Saga

10.000 Days

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Martin Schneider


10.000 days, SPV, 2007
Michael SadlerVocals, Keyboards
Ian CrichtonGuitar
Jim CrichtonBass
Jim GilmourKeyboards, Vocals
Brian DoernerDrums
Produziert von: Jim Crichton Länge: 50 Min 56 Sek Medium: CD
1. Lifeline6. Mare than I deserve
2. Book of lies7. Sound advice
3. Sideways8. 10.000 days
4. Can't you see me now9. It never ends
5. Corkentellis

Nach etwas mehr als 10.000 Tagen verabschiedet sich Sänger Michael Sadler von SAGA und trägt damit wahrscheinlich still und leise die kanadischen Progressiv-Rocker zu Grabe.

Mal im Ernst, kann sich jemand SAGA ohne Michael Sadlers prägnante und charismatische Stimme vorstellen? Ich - ehrlich gesagt - nicht, wenngleich es doch einige Gegenbeispiele in der Musikgeschichte gibt, in der Bands in einer vergleichbaren Situation diese Problematik ganz manierlich meistern konnten.

Zunächst aber gibt es noch eine Tournee und mit '10.000 days' ein Album mit Michael Sadler um stilvoll voneinander Abschied zu nehmen.

Manch einer wird eine leise Träne verdrücken und heftig schlucken, wenn er sich das finale akustische Statement von SAGA zu Gemüte führt, denn hier zieht die Band noch einmal alle Register ihres Könnens.

'10.000 days' ist eine konsequente Fortsetzung der letzten beiden Scheiben "Network" und "Trust". SAGA verzichten auf bemerkenswerte Experimente sondern beschränken sich erneut darauf ihren typischen Sound der Anfangstage in einem zeitgemäßen Kontext zu präsentieren.

Ein kleiner Unterschied zu den Vorgängeralben besteht darin, dass SAGA einerseits etwas verspielter und filigraner agieren, andererseits aber auch in einigen Momenten wesentlich glatter und einschmeichelnder daher kommen. Ein leicht angejazztes Instrumental wie Corkentellis gab es schon lange nicht mehr, genau so wenig aber auch süßlich-klebrige Balladen wie More than I deserve, die verdammt nahe an der Grenze zum Kitsch angesiedelt ist.

SAGA-Fans kommen voll auf ihre Kosten, vor allem wenn sie die vier ersten Alben von 1978 bis 1981 zu ihren Favoriten zählen, und selbst wenn ich persönlich die beiden letzten Studioalben etwas stärker einschätze, so ist '10.000 days' doch ein würdiger Abschluss einer großen Karriere.

Martin Schneider, 07.01.2008

 

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