Rush

2112 And Moving Pictures - Classic Albums

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 20.11.2010
Jahr: 2010
Stil: Progressive Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Rush
2112 And Moving Pictures - Classic Albums, Eagle Rock, 2010
Geddy LeeGesang, Bass & Keyboards
Alex LifesonGitarre
Neil PeartSchlagzeug
Produziert von: Martin R. Smith Länge: 112 Min 12 Sek Medium: DVD
01. Intro11. Influences
02. Before 211212. Something For Nothing
03. 211213. This Is Not A Drum Solo (Neil Warms Up)
04. A Passage To Bangkok14. Geddy On Neil & Alex
04. The Twilight Zone15. Neil On Geddy & Alex
05. Move To Moving Pictures16. Red Barchetta
06. Red Barchetta17. Neil Waxes Lyrical
07. YYZ18. Tom Sawyer
08. Tom Sawyer19. Alex On Geddy & Neil
09. Limelight20. Why YYZ?
Bonus Section
10. 2112 Overture

Das kanadische Trio RUSH gehört unbestritten zu den wichtigsten Bands im Progressive Rock und im Backkatalog der Gruppe stechen sicherlich viele hervorragende Alben heraus, aber sie alle – egal wie gut – werden in ihrer Bedeutung noch überboten durch zwei LPs aus den frühen Tagen von RUSH: “2112“ und “Moving Pictures“ haben nicht nur die Karriere von Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart definiert, sondern auch Legionen von Musikern auf der ganzen Welt fundamental beeinflusst und Millionen von Fans unzählige Stunden puren Glücks beschert.

Kein Wunder also, dass sich die Reihe “Classic Albums“ gerade diese beiden Werke vorgenommen hat (meines Wissens nach wird auch zum ersten Mal eine Band mit gleich zwei Alben in diese Reihe aufgenommen), um mit einem detaillierten, fundierten, informativen und überraschend humorvollen Bericht der Welt die Entstehungsgeschichte dieser beiden Meisterwerke nahe zu bringen. Das liegt natürlich zunächst einmal an den einzelnen Bandmitgliedern selbst, die hier offen über ihre Musik sprechen, Passagen nicht nur erklären, sondern direkt vorspielen. Hier wird dem geneigten Musikfan auch verdeutlicht, welche Kleinigkeiten aus einem guten einen großartigen Song machen.

Dass die Wahl auf “2112“ und “Moving Pictures“ fiel dürfte wohl den meisten RUSH-Fans klar sein, bedeutete ersteres Album den Wandel von der recht straighten, typisch in den 60er und 70er Jahren verwurzelten Hard-Rock-Band hin zum Prog-Rock, den RUSH in den folgenden Jahren und Jahrzehnten mitprägen sollten. Und “Moving Pictures“ führte RUSH ein gutes Stück weit aus der „Nische Prog“ heraus und machte die Kanadier zu weltweiten Stars. Zudem deutete das Album schon die Öffnung in Richtung New Wave und Synthesizer-Pop an, die sich auf den späteren Alben noch deutlicher herauskristallisieren sollte. Insofern sind diese beiden Alben nicht nur musikwissenschaftliche Klassiker, sondern auch für die Band selbst Markensteine und Wendepunkte ihrer persönlichen Geschichte.

Auf der DVD kommen neben Alex Lifeson (Gitarre), Geddy Lee (Gesang & Bass) sowie Schlagzeuger und Texter Neil Peart auch noch der damalige Haus-Produzent Terry Brown, Manager Ray Daniels, Cliff Burnstein von der Plattenfirma und ein Professor of Intellectual History zu Wort. Dabei darf Letzterer Pearts Texte deuten. Auch Überraschendes kommt zu Tage, so hätte die Plattenfirma RUSH beinahe vor der Aufnahme von “2112“ gedropt. Da kann man wohl nur sagen: Glück gehabt, Label.

Zu einer Zeit, in der die RUSH-Fans gerade sowieso mit einer wundervollen Dokumentation über ihre Lieblinge (“Beyond The Lighted Stage“ von Sam Dunn & Scot McFadyen) verwöhnt wurden, können sie nun auch noch mal Revue passieren lassen, wie die beiden wohl bedeutendsten Werke der Band entstanden sind und wie es zu den jeweiligen Songs, Sounds und Texten kam. Aber “2112 and Moving Pictures - Classic Albums” ist nicht nur für RUSH-Afficionados interessant sondern auch für alle Musikfans, die sich dafür interessieren, wie die Stücke sich im Zuge einer Album-Produktion noch verändern können, wie sich Vorstellungen verändern. Aber auch diejenigen, die das Glück hatten die Ausstrahlung irgendwo schon einmal zu sehen sollten sich die DVD noch zulegen, denn hier wurde die rund einstündige Show noch einmal um eine weitere knappe Stunde „aufgewertet“. An dieser DVD führt eigentlich kaum ein Weg vorbei.

Marc Langels, 19.11.2010

 

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