Royal Southern Brotherhood

Songs From The Road - Live In Germany

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 10.12.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues, Soul, Jam Rock

Links:

Royal Southern Brotherhood Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Royal Southern Brotherhood
Songs From The Road - Live In Germany, Ruf Records, 2013
Cyril NevilleVocals, Percussion
Devon AllmanVocals, Guitar
Mike ZitoVocals, Guitar
Charlie WootonBass
Yonrico ScottDrums
Produziert von: Ulrike Gulden-Sanders & Thomas Ruf Länge: (DVD) 73 Min 00 Sek Medium: CD & DVD
CD:
01. Fired Up!07. Band Introductions
02. Hurts My Heart08. Ways About You
03. Gotta Keep Rockin'09. Sweet Jelly Donut
04. Moonlight Over The Mississippi10. New Horizons
05. Left My Heart In Memphis11. All Around The World
06. Fire On The Mountain12. Gimme Shelter
DVD:
01. Fired Up!07. Ways About You
02. Hurts My Heart08. Sweet Jelly Donut
03. Gotta Keep Rockin'09. New Horizons
04. Moonlight Over The Mississippi10. All Around The World
05. Left My Heart In Memphis11. Sweet Little Angel
06. Fire On The Mountain12. Gimme Shelter
Bonus:
Interview
Unplugged Track Fired Up!
Bass & Drum Solo

Da hat sich aber auch eine gar königliche Gesellschaft zusammengefunden! Eine royale Groove-Abteilung, eine Rhythmus-Maschine obersten Ranges. Wenn es stimmt, dass die NEVILLE BROTHERS und die ALLMAN BROTHERS nie zusammenkamen - wie Cyril Neville im Interview auf der DVD erzählt - dann weiß man doch inzwischen, wie sich das angehört hätte. Und zwar seit das beeindruckende Debütalbum erschien und allerspätestens mit diesem Live-Album, welches die Band in der Bonner Harmonie, am 12. Oktober 2012, aufgenommen hat.
Wie gesagt findet sich das Interview mit Cyril Neville, Devon Allman und Mike Zito auf der DVD-Abteilung dieser Veröffentlichung, die unter dem "Songs From The Road"-Oberbegriff der Plattenfirma Ruf Records läuft. Diese lockere Reihe hat uns ja schon einige tolle Live-Mitschnitte beschert. Wie erst kürzlich die packende Performance von Joanne Shaw Taylor.

Und die DVD ist und sollte euer bevorzugter Griff in die Hülle hier sein. Wenn auch die Audio-Scheibe die Qualitäten der Fünf transportiert, kommt es doch um einiges besser, wenn man die Kerle auf der Bühne sieht. Zumal das gut inszeniert ist und die anscheinend volle Harmonie zur Atmosphäre beiträgt.
Es wummert auch gleich prächtig, wenn die Band mit Fired Up! den Set eröffnet. Allman qeutscht wundervolle Töne aus seinem Wah-Wah-Pedal und bereits jetzt groovt die Musik herrlich. Hinter diesem Einstieg hätte man auch diverse Jam-Bands vom Schlage GOV'T MULEs vermuten können und die Tatsache, dass Cyril Neville fast als zweiter Schlagzeuger agiert, rückt das Ding natürlich nahe an die ALLMAN BROTHERS Ecke. Ein kurzer "Drum-Battle" wird denn auch gleich in den Opener integriert.
Wenn Mike Zito federführend ist, wie in Hurts My Heart, wird es meist rifforientierter, der Gesang klingt mehr nach Southern Rock und es geht etwas straighter zu. Der Background-Gesang seiner Kollegen bereichert auch diesen Song ungeheuer. Wobei auch Drummer Yonrico Scott mitsingt und gleichzeitig einen verdammt geilen Rhythmus erzeugt. Dazu schneidet er noch Grimassen, die sein Engagement unterstreichen und auch ihn zu einer Attraktion machen.
Mike Zitos Soli haben nicht die "Flüssigkeit" derer von Devon Allman, aber sie entbehren nicht der nötigen Kraft und Zielstrebigkeit. Die Band wird schnell ausgelassener und bei dem Swamp-Funk-New Orleans-Groover Moonlight Over The Mississippi hat Neville schon das Mikro aus der Halterung genommen und tanzt beim Singen über die Bühne.

Es folgt die wundervolle Southern Soul-Ballade Left My Heart In Memphis, die ein absoluter Ohrwurm ist. Man mag kaum glauben, wie relativ kurz diese Band erst zusammen ist. Das Zusammenspiel ist schon so eng verzahnt wie sonst erst nach jahrelangem gemeinsamen Spielen. Hier könnte ich mir erstmals eine Orgel als Zusatz vorstellen. Ansonsten fehlt es an nichts.
Ein weiterer Ohrwurm ist zweifelsfrei Fire On The Mountain, zu dem Mike Zito ein raues Slide-Solo beisteuert, während Cyril diese swingend-groovende New Orleans-Nummer antreibt. Wenn sich dann Allman und Zito zum glühenden Harmony-Solo am Bühnenrand einfinden, brennt nicht nur der Berg, das kann ich euch sagen!
Die Erholung kommt mit dem ruhigeren Ways About You, wenn Zito auch im Solo-Teil wieder etwas heftiger hinlangt. Da kommen wir schon wieder ziemlich weit in GOV'T MULE-Gefilde.
Die Hitze im Saal muss immer größer geworden sein, aber trotzdem geht das Publikum immer mehr mit und bei All Around The World wird schon mitgeklatscht wie bei einem Evergreen. Eine ansteckende Atmosphäre, die sich bis zum Schluss hält. Dieser Schluss wird von einer leicht swingenden Cover-Versionen von Gimme Shelter bestimmt und erwartungsgemäß geht’s da noch mal richtig ab. Ein toller Auftritt, der dem Fan von Blues, Soul, Southern und Jam Rock hier konserviert wurde.
Im Bonus dann noch oben genanntes Interview, eine witzige Version von Fired Up! - ganz ohne "richtige Instrumente" und das Bass & Drum Solo, welches einem aus dem eigentlich Auftritt wohl vorenthalten wurde und zum Glück hier zeigt, welche geniale Einheit Charlie Wooton am Bass und Yonrico Scott am Schlagzeug sind. Das kommt schon einer Lehrstunde gleich, was die beiden da veranstalten. Auch hier: grandios!
Irgendwo hatte man es erwartet, aber dass dieser Live-Mitschnitt so gut werden würde, hätte ich doch nicht gedacht. Noch mehr ärgert es mich, dass ich die Band regelmäßig verpasse!

Epi Schmidt, 07.12.2013

 

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