Robert Cray

Live From Across The Pond

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.02.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Live From Across The Pond, Blue Rose Records, 2006
Robert Cray Vocals, Guitar
Karl Sevareid Bass
Jim Pugh Keyboards, Organ
Kevin Hayes Drums
Produziert von: Robert Cray Länge: 100 Min 39 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Phone Booth6. I Guess I Showed Her
2. Poor Johnny7. The Things You Do To Me
3. Our Last Time8. I Shiver
4. Right Next Door9. SmokingGun
5. 12 Year Old Boy
CD 2:
1. I Was Warned5. Back Door Slam
2. Twenty6. Time Makes Two
3. Bad Influence7. I'm Walkin'
4. The One In The Middle

Irgendwie gibt's doch immer wieder was zu nörgeln bei unserem guten alten Robert Cray, obwohl er doch ein Muster an Beständigkeit und offen zur Schau getragener Musikalität ist. Immerhin steht Cray nun seit Anfang der Achtziger im Rampenlicht der Plattenindustrie, hat einige tolle Platten vorgelegt und wurde dafür schon mit einigen Grammys und W.C. Handy Awards ausgezeichnet. Das kommt schließlich auch nicht von ungefähr . . .

Mal sind es Crays Ausflüge in die Soulecke, die oft zu mellow daherkommen und für puristische Blueser ein rotes Tuch darstellen, weil sie es ihm als Anbiederei auslegen. Ein anderes Mal sind es generell die zu seidig glänzenden Arrangements, das scheinbar zu Angepasste, insbesondere die gelegentlichen, schleimigen Keyboardattacken des langjährigen Gefährten Jim Pugh. Aber, alle Achtung, der Mann kann doch eine wahrhaft geile Hammond B-3 (man höre nur Our last time) spielen, verlegt sich aber tatsächlich das ein oder andere Mal auf unnötig klebrigen Zuckerguß. Das nervt natürlich den Hörer, der auf Vintage-Sounds erpicht ist.
Egal jetzt, wir müssen es nehmen wie es kommt, denn die Robert Cray Band wird uns kein maßgeschneidertes Wunschkonzert kredenzen. Jim Pugh wird schon wissen, was er tut. Und Mr. Cray sowieso . . .

Das Schöne an dieser Werkschau, die, man höre und staune, das erste Live-Album in Crays Karriere darstellt, ist die mehr oder weniger ungebremste Agilität, die Wucht und Zügellosigkeit einer Band, die derart eigentlich nur im Livekontext zustande kommen kann.
"Live From Across The Pond" kommt so ganz nebenher auch noch als schön aufgemachtes Digipack im Pappschuber und wurde im Zuge einer kompletten Woche in der Londoner Royal Albert Hall aufgezeichnet. Cray folgte hier einer Einladung des einstigen Gitarrengotts Eric Clapton und nutzte die Gunst der Stunde, um seine Clapton-Support-Shows für ein stimmiges Live-Album mit all seinen Höhen und Tiefen aufzunehmen.

Die 100-minütige Show zeigt die Band in fabelhafter Verfassung. Cray singt ungemein vehement und immer treffsicher und zieht und zerrt erbarmungslos an den Saiten seiner Strat. Natürlich sind die Gitarrensoli länger und ekstatischer als auf den altbekannten Studioversionen, doch hat man etwas anderes erwartet ?
12 year old boy geht, stellvertretend für manch anderen Killertrack, absolut unter die Haut, wer hier was zu meckern hat, der spinnt. So muß das auf einem Live-Album zur Sache gehen. Vielleicht sollten die Jungs ihre kommenden Scheiben nur noch live aufnehmen . . .

Natürlich bleiben bei 16 angebotenen Songs immer auch einige Lieblingssongs auf der Strecke. Doch letztlich bereitet "Live From Across The Pond" mehr Spaß als sämtliche Studioalben der letzten paar Jahre. Nur, laut muß man es hören, laut. Der Spaßfaktor steigert sich dann um das Doppelte ! In der Tat ein empfehlenswertes Doppelalbum aus dem Hause Blue Rose.

Frank Ipach, 18.02.2007

 

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