Running Wild

Ready For Boarding

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 29.05.2022
Jahr: 2022
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 89:33
Produzent: Barry Grint

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Plattenfirma: BMG

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Helloween

U.D.O.

Kreator

Sodom

Titel
CD: Live In Munich, Nov. 1987 - Länge: 43:56
01. Hymn Of Long John Silver
02. Under Jolly Roger
03. Genghis Khan
04. Raise Your Fist
05. Purgatory
06. Mordor
07. Diabolic Force
08. Raw Ride
09. Adrian (S.O.S.)
10. Prisoner Of Our Time
 
DVD: Death Or Glory Tour Live - Düsseldorf, Oct. 1989 - Länge: 45:37
01. Intro
02. Riding The Storm
03. Bad To The Bone
04. Raw Ride
05. Raging Fire
06. Tortuga Bay
07. Uaschtschun
08. Bass Solo
09. Conquistadores
10. Prisoner Of Our Time
Musiker Instrument
Rock ‘n‘ Rolf Gesang & Gitarre
Maik Moti Gitarre & Gesang
Jens Becker Bass & Gesang
Stefan Schwarzmann Schlagzeug & Gesang

Ende der 1980er Jahre gehörten RUNNING WILD zur absoluten Speerspitze des deutschen Heavy Metal, zusammen mit HELLOWEEN, U.D.O. oder bei der härteren Gangart auch KEATOR und SODOM. Gerade mit den Alben “Under Jolly Roger“ (1987), “Port Royal“ (1988) und “Death Or Glory“ (1989) hatten Rolf Kasparek (ab dann eigentlich nur noch als Rock ‘n‘ Rolf bekannt) & Co, einen echten Lauf hingelegt, der sie auch in den Charts (die damals für Metal-Bands noch schwer zu knacken waren) prominent platzierte. Dass die Band aber nicht nur im Studio stark war, das bewiesen die vier Musiker dann mit dem Live-Album “Ready For Boarding“ – aufgenommen auf der “Under Jolly Roger“-Tour in München – sowie dem Videomitschnitte von der “Death Or Glory“-Tournee aus Düsseldorf. Im Zuge der Neuveröffentlichung, der teilweise vergriffenen Werke der Band, werden diese beiden Veröffentlichungen nun als Paket neu aufgelegt.

Den Auftakt macht dabei die Live-CD “Ready For Boarding“. Aus heutiger Sicht mag der Sound ein wenig dumpf erscheinen, aber für damalige Verhältnisse ging das vollkommen in Ordnung und zeigte die Band energiegeladen und spielerisch top. Die Setlist war eine „Best Of-Zusammenstellung“ der bisherigen Alben und legte keinen zu großen Schwerpunkt auf das aktuelle Werk, von dem mit Under Jolly Roger und Raise Your Fist nur zwei Songs hier erscheinen. Hier bekamen die Fans wirklich einen gut sortierten und stark präsentierten Überblick über das, was RUNNING WILD bis zu diesem Zeitpunkt schon veröffentlicht hatten. Und wer die Band noch nicht live erlebt hatte, der musste wohl zugeben, dass die Hanseaten auf der Bühne wirklich eine Macht waren.

Noch deutlicher wurde dies dann zwei Jahre später, als die Band ihren Auftritt im altehrwürdigen Tor 3. Natürlich ist die Qualität des Videomaterials (verglichen mit dem, was man sonst heute so serviert bekommt) nicht die Beste, wie könnte sie auch nach mehr als 30 Jahren? Aber es ist ja gerade der Reiz dieser historischen Aufnahmen, der das Besondere an dieser Veröffentlichung ausmacht. Man kann hier RUNNING WILD wirklich noch mal in ihrer absoluten Hochphase erleben und genießen. Die Band präsentiert sich in blendender Spiellaune, aber zugleich auch extrem professionell. Der Sound ist sehr gut (vielleicht sogar zu gut für eine Live-Situation, aber auch das gehört eben zur Professionalisierung der Band).

Die Setlist der DVD ist leider auf zehn Songs und nur gerade mal 45 Minuten Spielzeit gekürzt, so dass hier viele Klassiker fehlen, die noch auf dem CD-Mitschnitt enthalten sind. Insofern ergänzen sich die beiden Scheiben hier wirklich sehr gut, wenn man sich auch wünschen würde, dass auch die Tonspur der DVD es auf eine CD und in dieses Paket geschafft hätte. Das wäre dann wirklich das i-Tüpfelchen gewesen. Aber auch so ist die Wiederveröffentlichung wirklich gelungen.

“Ready For Boarding“ (also das Gesamtpaket hier) ist eine tolle Veröffentlichung für all diejenigen, die immer schon Fans der Band waren (aber dieses Album oder die DVD nicht besitzen) sowie alle Fans des deutschen Heavy Metals aus den späten 80er und frühen 90er Jahre. Hier kann man noch einmal authentisch in diese Zeit eintauchen und eine der prägenden deutschen Bands aus dieser Phase noch einmal „bewundern“. Eine wirklich herrliche Zeitreise.

 

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