Robert Finley

Sharecropper's Son

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.06.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues, Soul
Spiellänge: 39:26
Produzent: Dan Auerbach

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Plattenfirma: In-akustik


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. Souled Out On You
02. Make Me Feel Alright
03. Country Child
04. Sharecropper's Son
05. My Story
 
06. Starting To See
07. I Can Feel Your Pain
08. Better Than I Treat Myself
09. Country Boy
10. All My Hope
Musiker Instrument
Robert Finley Lead Vocals
Sam Bacco Percussion
Gene Chrisman, Jeffrey Clemens Drums
Matthew DeMerritt, Evan Cobb Saxophone
Rick Movshon, Eric Deaton Bass
Russ Pahl, Kenny Brown Electric Guitar
Mike Rojas B3, Mellotron
Billy Sanford Tik-Tak
Fabio Santana de Souza Trombone
Todd Simon Euphonium
Bobby Wood Piano
Dan Auerbach Electric Guitar
Christy Johnson, Pat McLaughlin, Ashley Wilkoxson, Leisa Hans Background Vocals
Ray Jacildo B3
Steve Patrick Trumpet
Billy Sanford Dobro

Der Typ auf dem Cover sieht doch aus, wäre er prädestiniert für den nächsten Quentin Tarantino, findet ihr nicht? Die Chancen dafür stehen eher deswegen schlecht, weil Herr Tarantino keine Ambitionen in der Hinsicht hat. Dabei könnte Robert Finley, so der Name dieses Herren, auch gleich den Soundtrack dafür liefern und hätte obendrein die Story dafür parat.

Der 67-jährige ist ein Army-Veteran und musste seinen Beruf als Schreiner vor Jahren aufgeben, da er erblindete. Zwar war der Sohn eines Farmpächters (“Sharecropper's Son“) zeitlebens ein Entertainer und Musiker, aber seine Karriere kam dadurch in Fahrt, dass ihn keiner geringerer als Dan Auerbach in einer TV-Show sah und sein Potential erkannte. Auerbach war es auch, Finley mit dem Titel “größter lebender Soulsänger“ adelte.

 

Das kann nun jeder für sich selbst entscheiden, inwieweit er sich Auerbachs Meinung anschließt, aber wer für Blues und Soul etwas übrig hat, der sollte sich den Mann zu Gemüte führen. Schon seine raue, äußerst flexible Stimme beeindruckt im Opener Souled Out On You. Erinnert mich stark an Dana Fuchs, die ähnlich bluesige Balladen in ihrem Programm hat und ähnlich viel Soul einfließen lässt. Dazu hat Auerbach wieder (wie unlängst bei Tony Joe White) eine Truppe hervorragende Musiker engagiert, was sich bereit in diesem Blues-Marsch schon abzeichnet. Und im swampigen Make Me Feel Alright fortsetzt. Mit leicht funkigem Groove wird hier ein tolle Atmosphäre gezaubert. Der Slide-Spezialist Kenny Brown hat gehörigen Anteil daran.

 

Auch Country Child atmet das Flair von Louisiana und gleichzeitig hat es die Coolness eines JJ Cale und das Blues-Feeling eines Buddy Guy. Könnte man ewig zuhören und mit dem Fuss den Takt klopfen. Beim anschließenden Boogie Sharecroppers Son groovt man dann schon im Stehen mit. Fühle mich Tony Joe White ebenso erinnert, wie TITO & TARANTULA (womit wir wieder bei Tarantino wäre...). Alles immer gekrönt von Finleys ausgezeichneter Stimme. Wenn sich zu dieser, wie in My Story, ein paar Bläser gesellen, dann kann man schon nachvollziehen, die Auerbach zu seinem Lob über diesen souligen Sänger gekommen ist. Möglicherweise kriegt man das heutzutage wirklich nicht mehr oft in dieser Qualität geboten.

 

Da wird’s auch mal funkiger, wie in Starting To See (setzt so ziemlich jede Hüfte in Bewegung), oder bekommt den vollen Taj Mahal-Groove, wie in Better Than I Treat Myself (großartige Blues'n'Soul-Nummer), und in eher spartanisch gehaltenen Titeln, siehe Country Boy, dominiert die geniale Stimme des Sängers. Hier im Falsett.

Eine Coverversion gibt’s am Schluss auch: Das gospelgetränkte All My Hope des christlichen Songwriters Crowder. Ist auch im Original ein toller Song, aber mich spricht Robert Finleys Version doch mehr an. Erneut durch Kenny Browns Slide-Guitar und auch durch den “Gospel-Chor“ von Christy Johnson und Pat McLaughlin. Ein tolles Album wird hiermit perfekt abgerundet.

 

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