Robert John Hope

Plasticine Heart

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.05.2021
Jahr: 2021
Stil: Singer-Songwriter, Folk-Pop
Spiellänge: 39:44
Produzent: Damian Giambazi, Yusuf Sahilli & Robert John Hope

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Plattenfirma: Musszo Records


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Israel Nash

Titel
01. The Flood
02. Plasticine Heart
03. Colorado
04. Easy
05. None Other
 
06. Trying
07. Managing
08. Ladybird
09. High Crimes
10. Simon Says
Musiker Instrument
Robert John Hope Vocals, Acoustic & Electric Guitars
Yusuf Sahilli Lead Guitar, Pedal Steel, Banjo, Keys, Electronics, Backing Vocals
Daragh O'Loughlin Drums
Yvonne Conaty Vocals, Bass

Die Welt passt sich nicht an. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Wir müssen flexibel genug sein, um uns anzupassen, um uns über Wasser zu halten, um unser Herz in einem gleichmäßigen Takt pochen zu lassen. Womöglich hilft da ein Herz aus Knetmasse? So vermutet und empfindet es zumindest der Wahl-Berliner Robert John Hope, der sein "Plasticine Heart" betiteltes Album als Metapher für unsere Anpassungsfähigkeit verstanden wissen will. Jeder muss selbstbewusst auf das Leben zugehen und seine Chancen beim Schopfe packen.

Diese forschen Botschaften präsentiert uns der gebürtige Ire, der einst der Indie-Rock Band SENAKAH vorstand, in einem modern ausgerichteten Indie-Folk-Pop Gewand, das im Wesentlichen von einer relativ simpel und angenehm gestrickten Akustikgitarrenbasis ausgeht und sich je nach Lust und Laune mit verhallten und elektronischen Zutaten in eine Art Ambient Folk verwandelt, der sich in sphärischen Traumwelten zu verlieren droht. Das angenehme und recht wandelbare Timbre des Sängers Hope erinnert dabei tatsächlich an die Falsetto-Extravaganzen eines Thom Yorke (RADIOHEAD) und das theatralische gebaren eines Matt Bellamy (MUSE). Die allenthalben kolportierte Nähe zu Eddie Vedder höre ich nicht, allerdings eine stimmliche Nähe zu Morten Harket (Aha).

Robert John Hope und seine verhallten Folk-Pop Petitessen gleiten auf einer traumwandlerischen Welle, deren zarte Ausläufer sich an den Ufern solcher Kollegen wie LORD HURON, FLEET FOXES, Israel Nash und David Gray brechen. Dass die zehn anschmiegsamen Songs im Bug eines in der Spree ankernden Schiffes namens 'MS Heiterkeit' aufgenommen wurden, hätte man angesichts der allgegenwärtigen friedvollen Stimmung fast ahnen können. Der leichte und sich kräuselnde Wellengang lässt sich hier mit Hopes "Plasticine Heart" ganz mühelos ausgleichen.   

 

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