Running Wild

Blood On Blood

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.10.2021
Jahr: 2021
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 55:39
Produzent: Rock N‘ Rolf

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Plattenfirma: SPV

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Manowar

Kiss

Titel
01. Blood On Blood
02. Wings Of FIre
03. Say Your Prayers
04. Diamonds And Pearls
05. Wild And Free
 
06. Crossing The Blades
07. One Night One Day
The Shellback
09. Wild Wild Nights
10. The Iron Times 1618 - 1648
Musiker Instrument
Rock N’ Rolf Gesang & Gitarre
Peter Jordan Gitarre
Ole Hemplemann Bass
Michael Wolpers Schlagzeug

Aus dem hohen Norden Deutschlands – präziser aus Hamburg – kommt die deutsche Metal-Kogge RUNNING WILD wieder unter vollen Segeln und frischem Rückenwind in Form von “Blood On Blood“ daher. An Bord sind neben dem Kapitän Rock N‘ Rolf Kasparek natürlich wieder der erste Offizier Peter Jordan, der für die Lead-Gitarren zuständig ist. Und Ole Hemplemann (Bass) sowie Michael Wolpers (Schlagzeug) sorgen dafür, dass das Schiff fünf Jahre nach dem letzten akustischen Lebenszeichen “Rapid Foray“ wieder mit ordentlich Dampf unterwegs ist.

Musikalisch segeln RUNNING WILD denn auch auf dem neuesten Werk wieder in den vertrauten Gewässern des traditionellen Heavy Metal mit eingängigen Gesangsmelodien. Allerdings schlägt das Qualitätspegel in diesem Fall wieder deutlicher in Richtung der guten alten Zeiten Ende der 1980er und Anfang der 90er Jahre aus. Nachdem der Up-Tempo-Opener Blood On Blood das Album solide eröffnet hat, gibt es mit Wings Of Fire und Say Your Prayers die ersten kleinen Mini-Hymnen, die sich be künftigen Live-Auftritten dann auch sehr gut in die jeweiligen Live-Sets einfügen werden. Das Gleiche gilt denn auch für Diamonds And Pearls, das tempotechnisch dann aber wieder auch eine Schippe drauflegt, dabei aber wieder eine typische RUNNING WILD-Melodie zu bieten hat, die schnell im Ohr hängen bleibt.

Bei einer Nummer wie Crossing The Blades schleicht sich dann ein leichtes MANOWAR-Feeling ein, insbesondere wenn man den Text beachtet. Und wo das noch passend ist, da überschreiten RUNNING WILD anschließend bei One Night One Day die Grenze des guten Metal-Geschmacks doch sehr und bewegen sich in sehr seichtes Shanty-Schlager-Gewässer, das auch SANTIANO und Co. nicht flacher befahren könnten. Sorry Käpt'n Kasparek, aber da hätte eine bei jedem anderen Piratenschiff schon längst eine Revolte der Mannschaft stattgefunden. Zum Glück bekommt die Kogge anschließend mit der Single The Shellback wieder ordentlich Wind in die Segel gepustet und kann die kleine Zwischen-Flaute wieder vergessen machen.

Mit dem kleinen Zwischenspurt Wild Wild Nights, das mich interessanterweise ein wenig an KISS Mitte der 80er Jahre zu deren “Crazy Nights“-Phase erinnert kommt die Scheibe dann zu ihrem verdienten Höhepunkt: dem abschließenden Epos The Iron Times 1618 – 1648. In zehneinhalb überraschend kurzweiligen Minuten thematisieren hier Kasparek & Co. den 30-jährigen Krieg, Dabei kann insbesondere auch Lead-Gitarrist Peter Jordan mit ein paar sehr feinen Solo-Spots begeistern. Damit beschließen RUNNING WILD dann ein – mal abgesehen von einer Ausnahme – sehr stimmiges Album. Die Fans können sich wieder auf einige starke Songs von von Deutschlands Metal-Kogge freuen. Die Band hat den Lockdown auf jeden Fall gewinnbringend genutzt und kann jetzt mit zusätzlichem Rückenwind in die Zeit danach starten.

 

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