Sade

Soldier Of Love

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.02.2010
Jahr: 2010
Stil: Soul, Jazz, Pop, Reggae, Latin, Blues, Country

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Sade
Soldier Of Love, Sony Music, 2010
Sade AduVocals, Programming
Stuart MatthewmanGuitar, Saxophone, Programming
Andrew HaleKeyboards, Programming
Paul S. DenmanBass
Guests:
Tony MomrelleVocals
Leroy OsbourneVocals
Martin DitchamPercussion, Drums
Pete LewinsonDrums
Everton NelsonViolin
Ian BurdgeCello
Gordon MatthewmanTrumpet
Noel LangleyTrumpet
Ila AduVocals on Track 04
Clay MatthewmanVocals on Track 04
Juan JanesGuitar on Track 05
Sophie MullerUkulele
Produziert von: Sade Länge: 42 Min 00 Sek Medium: CD
01. The Moon And The Sky06. Be That Easy
02. Soldier Of Love07. Bring Me Home
03. Morning Bird08. In Another Time
04. Babyfather09. Skin
05. Long Hard Road10. The Safest Place

Wenn ich mich an SADE erinnere, dann fallen mir vor allem die attraktive und talentierte Sängerin Sade Adu mit ihrer unnahbaren Stimme und unterkühlte (wie so oft in den 1980ern) Ohrwürmer auf der Soul-Jazz-Pop-Schiene mit jeder Menge Hitpotential wie Smooth Operator, Your Love Is King, Hang On To Your Love, When Am I Going To Make A Living, Why Can’t We Live Together und The Sweetest Taboo aus den Jahren 1984 und 1985 ein. Mit der schlicht nach ihrem abgekürzten zweiten Vornamen, unter dem sie ja hauptsächlich bekannt ist (tatsächlich heißt die Dame übrigens Helen Folasade Adu und wurde im nigerianischen Ibadan geboren, Vater Nigerianer, Mutter Britin), benannten und seit 1984 von Personalwechseln verschont gebliebenen Band spielte sie die Alben ’Diamond Life’ (1984), ’Promise’ (1985), ’Stronger Than Pride’ (1988), ’Love Deluxe’ (1992) und ’Lovers Rock’ (2000) ein. 2002 erschien das Live-Album ’Lovers Live’. Die Hitsammlung ’The Best Of Sade’ kam 1994 auf den Markt. Nun, nach nahezu zehnjähriger Pause rotiert das neueste Studiowerk von SADE ’Soldier Of Love’ im Schacht des heimischen CD-Players.

Vor dem erstmaligen Anhören dieser Platte war ich schon ziemlich gespannt darauf, ob Sade Adus Gesang in der Gegenwart immer noch so faszinierend klingen würde und die aktuellen Songs in mir auch heutzutage erneut dieses spezielle, irgendwie nicht zu beschreibende, Gefühl wecken würden, wie vor rund fünfundzwanzig Jahren. Immerhin hatte ich mir, bis heute, seit den ersten beiden Alben nichts mehr von dem Quartett zu Gemüte geführt.
Der erste positive Eindruck entstand jedenfalls schon mal beim Blick auf die Teilnehmerliste. Die an der Produktion beteiligten Hauptpersonen sind mit Sade Adu, Stuart Matthewman, Andrew Hale und Paul S. Denman die gleichen, wie bei jeder anderen Veröffentlichung von SADE. In dieser Hinsicht keine Experimente also. Das altbewährte Team machte sich von anderen Verpflichtungen frei und fand aus Anlass von ’Soldier Of Love’ wieder zusammen und vertrug sich auf Anhieb. Auf ein Neues, sagte man sich und ging wohlgemut an die zu tuende Arbeit.

Zunächst hörte sich Adus Gesang für mich noch ein wenig ungewohnt an, da er irgendwie reifer, dunkler und dadurch noch etwas kühler wirkt, als zu Zeiten von ’Diamond Life’ und 'Promise'. Das ist keinesfalls negativ zu verstehen, weil sich schließlich jeder Mensch im Laufe der Jahre in die eine oder andere Richtung verändert, im Idealfall sogar weiterentwickelt. Kaum hatte ich mich jedoch an die Unterschiede gewöhnt, wurde die Klangfärbung der Stimme mir dann doch wieder vertraut und das imaginäre Rad der Zeit drehte sich erneut zur Mitte der 1980er Jahre zurück. Ab diesem Zeitpunkt war die Faszination dieses tollen Organs augenblicklich wieder da. Es hat nicht die mindeste Anziehungskraft eingebüßt.
Die Musik lässt sich in den Bereichen Soul, Jazz, Pop, Reggae und Latin verorten. Streicher streuen dann und wann Klassikmomente ein. Manchmal darf ein bisschen schaumgebremst gerockt werden. Blues und Country finden ebenfalls noch das eine oder andere Plätzchen im Verlaufe der Darbietung. Der Einsatz von am Computer programmierten Sequenzen trägt ganz bestimmt nicht zur Erwärmung der wie in den 1980ern ohnehin schon gekühlten Atmosphäre auf diesem Tonträger bei. Dennoch treffen Begriffe wie Entspannung, Ruhe und Erholung hier genau ins Schwarze. ’Soldier Of Love’ groovt trotz aller Unaufgeregtheit oberamtlich und verleitet mir nichts dir nichts zum Mitmachen.

Sade Adu und ihren Mannen ist mit ’Soldier Of Love’ unter tätiger Mithilfe etlicher Studiogäste eine erfreulicherweise keineswegs altbacken oder überholt anmutende, aber trotzdem, mit Blick auf die eigene Bandgeschichte, im besten Wortsinne überwiegend nostalgische Produktion zum ewigen Thema Liebe gelungen. Die Altfans werden das sicher gerne lesen. Andere Interessenten, die Musik ohne Hektik, mit viel Ambiente und auf hohem Niveau mögen, dürften sich problemlos ebenso finden lassen. Empfehlung!

Michael Koenig, 13.02.2010

 

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