Royal Southern Brotherhood

The Royal Gospel

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.08.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues Rock, Soul

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Royal Southern Brotherhood
The Royal Gospel, Ruf Records, 2016
Cyril NevillePercussion, Vocals
Bart Walkerlectric and Acoustic Guitars, Vocals
Tyrone VaughanElectric Guitar, Vocals
Darrell PhillipsBass Guitar, Backup Vocals
Yonrico ScottDrums, Percusion
Norman CaesarHammond B3
Produziert von: David Z Länge: 55 Min 15 Sek Medium: CD
01. Where There's Smoke There's Fire07. Face Of Love
02. I've Seen Enough To Know08. Land Of Broken Hearts
03. Blood Is Thicker Than Water09. Spirit Man
04. I Wonder Why10. Hooked On The Plastic
05. I'm Coming Home11. Can't Waste Time
06. Everybody Pays Some Dues12. Stand Up

Hatte ich unlängst, mit der HONEY ISLAND SWAMP BAND, noch Konkurrenz im eigenen (RUF Records-) Lager entstehen sehen, melden sich kurz darauf die Originale wieder zu Wort. Wobei das ja nun auch nicht mehr “die Originale“ sind, wenn man berücksichtigt, dass die Band bereits ein paar Wechsel in der Besetzung hatte.
Die aktuelle Truppe scheint sich aber gefunden zu haben und strahlt eine Harmonie aus, die sich auch in ihrer Musik ausdrückt. Besonders Bart Walker und Cyril Neville sind da in kürzester Zeit zu richtigen “Soul-Brothers” zusammengewachsen.
Da passt ein Albumtitel wie “The Royal Gospel“ natürlich dazu. Allerdings geht es mit Where There’s Smoke There’s Fire überraschend rockig los. Direkt hard-rockig kommen die Riffs, leicht abgemildert durch Norman Caesars Hammond B3 und beflügelt durch Walkers Leadgitarre.
Das folgende I’ve Seen Enough To Know befördert uns direkt in den Sound der 1970er Jahre und den Soul und funky Groove aus jener Zeit. Bereits hier muss man die Produktion von David Z loben. Ganz klasse, wie der Sound stimmig aus den Boxen kommt.

Das macht sich natürlich besonders bei solch vielschichtigen Nummern wie Blood Is Thicker Than Water bemerkbar. Einer der Songs, die man häufig hören muss, damit sich ihr ganzes Potenzial erschließt. So viele Sounds und Stile vereinen sich hier zu einem Gebräu, welches ganz wunderbar vor sich hin brodelt und den Hörer hypnotisiert. Ja, spätestens so bei Minute Fünf, denkt man ein paar andere Brüder…
Der wabbernde Swamp-Sound in I Wonder Why erinnert an John Fogerty, bzw. dessen einstmalige Band. Da kommt man bereits beim Zuhören ins Schwitzen. Ähnlich ergeht’s einem bei I’m Comin‘ Home , nur dass hier der Blues eine etwas größere Rolle spielt.
Die Kombination aus funkiger Gitarre, boogie-beeinflusstem Rhythmus und Gospel-Background sorgt in Everybody Pays Some Dues für wippende Füße und schaukelnde Schultern. Es ist auch egal, wer gerade die Lead-Stimme singt, denn das kommt tatsächlich bei Jedem perfekt rüber.
Und das auch – oder besonders – bei akustisch gehaltenen Stücken, wie Face Of Love. Könnte sogar der Ohrwurm der Scheibe werden.

Rockiger klingt es dann wieder im Land Of Broken Hearts. Da dominieren die E-Gitarren und werfen manches derbe Riff in den Ring. Muss man laut hören!
Und die Regler gleich oben lassen, für den Blues-Boogie Spirit Man. Schmerzverzückt lauscht man dem Gesang und der Slide-Gitarre, die einen tief ins Mississippi-Delta reinziehen.
Trotz der Verbundenheit zu traditionellen Musikstilen, hat man den Blick für aktuelle Themen nicht verloren, was man mit Hooked On The Plastic ebenso untermauert, wie mit Can’t Waste Time. Beides funkige Dancenummern, die aber auch zum Nachdenken einladen.
Das Album gipfelt in der höllisch groovenden Mitmach-Nummer . Cyril Neville erklimmt hier den Soul-Gipfel, um danach zu einer rasanten Talfahrt anzusetzen. Meine Herren, da geht aber die Post ab!
Da hat die südstaatliche Bruderschaft mal wieder gezeigt, was sie auf der Pfanne hat und davon kann man sich in Kürze auch noch live überzeugen. Eine absolut heiße Mischung!

Epi Schmidt, 07.08.2016

 

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