Rooney

Rooney

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.07.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Rooney
Rooney, Universal Music, 2004
Matthew Winter Bass
Taylor Locke Guitar, Vocals
Robert Carmine Guitar, Vocals
Ned Brower Drums, Vocals
Louie Stephens Guitar, Vocals
Produziert von: Keith Forsey & Brian Reeves Länge: 39 Min 06 Sek Medium: CD
1. Blueside7. Daisy Duke
2. Stay Away8. Sorry Sorry
3. If It Were Up To Me9. That Girl Has Love
4. I'm a Terrible Person10. Simply Because
5. Popstars11. Losing All Control
6. I'm Shakin' 

Wäre einer der fünf ROONEY Jungs mein Sohn, vermutlich klopfte ich mir laufend selbst auf die Schulter und verkündete die frohe Kunde vom grandiosen Album meines Bengels. Grad mal Anfang Zwanzig und schon so abgehangene Songs komponiert. Ja, da kann schon mal seinen Hut ziehen.
Da mein Höreindruck allerdings auf keinerlei verwandschaftlicher Beziehung basiert, entwickelt sich die Story nicht ganz so vorbehaltlos.

Anfänglich kaum beeindruckt von der arg eklektizistischen Vorgehensweise der Jungspunde, liess ich mich nach wiederholtem Hören jedoch eines Besseren belehren. ROONEY's Melodien entwickeln einen solchen ansteckenden Optimismus, verbreiten eine derart positive Stimmung, dass man letztlich dem jugendlichen Charme der Fünf erliegt.

Die Musiker mischen ihre verinnerlichten Rückbesinnungen auf die Glanzzeiten der Rockmusik (60's & 70's) zu einem feurigen Cocktail aus unwiderstehlichen Gesangslinien und herrlich knackenden E-Gitarren. Eine Menge BEACH BOYS haben sie wohl gehört, denn deren sonniges Gemüt umgarnt mich all zu oft. Überhaupt, die Unbeschwertheit der 60's Popmelodien durchzieht die ROONEY Songs wie ein roter Faden und verbindet sich problemlos mit den bratzigen, saftigen Rockgitarren, die eine leichte rotznasige Attitüde in den Vordergrund stellt. Hier schlagen die Verantwortlichen dann die Brücke zu Neuzeit-Bands wie WEEZER oder PHANTOM PLANET z.B.

Die Produktion der beiden altgedienten Keith Forsey und Brian Reeves (Billy Idol, Glenn Frey, Pat Benatar, Pet Shop Boys, Psychedelic Furs, Bob Seger u.a.) besitzt genügend Druck und die hinreichende Menge an Schmutz den es braucht, sich von den hochglanzpolierten Lackaffen des Mainstream-Popbusiness abzugrenzen. Vermutlich entwickelt sich ROONEY trotzdem zu einer Starband, denn die Zutaten ihrer Musik schreien förmlich nach Radioeinsatz.
Und die Boys sind schnuckelig genug, sie vermarktungstechnisch dem jungen Publikum im Musikfernsehen schmackhaft zu machen. Gleichwohl, die Songs präsentieren sich auf höherem Niveau als der oben genannte Durchschnitt. Sänger Robert Carmine wird nicht ohne Grund einen Satz wie "Was heutzutage als Pop angesehen wird, entspricht nicht meinen Vorstellungen", von sich geben.

Während der letzten vier Jahre spielten sich ROONEY in ihrem Heimatstaat Kalifornien regelrecht den Arsch ab, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn man dann solche namhaften Läden wie das "Roxy" und "Troubadour" ausverkauft, wird zwangsläufig einer der Plattenbossen hellhörig. Tja, und jetzt sind sie bei Geffen Records. 'Ne ganz ordentliche Wahl.

Rooney wissen scheinbar worauf es dem Rockpublikum ankommt. Keine gestelzte, selbstverliebte Darstellung talentloser Möchtegern-Musiker, sondern ehrliches Handwerk, welches mit schnoddriger Unbekümmertheit frisch zu Werke geht.
ROONEY liefern den idealen Soundtrack für ein unbeschwertes Wochenende am Baggerloch. Zwei Generationen wälzen sich in trauter Gemeinschaft auf der Wiese und trällern grinsend "Popstars":
"These are the words of the popstars - these are the words of the unsophisticated money machines for the killers of Rock and Roll". Hoffentlich lassen sie sich nicht selbst zu sehr vereinnahmen, die Lausbuben.

Frank Ipach, 02.07.2004

 

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