Royal Hunt

Paper Blood

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.07.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Royal Hunt
Paper Blood, Frontiers Records/Soulfood, 2005
Andre Andersen Keyboards
John West Vocals
Marcus Jidell Guitar
Kenneth Olsen Drums
Produziert von: Andre Andersen Länge: 56 Min 31 Sek Medium: CD
1. Break Your Chains6. SK 983
2. Not My Kind7. Kiss Of Faith
3. Memory Lane8. Paper Blood
4. Never Give Up9. Season's Change
5. Seven Days10. Twice Around The World

ROYAL HUNT gibt's ja nun schon ein paar Tage, und am Anfang ihrer Karriere (noch mit DC Cooper am Mikrofon) waren sie auch mal richtig gut und innovativ, in ihrer Heimat Dänemark räumen sie wohl richtig ab, in unserem Ländle dümpeln sie eher so dahin.

Ihr neustes Werk jedoch kann man getrost als "Tribute to Jon Lord" verkaufen. Mastermind und Keyboarder Andre Andersen schaffte es, alle Stücke so was mit irrwitzigen Keyboardläufen voll zu pappen, dass es keinen Spaß mehr macht zu lauschen, es sei den man heißt Franz Lambert. Anstatt Gitarrensolos gibt's niemals endende Keyboardsolos, die nicht überragenden, aber immerhin passablen Rocksongs, die sich unter dieser Wand von Geklimpere und Gedüdel verbergen, gehen verloren, selbst die Vocals von Sänger John West scheinen in den Hintergrund gemixt (und der ist gar nicht mal schlecht, wie man weiß!).

Break Your Chains, Never Give Up oder Not My Kind zum Beispiel sind nette Mainstream Nummern, zwar alles schon mal dagewesen und von Bands wie DOKKEN oder wie PRETTY MAIDS 1000x besser interpretiert, aber dennoch. immer wieder diese ausladenden Keyboards... meine Güte. Hoffentlich fällt die Platte nie den Amis in die Hände, die könnte glatt METALLICAs Enter Sandman als Folterinstrument ablösen.

Das ganze gipfelt dann noch in zwei instrumentale Songs, Memory Lane und SK983, in denen Mr. Andersen die Tasten dermaßen quält, dass sich meine Plomben verabschieden möchten. Nachbars Katze rannte jaulend in die Ferne und wurde seitdem nicht mehr gesichtet. Die Ansammlung hoher Töne in willkürlicher Reihenfolge waren wohl selbst für das Vieh zuviel.

Ich erspare mir auch weiteres Leid, mach den Player aus und lausche der Stille. welche Wohltat.
Absolut Finger weg, es sei den man steht auf Keyboardwichserei, oder ist ein so loyaler Fan der Band, dass man alles im Schrank haben muss.

Jörg Litges, 03.07.2005

 

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