RPWL

The RPWL Live Experience

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 18.08.2009
Jahr: 2009
Stil: Neo Prog

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


RPWL
The RPWL Live Experience, Metal Mind Productions, 2009
Yogi LangVocals & Keyboards
Kalle WallnerGuitar & Vocals
Chris PostlBass & Vocals
Markus JehleKeyboards
Marc TauriauxDrums
Produziert von: Tomasz Dziubinski Länge: 113 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Hole In The Sky08. Opel
02. Breathe In, Breathe Out09. Waiting For A Smile
03. 3 Lights10. Trying To Kiss The Sun
04. Start The Fire11. Wasted Land
05. Silenced12. Roses
06. This Is Not A Prog Song13. Biding My Time
07. Sleep14. I Don't Know

Wenn ich hier vor kurzem noch über Polen als das neue Land des Prog geschrieben habe, gilt das nicht nur für Bands wie QUIDAM, INDUKTI und RIVERSIDE, sondern auch zunehmend für die Infrastruktur. Denn es gibt z.B. in Kattowitz mit dem Schlesischen Theater nicht nur eine hervorragende Location für Progbands, sondern dort auch die geeigneten technischen Mitarbeiter, um die Rahmenbedingungen für einen professionellen Mitschnitt zu gewährleisten. Dies haben angesichts des diesjährigen Metal Mind ProgRockfestivals zahlreiche Bands wie zum Beispiel das DEEEXPUS PROJECT genutzt, um DVD-Produktionen zu erstellen. Nun liegt also auch der diesbezügliche Silberling von RPWLvor.

Das Konzert der Freisinger Band vom 17.02.2009 bildet dabei natürlich den Mittelpunkt der DVD. Die Setlist ist ziemlich gut gemischt, favorisiert also nicht den letzten Release (was der Titel der DVD ja nahe legen könnte). Tatsächlich wird auch den frühen Jahren ihr recht eingeräumt, indem es auch Cover von PINK FLOYD (Biding My Time) bzw. SYD BARRETT (Opel) zu hören gibt. Im Vergleich zu den in letzter Zeit nicht nur bei Fernsehaufzeichnungen (Rockpalast!), sondern auch DVD-Produktionen oftmals zu beklagenden hektischen Schnitten und waghalsigen Kamerafahrten, gibt es hier wohltuend ruhige Einstellungen, toll eingefangene Sets und Lichteffekte und eine durchdachte Bildgestaltung. Edel, dunkle Farbtöne herrschen vor und es gibt immer mal wieder (auch live genutzte) Einspielfilmchen als Überblendungen. Der Klang bietet, zumindest bei meinem bescheidenen Equipment, keinerlei Anlass zum Meckern. Allerdings ist das Publikum, was allerdings bei der Musik auch kein Wunder ist, eher andächtig und ziemlich gesittet, das Teil taugt also nur bedingt zur Partyscheibe.

RPWL präsentiert sich mit den gewohnten Vor- und Nachteilen: Man wird sicherlich keinen Innovationspreis mehr gewinnen und Yogi Lang als Leadsänger ist (im Gegensatz zu seinen unbestreitbaren Qualitäten am Synthie) einfach Geschmackssache. Andererseits ist Hole In The Sky immer noch zum Niederknien schön, es gibt tolle, floydige Sounds und hübsche Soli von Wallner und Jehle (z.B. bei 3 Lights) und jede Menge Wohl(fühl)klang für die NeoProg-Fraktion. Also ein richtig guter Liveeindruck für Fans und Newbies – sofern es diesen nach “Start The Fire“ noch bedurfte. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit (und da gibt es, wie oben ausgeführt, eigentlich nix zu kritteln).

An Extras gibt es ein Interview mit Yogi Lang und Kalle Wallner, ein Video von Breathe In, Breathe Out, ein (wie üblich eher überflüssiger) kurzer Tourfilm mit der Demoversion von Sleep inklusive und einige Bildergalerien und Infos über Bandhistorie und Diskographie samt Websites und Desktopbildern. Insgesamt also eine mehr als anständige Angelegenheit mit mehr als anderthalb Stunden Konzert und noch einmal fast vierzig Minuten Extras.

Ralf Stierlen, 17.08.2009

 

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