Santana

Shape Shifter

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.05.2012
Jahr: 2012
Stil: Latin Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Santana
Shape Shifter, Sony Music, 2012
Carlos SantanaGuitar
Benny RietveldBass
Chester ThompsonKeyboards
Dennis ChambersDrums, Percussion
Salvador SantanaPiano
David K. MatthewsKeyboards
Raul RekowCongas, Percussion
Karl PerazzoPercussion
Bill OrtizTrumpet
Jeff CressmanTrombone
Tommy AnthonyGuitar
Karl PerazzoPercussion
Andy VargasVocals on Eres La Luz
Produziert von: Carlos Santana, Eric Bazilian, Walter Afanasieff Länge: 57 Min 31 Sek Medium: CD
01. Shape Shifter08. Spark Of The Devine
02. Dom09. Mocumba In Budapest
03. Nomad10. Mr. Szabo
04. Metatron11. Eres La Luz
05. Angelica Faith12. Canela
06. Never The Same Again13. Ah, Sweet Dancer
07. In The Light Of A New Day

Carlos Santana spart auf seinem neuen Album - seinem mittlerweile 36. - nicht mit Zitaten. In Booklet und auf dem Cover sind Zitate, Statements, Würdigungen und Gebete abgedruckt und musikalisch zitiert er sich hier und da gern mal selbst. Was er über die Jahre ja immer gern gemacht hat und was bei einer über 40-jährigen Karriere und einem unverkennbaren Gitarrensound auch legitim ist.
"Shape Shifter" ist ein Instrumentalalbum und auch das ist nichts Außergewöhnliches, denn instrumentale Musik hat SANTANA immer gemacht. Seien es die langen Jam-Parts, bei den Konzerten, oder Instrumentalhits, wie Samba Pa Ti oder Europa.
Zugegeben, ein paar Durchläufe hab gebraucht, nicht zuletzt, weil mir sein "Guitar Heaven"-Album doch ziemlich gegen den Strich ging. Auf und mit "Shape Shifter" will Carlos, laut eigener Aussage, die "Natives of this world" - also die Ureinwohner und Eingeborenen - ehren. Im Titelsong verfolgt er einen recht gradlinigen Beat, den er mit ein paar überflüssigen Rock-Riffs antreibt und wo sich schon mal der Schlagzeug/Percussion-Break aus Oye Como Va einschleicht. Im Solo und mit seinen prägnanten Tönen wird’s erfreulicher, aber letztlich hält sich meine Begeisterung in Grenzen.
Dom stammt im Original von Toure Kunda, klingt hier zunächst nach QUEENs The Show Must Go On und ist mir etwas zu streicherüberladen. Lediglich Carlos' kurze Solo-Ansätze bringen etwas Salz in die Suppe. Wenngleich mir in Nomad der Sound stellenweise etwas zu heavy ist, brennt hier doch ein ganz anderes Feuerwerk ab und auch der Meister dreht hier ganz schön auf.

Hinter Metatron kann man ohne größere Probleme ein verstecktes Can't Help Falling In Love aufspüren, während aus dem Intro von Angelica Faith auch ein Samba Pa Ti erstehen könnte. Es geht auch in diese Richtung, nur etwas jazziger, experimenteller. Gefällt mir in diesem Kontext ziemlich gut, zumal SANTANA hier nichts Neues erfinden wollen, sondern in ihrer Königsdisziplin brillieren.
Never The Same Again transportiert sowohl ein leichtes Flamenco-Feeling als auch ein südamerikanisches Flair und bietet somit natürlich wieder eine schöne Spielwiese für Carlos und Band. Auch hier könnte ich mir etwas weniger Keyboards und mehr von der spärlichen Akustikgitarre vorstellen.
Spark Of The Devine bereitet sehr spannungsvoll - wie man aus den Konzerten der Band kennt - den nächsten Titel vor, welcher hier Macumba In Budapest heißt. Fast wie eine sehr rhythmische, südamerikanische Pop-Nummer gestartet, erfolgt die Wandlung über einen typischen Piano-Lauf und immer mehr "aufbegehrenden" Perkussionsinstrumenten in einen tollen Groove, dem aber irgendwie noch die Krönung fehlt.

Eine Hommage an Gábor Szabó ist Mr. Szabo, den ungarischen Jazzgitarristen, dessen Gypsy Queen Carlos Santana einst so kongenial mit Peter Greens Black Magic Woman vereinte. Entsprechend sind hier viel Akustikgitarre und Jazz-Einflüsse zu hören.
Letztlich gibt es mit Eres La Luz doch noch einen "Song", also ein Lied mit Gesang. Ein flottes Latin-Pop-Rock Stück, welches Lust auf warme Sommernächte unter freiem Himmel macht, in denen man sich im Tanz immer steigert. Könnte durchaus ein häufig gespielter Titel in diesem Sommer werden.
In Canela hat Carlos dann wieder deutlich mehr Raum für seine typischen Soli, die in die höchsten Töne aufsteigen, um gleich darauf einen Sturzflug in die unteren Ebenen zu beginnen. Angestachelt wird er dabei von Sohn Salvador am Piano und einem richtig tollen Groove. Gehört für mich zum Besten hier auf dem Album, auch wenn es zu früh ausgeblendet wird.
Mit Ah, Sweet Dancer klingt das Album relativ ruhig und nahezu spirituell angehaucht aus. Spirituell ist sicher auch eine gute Beschreibung für den Mann Carlos Santana und dessen Leben. Und so klingt diese Scheibe, die auch ohne Worte jede Menge Gefühle, Wahrnehmungen und auch Einsichten transportiert. In der richtigen Stimmung und Umgebung durchaus ... wie sag ich's? ... "inspirierend" ;-)

Epi Schmidt, 24.05.2012

 

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