Runrig

Day Of Days

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Runrig
Day Of Days - The 30th Anniversary Concert, Columbia, 2004
Bruce GuthroVocals, Acoustic Guitar
Rory MacDonaldVocals, Bass, Acoustic Guitar
Malcolm JonesGuitars, Accordion, Midi Pipes, Vocals
Brian HurrenKeyboards, Vocals
Calum McDonaldPercussions, Vocals
Ian BayneDrums
Gäste:
Glasgow Islay ChoirVocals
Kirsten GrantFiddle
Duncan ChristholmFiddle
Phil MounseyPiano
Peter WishartPiano
Produziert von: Runrig Länge: 77 Min 30 Sek Medium: CD
1. Going home9. The stamping ground
2. Hearthammer10. Maymorning
3. Protect and survive11. Faileas air an airigh
4. Big sky12. Book of golden stories
5. Hearts of olden glory13. Day of days
6. Siol ghoraidh14. All the miles
7. Proterra15. A reiteach
8. Running to the light

"Day Of Days" ist das mittlerweile vierte Live-Album der Schotten RUNRIG. Stochern wir also zunächst etwas im Staub der Geschichte um dieses Album im bandhistorischen Kontext entsprechend einordnen zu können.

1988 erschien die LP "Once in a lifetime", ein Album, dass für mich die Liveplatte schlechthin ist, nicht nur für RUNRIG, sondern generell. Vor allem ab dem fünften Song Going home entfaltet dieses Album eine von keiner anderen Band je erreichte Tiefe und Intensität, die sich über Cnoc na faille, Nightfall on Marsco/'S tu mo leannan und Skye bis zum grandiosen Finale Loch Lomond/Hearts of olden glory erstreckt.
"Transmitting live" war 1994 dagegen ein Paradebeispiel für ein Live-Album, das man besser nicht veröffentlichen sollte. Zwölf Songs, wahllos und willkürlich bei diversen Konzerten verschiedenster Größenordnung mitgeschnitten und lieblos aneinander gereiht. Dazu lassen sich die Versionen, die an die Studiooriginale heranreichen mühelos an einer Hand abzählen. Die Band wurde in einer ihrer schwächeren Phasen kalt erwischt, was um so mehr erstaunt, wenn man an die grandiosen Konzerte des Jahres 1993 im Rahmen der "Amazing things"-Tour zurück denkt.

Wieder sechs Jahre später. Im Jahr 2000 erschien "Live at the Celtic Connections" und in Anbetracht der kreativen Durststrecke, die die Band damals durchmachte, und die sich in erschreckend schwachen Studioalben wie "Mara" und "In search of angels" manifestierte, war das Schlimmste zu befürchten. Aber, oh Staunen, oh Wunder, das erste offizielle Live-Dokument mit Donnie Munro-Nachfolger Bruce Guthro konnte sowohl durch eine weitestgehend gelungene Songauswahl als auch durch die kompetente Umsetzung einer Band in Hochform überzeugen.

Vergangenes Jahr feierten RUNRIG mit einem Konzert an geschichtsträchtiger Stelle auf der Castle Esplanade von Stirling Castle ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Mit "Day of days" holt die Band nach, was man 1997 an gleicher Stelle bei den Abschiedskonzerten Donnie Munros versäumte: Diese besonderen Shows in Form eines amtlichen Live-Mitschnitts der Nachwelt zu erhalten.

"Day of days" ist nicht perfekt und reicht erwartungsgemäß auch nicht an "Once in lifetime" heran. Um ersteres zu erreichen, hätte man die komplette Show auf zwei CDs veröffentlichen müssen, letzteres wäre schlicht und ergreifend zu viel verlangt gewesen.
In seiner vorliegenden Form kann "Day of days" trotzdem auf ganzer Linie überzeugen. Auch wenn nur zwölf Stücke des Stirling-Konzertes Berücksichtigung fanden, so überzeugt die Songauswahl und vermittelt trotz der Auslassungen einen durchgängigen und stimmigen Eindruck der Show.

Bei diesem Mitschnitt geht es nicht darum, die beliebtesten Songs einer Band live zu veröffentlichen, sondern einzig und allein RUNRIG genau zu einem besonderen Anlass live einzufangen und zu dokumentieren.
Auf ihre alten Tage entdecken RUNRIG mehr und mehr ihre Leidenschaft dafür, ihre Songs auf der Bühne in stark zu den Studioproduktionen variierenden Versionen darzubieten. "Day of days" enthält einige dieser neu arrangierten Livevariationen, die man als Fan der Band natürlich unbedingt in seiner Sammlung haben möchte.
Das beginnt mit der mutigen Bruce Guthro-Version von Going home zum Einstieg und findet in einer treibenden Version von Hearthammer, mit neuer einleitenden Sequenz, seine Fortsetzung. Über Hearts of olden glory in neuem Gewand darf man durchaus geteilter Meinung sein, doch dafür entschädigt die über zehnminütige Mammutversion von Maymorning mit gälischem Singalong-Part und Bandvorstellung bei weitem. Grandios auch das neue Livearrangement von Book of golden stories, das die Studioversion doch sehr blass erscheinen lässt.

Abgerundet wird "Day of days" durch drei akustische Stücke, die Ende 2003 auf der "Proterra"-Tour in Melrose mitgeschnitten wurden. Eine feine Zugabe, wenngleich das Publikum doch sehr stark in den Hintergrund gemischt wurde. Dies wird jedoch durch die grandiosen Versionen von A reiteach und dem namensgebenden Day of days spielend wett gemacht.

"Day of days" ist weniger ein Album um sich neue Anhänger zu erschließen, als vielmehr ein schönes 'Geschenk' für Fans der Band, die RUNRIG irgendwann in den letzten zwölf Monaten - vielleicht sogar vor Ort in Stirling - live erlebt haben und nun in den heimischen vier Wänden noch einmal in Erinnerungen an großartige Konzerte schwelgen wollen.

Martin Schneider, 05.06.2004

 

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