Royal City

Little Heart's Ease

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.07.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Royal City
Little Heart's Ease, Three Gut Records/Rough Trade, 2004
Jim Guthrie  
Lonnie James  
Simon Osborne  
Aaron Riches  
Produziert von: Royal City Länge: 43 Min 56 Sek Medium: CD
1. Bring My Father A Gift7. My Body Is Numbered
2. Jerusalem8. O Beauty
3. She Will Come9. Ain't That The Way
4. Count the Days10. That My Head Were A Spring
5. Can't You11. Enemy
6. Cabbage Rolls12. Take Me Down To Yonder River

ROYAL CITY aus Toronto, Kanada, werden in ihrer Heimat mit Lobeshymnen überschüttet. Immerhin waren sie schon für einen Juno Award (ähnlich dem U.S. Grammy) in der Kategorie "Best Alternative Album" nominiert.
Mit ihrem vorliegenden dritten Album kreieren sie erneut ihren so ganz eigenwilligen Kosmos aus Indie-Folk, Alternative-Country und verhaltenen Pop-Ausflügen. Man darf den Jungs um Songschreiber Aaron Riches sicher eine ganz eigene und spezielle Note attestieren. Und das macht sie schon mal von vornherein sympathisch.

Wenn die kanadische Presse Vergleiche zu stilprägenden Ikonen wie THE BAND, Leonard Cohen und Neil Young bemüht, ist das keineswegs falsch. Doch ROYAL CITY verarbeitet derlei Einflüsse auf höchst subtile Art. Sänger Aaron Riches überzeugt mit seiner eigenwilligen, technisch unfertigen, aber dennoch charismatischen Stimme und nicht gerade alltäglichen Songtexten. Inspirationsquell für den überzeugten Christen Aaron Riches ist sein derzeitiges Theologiestudium und die daraus resultierende kritische Auseinandersetzung mit dem Glauben in all seinen spirituellen und körperlich/fleischlichen Widersprüchen. Jenseits frömmelnden Bekehrertums vermitteln die Texte sozusagen eine interessante Sicht auf Gott und die Welt aus der Sicht eines jungen Kanadiers.

Das komplette Werk vermittelt eine eher ruhige und gelassene Atmosphäre, wobei deutlich optimistischere Töne als auf dem Vorgängeralbum ("Alone at the microphone") angeschlagen werden. Songwriter Riches umschreibt das folgendermaßen: "If the last record was a journey into the darkness of spirituality, I think that the new record is more of a journey into the light. It lacks all of the terror of 'Alone At The Microphone'."

Die neuen Titel wie She will come und Count the days tendieren tatsächlich zu einem unterschwelligen Dance-Groove und lockern gemeinsam mit dem beschwingten Westcoast-infizierten Country-Rock (den BYRDS nicht ganz unähnlich) Can't you die besinnliche Stimmung etwas auf. My body is numbered erinnert sogar an die längst vergangenen "Hollywood Town Hall"-Tage der JAYHAWKS. Im Refrain von Ain't that the way lassen sich gar süssliche Reminiszensen an Simon & Garfunkel heraushören. Soviel zum stilistischen Abwechslungsreichtum dieser Scheibe.

Das Wohltuende an dieser Platte ist auch und gerade die völlig unprätentiöse Produktion, die dem Hörer ein authentisches Live-Feeling vermittelt und ihn durch seine spröde Schönheit ins Zentrum des Sound-Geschehens zieht.

ROYAL CITY etablieren sich mit diesem gelungenen Album als ernstzunehmende Künstler auf hohem Niveau und sei allen Fans der obengenannten Artisten und Genres wärmstens empfohlen. Hier gibt's was zu endecken, Herrschaften.

Frank Ipach, 03.07.2004

 

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