Rolling Stones

Crossfire Hurricane

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DVD-Review

Reviewdatum: 08.01.2013
Jahr: 2013
Stil: Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Rolling Stones
Crossfire Hurricane, Eagle Vision, 2013
Produziert von: Mick Jagger & Victoria Pearman Länge: 134 Min 00 Sek Medium: DVD

"Es geht nicht darum erwachsen zu werden, sondern darum nicht erwachsen zu werden". Das Credo des fast 70-jährigen Mick Jagger vermittelt dem Konsumenten eine vage Idee davon, wie Rockstars ihr Leben sehen und gestalten. Der ebenfalls auf die 70 zusteuernde Keith Richards betrachtet die 50-jährige Band-Geschichte in seinem Resumee eher als Märchen. Fest steht jedenfalls, dass wohl keine andere Rock-Band soviel Sex & Drugs & Rock'n'Roll gelebt hat wie die guten, alten ROLLING STONES und kaum eine Truppe über einen so langen Zeitraum so viel geschäftlichen Erfolg verbuchen kann wie unsere Goldjungs aus dem United Kingdom.

Die zum aktuellen Goldjubiläum erscheinende DVD/BluRay Dokumentation "Crossfire Hurricane" von Brett Morgen versucht sich also abermals daran, die schillernde und aufregende Geschichte der rollenden Briten so aufzubereiten, dass sowohl Alt-Fans als auch Interessierte aus den nachgewachsenen Generationen spannend unterhalten werden.
Wer jedoch die diversen Biografien der Protagonisten gelesen hat, wer zudem Nigel Finchs 1990er Filmdokumentation "25x5: The Continuing Adventures Of the Rolling Stones" kennt, wird beim Genuss dieser neuerlichen Band-Retrospektive nicht allzu viele Aha-Erlebnisse verzeichnen können.

Erstaunlicherweise beschränkt sich Brett Morgens filmische Aufarbeitung auf die ersten knapp 20 Jahre der Band-Historie, jene Zeiten also die die musikalische und imageprägende Entwicklung der STONES am nachhaltigsten beeinflusst hat. Viele bekannte, aber eben auch einige bislang noch nicht gesehene Filmsequenzen aus dem reichhaltigen Archiv der Steine, kommentieren die alternden Protagonisten redselig aus dem Off. Man wird also nicht von den zerfurchten Gesichtern der Legenden abgelenkt, sondern konzentriert sich allein auf ihre Anekdoten, Erinnerungen und Bewertungen, die sich logischerweise auf ihre musikalische Entwicklung von einer eifrigen Blues-Cover-Band zu potenten Songwritern kapriziert, ihren düsteren Gegenentwurf zum 'Liebe Jungs-Image' der BEATLES nachzeichnet, die Entzweiung und den Tod von Urmitglied Brian Jones resümiert, das Altamont-Desaster neu aufrollt, Mick Taylors wichtige musikalische Rolle unterstreicht, die Steuerflucht in Richtung Südfrankreich nacherzählt und die wahnwitzigen Drogenexzesse sowie existenzgefährdenden Gefängnisaufenthalte unter die Lupe nimmt.

Dies alles geschieht zwar bemüht kurzweilig und wird von tollen Bildern und Filmsequenzen flankiert, kann aber einen gestandenen STONES-Fan kaum in Wallung versetzen, weil man die Geschichten und Geschichtchen einfach kennt. Insofern darf man sich mit "Crossfire Hurricane" mal einen schönen, gemütlichen Abend im Pantoffelkino machen, sollte aber keine gesteigerten Erwartungen hinsichtlich neuer Erkenntnisse bzw. Enthüllungen hegen. Ein solider und gut gemachter Film über ein paar unverwüstliche Rock-Helden, deren Geschichte inzwischen schon oft genug erzählt wurde.

Frank Ipach, 06.01.2013

 

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