Roger Chapman

Life In The Pond

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.07.2021
Jahr: 2021
Stil: Rock
Spiellänge: 50:21
Produzent: Roger Chapman & Poli Palmer

Links:

Roger Chapman Homepage


Plattenfirma: Ruf Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. Dark Side Of The Stairs
02. The Playtime Is Over
03. Nightmare #5
04. Rabbit Got The Gun
05. After The Rain
06. Having Us A Honeymoon
 
07. Snake
08. On Lavender Heights
09. Green As Guacamole (GAG)
10. Collar Turned Up
11. Naughty Child
Musiker Instrument
Roger Chapman Vocals & Lyrics
Poli Palmer Sequencing, Overdubs, Vibes & Keys
Geoff Whitehorn Guitars on Tracks 2, 9 & 10

Man sollte nie den Fehler machen und Roger Chapman abschreiben. Als ich ihn das letzte Mal live sah, spekulierte man auch schon über eine Abschiedstour. Das ist bald 20 Jahre her.

Zwischenzeitlich gab's eine FAMILY-Wiedervereinigung und auch Solo-Konzerte, die aber in mehr und mehr abebbten. Nichtsdestotrotz ist der mittlerweile 79-jährige immer noch aktiv und weil ihm diverses auf die Nerven geht – insbesondere Politiker aber auch andere Zeitgenossen - , schreibt er Texte und mit der Hilfe seines FAMILY-Kumpels John Palmer wurden diese vertont und aufgenommen. Und schon gibt’s ein neues Chapman-Album, auf dem auch sein langjähriger Gitarrist Geoff Whitehorn auf drei Songs dabei ist.

 

Dass hier keine richtig Band spielt, sondern alle “Instrumente“ von Palmer “eingespielt“ wurden, fällt eigentlich gar nicht mal sonderlich auf. Was in erster Linie an Chapmans erstaunlich gutem Gesang liegt. John Hiatt gehört zu den von Chapman hochgeschätzten Musikern und an diesen erinnert Dark Side Of The Stairs nicht wenig, mit zusätzlichem Swamp-Flair. By The Playtime Is Over fallen zunächst mal Whitehorns wuchtige Gitarren-Akkorde ins Gewicht, bevor sich die Nummer zwischen Blues und Swamp-Rock einnistet. Schön dynamisch angelegt, nur ein ordentliches Gitarren-Solo fehlt mir noch.

 

Nightmare #5 könnte so eine Art We Gotta Get Out Of This Place des 21. Jahrhunderts sein, vom Thema her. Musikalisch ist es mir dann doch etwas zu konstruiert und auch wenn es die Stimmung des Textes gut rüberbringt, klingt es mir zu steril. Da wäre auch im munter dahin stampfenden Rabbit Got The Gun mehr drin gewesen. Gut, vielleicht sollte man einfach mehr den Fokus auf die Texte legen, die dankenswerter Weise im Booklet abgedruckt sind. Diese Songs live, von einer echten Band gespielt, würden eine gute Show versprechen.

 

So oder so könnte Having Us A Honeymoon, samt angespieltem Hochzeitsmarsch, manche Hochzeit platzen lassen, den wer würde zu diesem schmissige Honk-Tonk nicht einstimmen: “We don't need to have a wedding, for having us a honeymoon“?

Das leicht funkige Snake ist die einzige Fremdkomposition, dominiert von Chappos charismatischer Stimme, die auch in diesem Alter noch beeindruckt. Bei Collar Turned Up ist Whitehorn wieder mit an Bord und verhilft der Nummer zu einem leichten 80's Touch (könnte irgendwie auch von Huey Lewis sein).

 

Obwohl auch Naughty Child auch an den klinischen Sounds krankt, ist es womöglich doch die faszinierendste Nummer. Ein leichter Reggae- und Dub-Rhythmus liefert dem Sänger die Basis, für seine Reflektion seines musikalischen Erwachens. Etliche Kollegen von den BYRDS und Ray Charles, über Dylan, die STONES bis T-Bone Walker sind im Text vertreten.

Wie gesagt, die Produktion ist ein bisschen Geschmackssache, ansonsten liefert Chapman hier durchaus ein beachtliches Spätwerk ab.

 

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