Santana

Live At Montreux 2004


DVD-Review

Reviewdatum: 14.04.2011
Jahr: 2011
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Marc Langels


Carlos Santana
Live At Montreux 2004, Eagle Rock, 2011
Carlos SantanaGitarre
Clarence "Gatemouth" BrownGesang, Gitarre & Violine
Eric DemmerSaxophon
Joe KrownKeyboards
Harold FloydBass
David PetersSchlagzeug
Jeff CressmanPosaune
Nile RodgersGitarre
Myron DoveBass
Barbara MorrisonGesang
Bobby ParkerGesang & Gitarre
Ken WenzelSaxophon
Dane Paul RusselMundharmonika
Steve CecilKeyboards
Andrew PadulaBass
Dion ClaySchlagzeug
Chester ThompsonKeyboards
Andy VergasGesang
Buddy GuyGesang & Gitarre
Jason MoynihanSaxophon
Marty SammonKeyboards
Ric HallGitarre
Orlando WrightBass
Tim AustinSchlagzeug
Produziert von: Claude Nobs Länge: 94 Min 00 Sek Medium: DVD
Carlos Santana With Clarence "Gatemouth" Brown06. Mellow Down Easy
01. I've Got My Mojo Working07. Watch Your Step
02. The DrifterCarlos Santana With Buddy Guy
03. Grape Jelly08. Stormy Monday
04. Okie Dokie Stomp09. Jam Session 1
Carlos Santana With Bobby Parker10. So Many Roads So Many Trains
05. Chill Out11. Jam Session 2

Der Name Carlos Santana wird in der Musik-Welt als Synonym angesehen für südamerikanisch angehauchte Pop-Musik. Zudem steht er für einen unverkennbaren Gitarren-Sound, der schon zahlreiche Welthits „veredelt“ hat. Und spätestens seit seinem 1999er-Werk “Supernatural“ hat sich Carlos Santana wieder in die erste Riege der internationalen Pop-Stars zurückgespielt. Von daher hätte man erwartet, dass Santana denn auch mit einem Set seiner größten Hits beim Montreux Jazz Festival 2004 aufspielen würde. Aber weit gefehlt.

Denn was bei Santana immer gerne übersehen wird, ist wie tief sein Spiel-Stil vom frühen Blues geprägt wurde. Und dem zollte Santana an diesem Abend Tribut, indem er mit den Blues-Legenden Clarence „Gatemouth“ Brown, Bobby Parker und vor allen Dingen Buddy Guy die Bühne teilte und zusammen mit diesen ein denkwürdiges Konzert spielte. Dabei standen natürlich nicht seine Werke wie Oye Como Va, Samba Pa Ti oder Smooth auf dem Programm sondern Blues-Standards der Marke I’ve Got My Mojo Working, Okie Dokie Stomp oder Stormy Monday. Dabei ist Carlos Santana das Bunde-Glied, denn nicht er bittet die anderen Musiker zu sich auf die Bühne, sondern vielmehr ist er der Gast, der sich zu den Künstlern mit ihren Bands gesellt.

Musikalisch gesehen sind vor allem die Auftritte mit Clarence „Gatemouth“ Brown und Buddy Guy bemerkenswert. Denn Brown verstarb leider im drauffolgenden Jahr und hier haben Blues-Fans noch einmal die Gelegenheit diesen Musiker in seinem Element zu erleben, inklusive Violinen-Solo. Und zusammen mit Buddy Guy und Band liefert sich Santana zwei phantastische Jam-Sessions, die die beiden Gitarristen zu herrlichen Solo-Ausflügen nutzen.

Diese etwas mehr als 90 Minuten zeigen eine (wenn auch nicht ganz) neue Seite an Carlos Santanas Gitarrenspiel auf, die häufig von den süd- und lateinamerikanischen Einflüssen in seiner Musik überdeckt wird. Es ist irgendwie sehr angenehm, ihm dabei zuzusehen und zuzuhören, wie er das Fundament seiner Musik wieder freilegt. Der Spaß an dieser Zusammenarbeit ist allen Beteiligten anzumerken.

Marc Langels, 13.04.2011

 

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