Ryan Adams

Ryan Adams

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CD-Review

Reviewdatum: 10.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Classic-Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Ryan Adams
Ryan Adams, PaxAm Records, 2014
Ryan AdamsVocals, All Guitars
Jeremy StaceyDrums
Tal WilkenfeldBass
Benmont TenchOrgan, Piano
Johnny DeppGuitar
Mandy MooreVocals
Produziert von: Ryan Adams Länge: 42 Min 50 Sek Medium: CD
01. Gimme Something Good07. Shadows
02. Kim08. Feels Like Fire
03. Trouble09. I Just Might
04. Am I Safe10. Tired Of Giving Up
05. My Wrecking Ball11. Let Go
06. Stay With Me

Auf seinem neuen, selbstbetitelten Album tauscht Ryan Adams, der im November auch schon stattliche 40 Jahre alt wird, die Akustikklampfe gegen eine elektrische und setzt auf plakativen Rock mit Seventies-Feel.
Geriet sein charismatisches 2011er Werk "Ashes & Fire" noch recht ruhig, introspektiv und instrumental bisweilen asketisch, rockt und rollt der gute Ryan neuerdings gemeinsam mit einem Co-Gitarristen um die Wette. Auf der Platte mimt er diesen Zweitgitarristen allerdings höchstselbst. Nicht unbedingt mit protzender Verzerrung, aber dafür mit reichlich Hallanteil auf beiden Fender-Klampfen. Breitbeinig, mächtig druckvoll, spitz und scharf klingen diese Attacken.

Hin und wieder steuert niemand geringeres als TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS Keyboarder Benmont Tench einige harmonische Farbtupfer hinzu, um die Songs ein wenig geschmeidiger zu gestalten. Hollywood-Ikone Johnny Depp wird mit seiner Idee von zünftigem Stadion-Rock außerdem ins Studio gebeten, um einen gelinden Glamour-Ansatz zu inszenieren. Zudem zupft die gelockte Jazzerin Tal Wilkenfeld (Jeff Beck) den Bass. Verwunderlich.

Ryan Adams zelebriert hier also genussvoll Classic-Rock im ureigensten Sinne. Rückwärtsgewandt, die alten, tradierten Werte hochhaltend, den Fokus auf Ohrwurmqualität, einen möglichen Radio-Einsatz stets im Auge behaltend. Mit Songs wie Gimme Something Good, Am I Safe, Stay with Me und Tired Of Giving Up dürfte das sicherlich gelingen. Vieles klingt, als sei es von Größen wie Tom Petty, Bruce Springsteen und "Rumours"-Ära FLEETWOOD MAC inspiriert. Alles tönt irgendwie sehr vertraut.

Das hohe Niveau, das Ryan Adams mit seinen früheren Veröffentlichungen oftmals erreichte - man denke da nur an sein famoses 2000er Debut "Heartbreaker", das Killeralbum "Gold" oder das großartige "Cold Roses" - wird auf seinem Neuling nur selten erreicht. Tiefgründig, ergreifend und wirklich berührend wirkt hier im Grunde nichts.
Ein tolles Album zum gehaltvollen Nebenbeihören, ideal fürs Auto, auch zum Mitsingen, passend für jede stimmungsvolle Geburtstags-Grillparty. Wie auch immer, dieses Album macht in gewisser Weise Spaß, doch zu den besseren Werken dieses hochtalentierten Künstlers gehört es sicher nicht.

Frank Ipach, 07.09.2014

 

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