Robert Berry

The Wheel Of Time

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.12.2002
Jahr: 2001

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Robert Berry Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Robert Berry
The wheel of time, Magna Carta, 2001
Robert Berry
Gäste
Leif SorbyeMandolin
Andy FrazierVocals, Guitar
Lisa BouchelleVocals
Michael MullenViolins
Produziert von: Robert Berry Länge: 53 Min 14 Sek Medium: CD
1. A theme for 'The wheel of time'11. Ladies of the tower
2. Return to Emonds Field12. The game of the Houses
3. Song for Moiraine13. Voyage of the Sea Folk
4. Travelling the Ways14. Heart of the wolf
5. Spears and Buckler15. Journey through the Waste
6. Dream walker16. Lan, the Warder
7. The knowledge of the wise ones17. March of the Trollocs
8. The Winespring Reel18. Rand's Theme (Fanfare for the Reborn Dragon)
9. The halls of Tar Valon19. The Aiel approach (Dahl of a chant)
10. Search for the Black Ajah

Robert Jordans "Rad der Zeit" ist unbestritten einer der großartigsten Fantasy-Zyklen der jüngeren Vergangenheit.
Die deutsche Ausgabe umfasst mittlerweile sechsundzwanzig Bände und die Geschichte des wiedergeborenen Drachen Rand al'Thor und seiner Gefährten weist noch so viele offene Handlungsstränge auf, dass ein Ende derzeit nicht in greifbarer Nähe scheint.

Der amerikanische Multi-Instrumentalist Robert Berry hat sich von Robert Jordans Epos inspirieren lassen und einen fiktiven Soundtrack erschaffen. Ich hab mir ehrlich gesagt noch nie große Gedanken gemacht, wie ein Soundtrack zum "Rad der Zeit" klingen könnte, oder sollte, da eine tatsächliche visuelle Umsetzung mir noch abwegiger erscheint, als die überraschenderweise überaus gelungene Verfilmung von Tolkiens "Herr der Ringe". Der damit verbundene Vorteil ist, dass ich mich nun völlig unvoreingenommen auf Robert Berrys "The wheel of time" einlassen konnte.

Robert Berry hat sich einzelne Handlungsträger oder Elemente der Romanvorlage herausgegriffen und diese mit stimmungsvollen, oft orchestralen Arrangements nachgezeichnet. So überrascht es dann auch nicht weiter, dass die Musik ähnlich vielschichtig ausfällt.

Hoch anzurechnen ist ihm dabei, dass es ihm gelingt mit seiner Musik die Fantasie des "Rad der Zeit"-Kenners zu beflügeln und die individuellen Vorstellungen zu unterstützen.

Zu March of the Trollocs sieht man die finsteren Ausgeburten vor dem inneren Auge marschieren. Rand's Theme wirkt so zerbrechlich und verletzlich wie die Hauptfigur von Robert Jordan vermittelt wird.

Ganz klar, das Album lebt von den Stimmungen, die es erzeugt. Dazu verwendet Robert Berry neben den bereits erwähnten orchestralen Arrangements überwiegend Melodiebögen, die der keltischen Folklore entlehnt sind, ja zuweilen erklingen sogar mittelalterliche Einflüsse.

Die Plattenfirma beschreibt "The wheel of time" als eine 'keltische Ausgabe von PINK FLOYD'. Das ist nicht ganz abwegig, wenngleich ich weitaus mehr Einflüsse von Mike Oldfield, John Wetton oder Brian May heraushöre.

Eindeutiger Höhepunkt des Werkes ist der Titeltrack, der auch auf meinem Lieblings-KANSAS-Album "Freaks of nature" eine gute Figur abgegeben hätte. Auch die beiden anderen Vocalnummern wissen durchaus zu gefallen. Lady of the towers, gesungen von Lisa Bouchelle ist eine Ballade voller Dramatik, während Andy Frazier mit The Aiel approch ein mystisches Kleinod in der Art gregorianischer Mönchsgesänge abliefert.

"The wheel of time" ist ein feines, abwechslungsreiches Album in der Schnittmenge von etwas Rock und Prog und viel Celtic Folk und Neoklassik geworden. Und selbst wenn jemand mit der literarischen Inspirationsquelle gar nichts anzufangen weiß, dem bietet es auf jeden Fall einen reichhaltigen Fundus an schöner, angenehmer Hintergrundmusik - und das ist keinesfalls negativ zu verstehen.

Martin Schneider , 24.12.2002

 

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