Ron Sexsmith

Cobblestone Runway

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.12.2002
Jahr: 2002

Links:

Ron Sexsmith Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Ron Sexsmith
Cobblestone Runway, V2 Music, 2002
Ron Sexsmith Vocals, Guitars, Piano
Christer Jansson Drums, Percussion
Glen Scott Bass, Fender Rhodes, Piano, Background Vocals
Martin Terefe Synthesizer, Bass, Marimba, Hi Hat, Background Vocals
David Angell Violin
John Catchings Cello
David Davidson Violin, String Arrangements
Kristin Wilkinson Viola
Steve Crawford, Kim Fleming, George Pendergrass, Chris Willis, Gabrielle West Choir
Produziert von: Martin Terefe Länge: 44 Min 08 Sek Medium: CD
1. Former Glory (2:53)8. Heart's Desire (4:18)
2. These Days (3:21)9. Dragonfly On Bay Street (3:21)
3. Least That I Can Do (4:23)10. The Less I Know (4:10)
4. God Loves Everyone (3:07)11. Up The Road (2:51)
5. Disappearing Act (3:39)12. Best Friends (1:55)
6. For A Moment (3:01)13. Gold In Them Hills [Mix] (3:37)
7. Gold In Them Hills (3:32)

Eigentlich müsste Ron Sexsmiths "Cobblestone Runway" einen der vorderen Plätze in meinen Jahrescharts belegen. Da ich das gute Stück allerdings erst eine knappe Woche vor Weihnachten erhielt, war die Sanduhr leider schon durchgerieselt.
Aber das schmälert natürlich nicht die Klasse dieses Albums. Nein, es muss sogar hinausposaunt werden, dass dem pausbäckigem Ron zum wiederholten Male eine Sammlung vorzüglicher Songs gelungen ist. Es ist im Grunde sogar schon sein sechstes Werk, rechnet man die 1991er Privatveröffentlichung "Grand Opera Lane", die mir bislang verborgen blieb, mit.

Nachdem er zwischen 1995 und 1999 drei Alben mit Mitchell Froom produzierte, was beim dritten Miteinander in gefährliche Routine abzukippen drohte, unternahm Sexsmith beim letzten Opus "Blue Boy" (2001) eine Kehrtwendung in Richtung "Twangtrust". Steve Earle und Ray Kennedy schneiderten ihm ein ungewohntes, aber dennoch hervorragendes, roots-getränktes Album auf den Leib.

Der neueste Streich kulminiert nun in der Zusammenarbeit mit der Londoner "Schweden-Connection" um den Produzenten Martin Terefe.
Dass die Nordlichter Pop-Musik beherrschen, wissen wir längst. Mastermind Terefe, den Ron bei der Zusammenarbeit zu einem Tribute-Sampler kennenlernte, entwickelt hier mit seinen schwedischen Musikern eine wiederum neue Herangehensweise. Sexsmiths Songs kommen in einem dezenten Electronica-Gewand, häufig beschwingt groovend, daher. Ähnlich wie bei Beth Orton wirkt das Ganze sehr belebend und spannend.

Das Streicher-Quartett der "Love Sponge Strings" sorgt bei den Balladen, wie z.B. The less I know, für das passende Sentiment. Der Spirit der Beatles wird wunderbar umgesetzt, so dass sich Paul McCartney eigentlich zu einem kollegialen Schulterklopfen aufraffen sollte.
Der Gospel-Chor bei Least that I can do gewinnt Sexsmiths Kompositionen eine weitere unbekannte Seite ab. Erhebend.
Der an Walk on the wild side erinnernde Scat-Gesang in These days, gepaart mit einem extrem tanzbaren Groove, prädestiniert diesen Titel für die nächste Privat-Party.
Selbst der 70's Disco-Rhythmus von Dragonfly on Bay Street gewinnt nach anfänglichem Stirnrunzeln mehr als einen Blumentopf bei mir.

Überhaupt hat hier jeder Song das gewisse Etwas, so dass sich diese Platte wohltuend aus der Masse der Singer-Songwriter-Veröffentlichungen hervorhebt. Insbesondere natürlich die "Kopf hoch-es wird schon irgendwie weitergehen"-Ballade Gold in them hills, die gleich mit zwei unterschiedlichen Arrangements aufwartet. Zum einen asketisch-schön, reduziert auf Stimme, Piano und Streicher und zum majestätischen Abschluss der CD, als Remix, mit der Gast-Stimme von COLDPLAYs Chris Martin und allerlei Beats und Synthesizer-Gezirpe. Zauberhaft.

Der meistenteils optimistische Ausblick, den Ron uns trotz seiner gerade hinter sich gebrachten Scheidung vermittelt, ist wahrlich dazu angetan, so manchem Tag doch noch etwas Positives abzugewinnen.
Wie im wirklichen Leben gehen Melancholie und Optimismus quasi Hand in Hand. Kommen wir so nicht alle ein kleines Stück voran?

Frank Ipach, 27.12.2002

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music