Robin Trower

Living Out Of Time

( English translation by Google Translation by Google )

LP-Review

Reviewdatum: 16.06.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 5108
Produzent: Robin Trower & Dave Bronze

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Plattenfirma: Repertoire Records

Promotion: Brooke-Lynn Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Eric Clapton

Jimi Hendrix

Ken Hensley

Robert Plant

Titel
01. What's Your Name
02. Step Into The Sun
03. Another Time, Another Place
04. Sweet Angel
05. Please Tell Me
06. One Less Victory
 
07. Ain't Gonna Wait
08. Living Out Of Time
09. The Past United
10. You Still Come Back
11. I Want To Take You With Me
Musiker Instrument
Robin Trower Gitarre
Davey Pattison Gesang
Dave Bronze Bass
Pete Thompson Schlagzeug

Dem britischen Gitarristen Robin Trower hängt ein wenig der Ruf an, dass man eigentlich alle Alben kennt, wenn man eines kennt. Zu einem gewissen Grad kann ich diesen „Vorwurf“ zwar verstehen, aber just gerade lagen mir zwei Vinyl-Wiederveröffentlichungen des Meisters vor, die Rezension zu “20th Century Blues“ ist bereits erschienen,  und “Living Out Of Time“ – und die beiden könnten im Kosmos des Blues-basierten Gitarren-Rock von Trower wohl kaum unterschiedlicher sein.

Denn da wo der “20th Century Blues“ (erstmals erschienen 1994) ein sehr kerniger, fast schon Hard Rock-orientierter und sehr auf die Solo-Gitarre ausgerichteter Output war, da ist das original 2003 veröffentlichte "Living Out Of Time" eher kontemplativ und extrem Song-dienlich ausgefallen. Aus dem Trio war inzwischen auch ein Quartett mit einer nahezu neuen Besetzung geworden. Neben Trower gehörten dazu Sänger Davey Pattison (der unter anderem auch bei MONTROSE sang), Bassist Dave Bronze (später bei Eric Clapton aktiv) und Schlagzeuger Pete Thompson (der unter anderem mit den beiden Rock-Legenden Ken Hensley und Robert Plant spielte).

Zusammen formten sie wohl die beste Band, die jemals unter dem Banner Robin Trower aktiv war. Und das macht sich wie gesagt auch direkt bemerkbar. Denn hier ist Trower nicht mehr darauf erpicht, möglichst schnell mit seiner Gitarre den Sound und den Song zu dominieren. Vielmehr gibt er der Musik hier jede Menge Raum zum entfalten und natürlich damit auch Pattison, um den Liedern mit seiner sanften aber packenden Stimme packende Melodien zu spendieren. Zudem verpasst die exzellente Rhythmus-Sektion den Nummern einen herrlich swingenden Groove, der dafür sorgt, dass man beim Hören von “Living Out Of Time“ kaum still sitzen kann.

Eine weitere große Stärke des Albums (neben den individuellen Fähigkeiten der beteiligten Musiker) ist der Abwechslungsreichtum der Kompositionen. Da wo der “20th Century Blues“ häufig wie eine Variation desselben Song-Ansatzes klang, da haben Trower & Co. hier von dem treibenden Rocker über die eingängige Midtempo-Nummer bis zur traumhaften Ballade alles im Angebot, was das Blueser-Herz begehrt. Natürlich packt dabei Trower auch immer wieder die Solo-Axt aus und lässt das Wah-Wah-Pedal aufheulen, aber eben deutlich mehr im Sinne der einzelnen Nummer. Und auch die Soli sind gefühlt irgendwie „komponierter“ und strukturierter als auf manch anderer Scheibe. Das beste Beispiel dafür ist wohl das Weltklasse-Gänsehaut-Solo auf dem abschließenden I Want To Take You With Me.

Und an dieser Stelle muss ich mir auch mal ganz klar widersprechen, denn als das Album vor einigen Jahren auf CD herauskam, da konnte mich die Scheibe irgendwie nicht wirklich packen und erschien mir insgesamt zu zahm. Aber heute kann ich von der Scheibe gar nicht genug bekommen. Von den ersten Noten des lässigen Opener-Doppels What‘s Your Name und Step Into The Sun über die Jimi Hendrix-Gedächtnis-Song Sweet Angel sowie Please Tell Me bis zu den letzten Klängen des oben schon erwähnten Wahnsinns-Songs I Want To Take Me With You ist “Living Out Of Time“ wohl das kompletteste Album von Robin Trower neben seinem Magnum Opus “Bridge Of Sighs“. Wie auch schon “20th Century Blues“ liegt "Living Out Of Time" nun erstmals als 180-Gramm-Vinyl vor und für diese Scheibe hat Michael Heatley ein paar liner notes verpasst, die das Album einordnen. Auf jeden Fall eine lohnsnwerte Anschaffung.

 

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