordeon
Kyle AndrewsKeyboards, Programming
Produziert von: Lex Price Länge: 35 Min 40 Sek Medium: CD
01. Time And Again06. It Doesn't Matter Anymore
02. Real Someday07. Hold My Head Up
03. Thirty08. A Reckoning Of Us
04. Pot Of Gold09. If I Needed You
05. The Hard way10. Never Let Go

Ach, wäre die Welt doch nur so schön und friedlich wie dieses neue Robby Hecht Album. "Last Of The Long Days", der zweite Solostreich Robby Hechts nach seinem Debut "Late Last Night" aus dem Jahre 2008, hat es erneut geschafft, mich zu verzücken. Legt man diese CD ein, ist man binnen kurzem hin und weg, schwelgt, möchte seine Liebste in den Arm nehmen, sich auf dem Sofa wälzen und 35 Minuten vor sich hin träumen. Böse Zungen würden wahrscheinlich irgend etwas von 'Frauenverstehermusik' schwätzen. Mir egal. Heute hören wir alle nur noch Robby Hecht, der die Wohlfühlsongs nur so aus dem Ärmel schüttelt.

Wer auf diesen sanften und zärtlich verträumten Siebziger Jahre Singer-Songwriter Kram steht, wer gar (wie ich) mit Leuten wie James Taylor und Jackson Browne heran gewachsen ist, muss diesen Jungen aus Knoxville/Tennessee einfach mögen. Er selbst wühlte sich einst durch den Plattenschrank seiner Mutter und entdeckte eben jene Größen die ich nannte, sowie weitere Helden wie Paul Simon, Jim Croce und Dan Fogelberg. In jüngerer Zeit ließ sich Robby dann von Musikern wie David Gray oder Sarah McLachlan verführen. Sein 2008er Debut und auch sein neues Album klingen wie ein gleißendes Amalgam aus all diesen Einflüssen.

Robby Hecht, der bis auf Townes Van Zandts If I needed you mal wieder alles allein geschrieben hat, lässt sich erneut von Produzent Lex Price ein ausgezeichnetes Album auf den Leib schneidern und vertraut auf die Hilfe einer kleinen Riege enorm einfühlsamer Musiker wie z.B. Pedal Steeler Paul Niehaus (Calexico) und Keyboarder John Deaderick (Emmylou Harris, The Dixie Chicks, Patty Griffin, Edwin McCain, Todd Snider, Jerry Douglas, Josh Rouse) und vor allen Dingen Jill Andrews (The Everybodyfields), die mit ihrer glockenklaren Stimme acht der zehn Songs zu einem Fest jubilierender Harmony-Vocals macht. Robby selbst hat nach wie vor diesen gewissen Charme in der Stimme, diesen sympathisch zarten Schmelz auf den man eben sofort und vollends abfährt oder ihn als Lullikram abtut und sich der nächsten Hard-Rock Scheibe zuwendet. Entweder ganz oder gar nicht, heißt hier das Motto.

Seinerzeit resümierte ich zu Hechts Albumdebut folgende Zeile: "Wir haben es hier mit etwas ganz Großem zu tun. "Late Last Night" ist nichts anderes als ein zeitloses Juwel. Perfekt." Zu seinem Zweitwerk "Last Of The Long Days" fallen mir keine treffenderen Zeilen ein. Einfach nur empfehlenswert. Wer sich Robby Hechts Scheibe im Stream anhören möchte, der gehe auf bandcamp.com und überzeuge sich.

Frank Ipach, 24.10.2011

 

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