Rome

Flowers From Exile

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Neo Folk

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Rome
Flowers From Exile, Trisol, 2009
Jerome ReuterVocals & Guitar
Patrick DamianiGuitar, Cello, Bass, Drums & Keyboards
Nikos MavridisViolin
Produziert von: Rome Länge: 43 Min 49 Sek Medium: CD
01. To A Generation Of Destroyers07. To Die Among Strangers
02. The Accidents Of Gesture08. A Culture Of Fragments
03. Odessa09. We Who Fell In Love With The Sea
04. The Secret Sons Of Europe10. Swords To Rust - Hearts To Dust
05. The Hollow Self11. Flowers From Exile
06. A Legacy Of Unrest12. Flight In Formation

ROME ist eine Luxemburger Formation um den Singer-/Songwriter Jerome Reuter, die musikalisch gerne dem Neofolk, mitunter tauchte auch der Begriff “Apocalyptic Martial Folk“ auf, zugeordnet wird. Auf “Flowers From The Exile“, dem schon fünften Studioalbum, kommt man doch deutlich introvertierter daher, beschäftigt sich mit Geschichten vom Verlust der Heimat, Einsamkeit, Sehnsucht, aber auch neuen Freundschaften und innerer Einkehr. Alles thematisch und zeitlich eingebettet in die Jahre des spanischen Bürgerkriegs. Gewandet wird dies in melancholischen Folk mit zahlreichen (natürlich) spanischen Elementen (The Secret Sons Of Europe), Chansons und düsteren, recht pathetischen Singer-/Songwriter-Stoff.

Das faszinierende Timbre von Reuter (immer wieder verglichen mit LEONARD COHEN oder auch einem – gedämpften - TOM WAITS), das zwischen tiefer, sprachloser Trauer und jäh aufkeimender Hoffnung schwankt, rundet die wehmütig-brüchige (The Accidents Of Gesture) bis hin zu schwelgerisch melodiöser Musik (To Die Among Strangers) ab, die von Violine und Akustikgitarre dominiert wird. Auch die wie aus dem Nebel auftauchenden Sprachsamples sorgen für ein rundum stimmiges Arrangement und eine einzigartige Atmosphäre, die “Flowers From The Exile“ kennzeichnet.

Es wäre daher auch verfehlt, dieses Werk in einzelne Stücke zu unterteilen (oder gar Songs für Song zu beschreiben); man muss diese nahezu perfekte Symbiose aus Musik und Lyrik als Ganzes auf sich wirken lassen und die Stimmungen aufsaugen. Ohne Zweifel eine tiefe Emotionen auslotende, innere Seelenzustände erforschende Veröffentlichung jenseits der erzkonservativ schwafelnden Neofolk-Merkwürdigkeiten (auch wenn das Coverartwork von der Ästhetik etwas seltsam anmutet) und in jedem Falle eine echte Entdeckung des Jahres.

Ralf Stierlen, 06.07.2009

 

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