Russ Tolman

Goodbye El Dorado


CD-Review

Reviewdatum: 24.06.2019
Jahr: 2019
Stil: Singer-Songwriter
Spiellänge: 50:19
Produzent: Kevin Jarvis & Russ Tolman

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Plattenfirma: Blue Rose Records


Redakteur(e):

Michael Masuch


s. weitere Künstler zum Review:

R.E.M.

Steve Wynn

Titel
01. Los Angeles
02. Kid
03.North Hollywood Dream
04. Four O Five
05. Goodbye El Dorado
06. Yuba City
07. California Winter
 
08. Do You Like The Way
09. Almost Heaven
10. Take It Easy Take It Slow
11. Pacific Rain
12. Satellite Bar
13. Time Flies
Musiker Instrument
Russ Tolman Vocals, Acoustic Guitar
Kirk Swan Guitars, Backing Vocals
Robert Lloyd Organ,Piano,Accordion, Mandolin
Dave Provost Bass
Kevin James Drums, Percussion
Guests:
Cindy Wasserman, Dan Janisch Backing Vocals
Slim Zwerling Trumpet, Flugelhorn, Piano
Tom Heyman Pedal Steel Guitar

Mit stoischer Gelassenheit, die sich ebenso in seinen Songs widerspiegelt, veröffentlicht Russ Tolman seit 1986 nunmehr erst sein achtes Solo-Album nach längerer Pause. Nachdem sich seine angestammte Band TRUE WEST, in den 80ern hochgelobt, aber recht erfolglos, auflöste und selbst ein Gitarrengott namens Tom Verlaine (TELEVISION) als Produzent und der Support-Slot für R.E.M in den Staaten nicht den gewünschten Erfolg nach sich zogen, war zunächst Ruhe im Karton.

Nach vielen Umzügen durch Europa in den letzten Jahren hat Tolman seine Zelte in San Franzisko aufgeschlagen und die letzten Produktionen machten Hoffnung und zogen den gewünschten Erfolg nach sich.

Mit seiner Band, die schon ein paar Jahre miteinander spielt, nahm er nun mit "El Dorado" ein sprichwörtlich erwachsenes Songwriter Album auf, das mit Robert Lloyd (Steve Wynn) am Akkordion (Los Angeles) elegant daherkommt, während die Pedal Steel wimmert und eine Tex-Mex Trompete säuselt und somit ein ausbalanciertes und angenehm klingendes Album eröffnen.

Mitunter etwas an Al Stewart erinnernd, ohne das Gesäuselte im Gesang, legt er mit Kid problemlos nach und drückt den Ruhepuls angenehm nach unten und vermag mehr West-Coast als Singer-Songwriter Feeling zu vermitteln.

Tolman selbst zeigt sich im Zuge der dreizehn Songs seines Albums als stets moderater, angenehmer Begleiter. So schimmert der Titelsong in schönster Country-Manier aus den Boxen, wenn sich Twang Gitarre und Akkordion ganz zart in den Song hineinschmuggeln. Die pure Unaufgeregtheit vermitteln sämtliche Tolman Songs, vermengen hier eine zarte Twang-Gitarre mit einem Flügelhorn (California Winter) und hinterlassen dort einen leichten Mark Knopfler'schen Stallgeruch bei Do You Like the Way.

Es gibt nicht allzu viel zu mäkeln an Russ Tolman neuer Platte. Mit "Goodbye El Dorado" legt er seinen Fans ein schön anzuhörendes Westcoast-Songwriter Album mit dezentem Country-Hauch vor und behält sich noch genügend Ecken und Kanten vor, um nicht ganz in der Beliebigkeit zu verschwinden .

Zudem legt Mr.Tolman für die Fan-Novizen noch eine Best Of CD mit dazu und rundet so das Tolman'sche Schaffen zwischen 1986 und 2013 übersichtlich und interessant ab.

 

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