Robert Earl Keen

Live From Austin, TX

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 15.12.2004
Jahr: 2004

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Robert Earl Keen Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Robert Earl Keen
Live From Austin, TX, New West Records/Blue Rose Records, 2004
Robert Earl Keen Acoustic Guitar, Vocals
Rich Brotherton Acoustic Guitar, Electric Guitar, Vocals, Backing Vocals
Bill Whitbeck Bass, Harmonica, Backing Vocals
Marty Muse Pedal Steel Guitar, Lap Steel Guitar
Bryan Duckworth Violin
Bukka Allen Accordion, Hammond Organ
Tom Van Schaik Drums
Produziert von: Gary Briggs & Cameron Strang Länge: ca. 84 Min (DVD) & 77 Min 26 Sek (CD) Medium: DVD & CD
1. Dreadful Selfish Crime10. Snowin' On Raton
2. Blow You Away11. Not A Drop Of Rain
3. Shades Of Gray12. Wild Wind
4. I'm Goin' To Town13. Goin' Nowhere Blues
5. That Buckin' Song14. Down That Dusty Trail
6. I Still Miss Someone15. Feelin' Good Again
7. The Coming Home Of The Son & Brother16. Walkin' Cane
8. The Road Goes On Forever17. Travelin' Light
9. Merry Christmas From The Family

Fünf Mal war es Robert Earl Keen bereits vergönnt, in der Austin City Limits Show sein Können unter Beweis zu stellen. Das jüngste dieser Konzerte (vom 22. August 2001) veröffentlichen nun New West Records bzw. Blue Rose Records in ihrer hochinteressanten Reihe "Live from Austin/Texas" auf DVD und CD.
Die Konzertreihe, die seinerzeit nur in jeweils halbstündigen TV-Features im amerikanischen Fernsehen (KLRU) ausgestrahlt wurde, glänzt nun mit kompletten und mehr als einstündigen Bild-und Tondokumenten, die durch entsprechendes Remastering und neuem 5.1 Mix noch aufgewertet werden. Ein lohnenswerter Rückblick auf 30 Jahre Roots-Musik soll in den nächsten Monaten und Jahren nach und nach auf die Musikhungrigen diesseits und jenseits des grossen Teiches losgelassen werden. Das KLRU Fernseh-Archiv birgt sicherlich noch einige weitere veröffentlichungswürdige Schätze.

Nachdem ich dieser Tage die absolut empfehlenswerte Susan Tedeschi DVD/CD vorgestellt habe, drängt sich nun ein alter Haudegen wie Robert Earl Keen ins Blickfeld.
Seit 1984 im Geschäft, verkörpert R.E. Keen natürlich samt seiner, im wahrsten Sinne des Wortes, abgehangenen Band eine musikalisch völlig integre Person. Als Storyteller par exellence, der auf Vorbilder wie Townes van Zandt und Guy Clark verweist, kann er auf seinen reichhaltigen Output zurückgreifen und präsentiert quasi so eine Art Best-of-Show, die für Fans sicherlich ein gefundenes Fressen darstellt.
Keens alte Fahrensmänner wie Rich Brotherton (Gitarre) und Bill Whitbeck (Bass), die ihn schon seit den Neunzigern begleiten, sind in ihren instrumentellen Fertigkeiten über jeden Zweifel erhaben, wobei sich Rich Brotherton (u.a. Toni Price, Eliza Gylkyson, Charlie Robison) ein ums andere Mal hitzige Duelle mit dem Pedal Steeler Marty Muse liefert.

Dieses 17-Song-Opus lässt weder auf CD noch auf DVD irgendwelche Wünsche offen, denn der Verfechter handgemachten roots-orientierten Songwritings wird hier durch diverse Facetten der amerikanischen Musikkultur begleitet, sei es nun Country, Folk, Swing oder Blues. Alles gewürzt durch die herrlich ungekünstelten Geschichten R.E. Keens, die oftmals einer gewissen amüsanten Note nicht entbehren.
Das Publikum im Fernsehstudio weiss dies zu schätzen und johlt und singt ein ums andere mal lauthals mit. Keen Klassiker wie das fulminante 8-minütige The road goes on forever, in welchem die Band fast Purzelbäume schlägt, oder auch der stimulierende That buckin' song und das augenzwinkernde Merry christmas from the family sorgen einfach für ausgelassene Stimmung.
Besinnliche Momente wie das rührige Townes van Zandt Stück Snowin' on Raton oder die bittersüsse Folk-Ballade Not a drop of rain sorgen für den wohltemperierten Ausgleich.

Eine sympathische, hart arbeitende Band, ein stets souveräner und mit allen Wassern gewaschener Frontmann, ein gut ausgesteuerter Live-Sound, ein wohldosierter Stilmix zwischen Tradition und Moderne und eine gelungene Gratwanderung zwischen Humor und Sentiment formen dieses kleine Stückchen texanischen Kulturguts zu einem lohnenswerten Ausflug in die Welt der Roots-Musik. Sehr empfehlenswert.

Frank Ipach, 15.12.2004

 

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