Robin Trower

Roots And Branches

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.02.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Marc Langels


Robin Trower
Roots And Branches, Manhaton Records, 2013
Robin TrowerGesang & Gitarre
Livingstone BrownBass (außer Tracks 10 & 11)
Richard WattsBass (bei Tracks 10 & 11), Gesang (Tracks 3, 5, 7 & 10)
Chris TaggartSchlagzeug
Luke SmithKeyboards
Paul JonesMundharmonika (Tracks 1 & 7)
Produziert von: Livingstone Brown Länge: 53 Min 30 Sek Medium: CD
01. Hound Dog07. That's Alright Mama
02. The Thrill Is Gone08. Save Your Love
03. When I Heard Your Name09. Born Under A Bad Sign
04. Little Red Rooster10. Sheltered Moon
05. I Believe To My Soul11. See My Life
06. Shape Of Things To Come

Bekanntheit erlangte der britische Gitarrist Robin Trower als Mitglied von PROCUL HARUM. Und das obwohl ihr größter Hit A Whiter Shade Of Pale nicht gerade wegen seiner Gitarrenarbeit bekannt wurde. Was für ein exzellenter Gitarrist Trower aber ist hat er als Solo-Künstler bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Am bekanntesten ist dabei sein 1974er Album "Bridge Of Sighs", mit dem er nicht nur der venezianischen "Seufzerbrücke" ein immerwährendes musikalisches Denkmal gesetzt hat, sondern auch sich selbst.

Auf seinem neuesten Solostreich namens "Roots And Branches" wendet sich Trower seiner eigener Vergangenheit zu, vielmehr der Musik, die ihn früher beeinflusst und seinen Wunsch geweckt hat, selber Musik zu machen. Diese Einflüsse finden sich – wen wundert es – im Rock’n’Roll und aber vor allen Dingen im Blues. Auf “Roots And Branches“ entbietet Trower solch prominenten Vorgängern Tribut, wie zum einen Elvis Presley, Willie Dixon, oder B.B. King und Robert Johnson. Jedoch belässt es Trower aber nicht dabei, die Stücke einfach nur nachzuspielen, sondern er verpasst ihnen mit seinem Spiel und seinem ureigensten Sound ein neues Feeling, einen neuen Sound und damit ein neues Gesicht.

Dabei wird aus dem Hound Dog, der bei Presley noch mit Up-Tempo daherkommt ein shuffelnder Blues, der dann die Richtung für das weitere Album vorgibt. Spätestens mit dem B.B. King-Klassiker The Thrill Is Gone (eigentlich geschrieben aber von Roy Hawkins und Rick Darnell) wird dann klar, dass Trowers Spiel so tief im Blues getränkt ist, wie das anderer britischer Gitarren-Größen wie etwa Jimmy Page (LED ZEPPELIN), Jeff Beck oder Eric Clapton (Ex-CREAM). Dabei ist es schade, dass das End-Solo ausgeblendet wird, man könnte Trower nahezu ewig zuhören.

Dabei atmen diese Aufnahmen hier trotz der Unterschiede im Sound viel von dem traditionellen Spirit der Stücke. Wenn Trower sich zum Beispiel den Little Red Rooster vornimmt, dann entstehen ganz automatisch Bilder aus den Südstaaten vor dem inneren Auge des Hörers, wo ein einsamer Musiker den Verlust besingt und dazu die Gitarre auch mal ganz explizit jaulen lässt. Ähnliches könnte man über I Belive To My Soul sagen, aber hier ist die Assoziation eher ein rauchiger Nachtclub in Chicago in den frühen Morgenstunden nach einer ausgiebigen Jam-Session. Diese Fähigkeit, Töne in Bilder umsetzen zu können, ist eine Qualität, die vielen Mainstream-Bluesern im Gegensatz zu Trower abgeht. Sie leiden einfach viel zu schön und zu glatt. Dabei kommen sie teilweise fast ohne blue notes aus. Nicht so Trower. Sein Spiel fließt aus der Seele und offenbart seine Gefühle, so wie es eben sein sollte.

“Roots And Branches“ ist ein exzellentes Blues-Album, mit einer Reihe an klassischen Klasse-Songs mit Weltklasse-Soli eines Gitarristen, der die Essenz der Musik-Richtung erfasst und verinnerlich hat. Trowers Sound und Stil passen perfekt zu den ausgewählten Songs und machen das Album zu einer Blues-Lehrstunde. Hier können sich auch prominentere Vertreter des Genres noch einiges abschauen, zumindest was das Gefühl und den Sound anbelangt. Der alte Mann an der Gitarre hat es ihnen allen noch einmal gezeigt.

Marc Langels, 28.01.2013

 

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