Savatage

Handful Of Rain, Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva, Poets And Madmen

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.02.2012
Jahr: 2011
Stil: Power/Progressive Metal

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Savatage Homepage



Redakteur(e):

Michael Koenig


Savatage
Handful Of Rain, Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva, Poets And Madmen, earMusic/Edel, 2011 (1994, 1995, 2001)
Handful Of Rain:
Zak StevensVocals
Alex SkolnickGuitar
Johnny Lee MiddletonBass
Steve "Doc" WacholzDrums
Jon OlivaKeyboards, Piano
Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva:
Jon OlivaVocals, Keyboards
Criss OlivaGuitar
Johnny Lee MiddletonBass
Chris CafferyGuitar
Steve "Doc" WacholzDrums
Poets And Madmen:
Jon OlivaLead Vocals, Keyboards
Al PitrelliLead Guitars, Rhythm Guitars, Background Vocals
Chris CafferyLead Guitars, Rhythm Guitars, Background Vocals
Johnny Lee MiddletonBass, Background Vocals
Jeff PlateDrums, Background Vocals
Guests:
Bob KinkelAdditional Keyboards, Background Vocals
John WestBackground Vocals
Produziert von: Paul O'Neill & Jon Oliva Länge: 201 Min 10 Sek Medium: CD
Handful Of Rain (58 Min 39 Sek):
01. Taunting Cobras07. Watching You Fall
02. Handful Of Rain08. Nothing's Going On
03. Change09. Symmetry
04. Stare Into The Sun10. Alone You Breathe
05. Castles BurningBonus Tracks:
06. Visions11. Sumer's Rain (Acoustic Version recorded by Jon Oliva in 2011)
12. Believe (Acoustic Version)
Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva (71 Min 11 Sek):
01. City Beneath The Surface09. Sirens
02. 24 Hours Ago10. Hounds
03. Legions11. Criss Intro
04. Strange Wings12. Hall Of The Mountain King
05. Gutter Ballet13. Post Script
06. When The Crowds Are GoneBonus Tracks:
07. Of Rage And War14. Devastation
08. The Dungeons Are Calling15. Stare Into The Sun (Acoustic Version recorded by Jon Oliva in 2011)
Poets And Madmen (71 Min 20 Sek):
01. Stay With Me Awile08. Man In The Mirror
02. There In The Silence09. Surrender
03. Commissar10. Awaken
04. I Seek Power11. Back To A Reason
05. DriveBonus Tracks:
06. Morphine Child12. Tonight He Grins Again (Acoustic Version recorded by Jon Oliva in 2011)
07. The Rumor13. Sleep (Acoustic Version)

Im November und Dezember 2011 wurde die Wiederveröffentlichung von Alben aus dem Backkatalog der amerikanischen Power Metaler SAVATAGE fortgesetzt. Die Titel der neu verpackten und mit Bonus Tracks versehenen CDs lauten: “Hall Of The Mountain King” (1987), “Handful Of Rain” (1994), “Live In Japan” (1995), “Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva” (1995) und "Poets And Madmen" (2001). In diesem Bericht wird sich alles um die Nummern zwei, vier und fünf dieser kurzen, aber feinen Liste drehen.

“Handful Of Rain” ist einer meiner Favoriten unter den insgesamt wahrlich überdurchschnittlichen Produktionen dieser Truppe. Mit Zachary “Zak“ Stevens (siehe zum Beispiel auch CIRCLE II CIRCLE) hatte man einen wirklich superben Leadsänger dabei, der stimmlich so ganz anders, als der legendäre Mountain King, einzuordnen ist. Mein Topfavorit unter den Nummern auf dieser exzellenten Scheibe, wenn nicht sogar im Gesamtüberblick ist fraglos Chance. Dieser Song packt mich immer aufs Neue, sobald ich die ersten Töne von ihm vernehme. Aber deshalb sind die anderen Titel noch längst nicht von schlechten Eltern. Das gilt sowohl für die Kracher, als auch für die balladeskeren Tunes. Hier wird Power Metal allererster Qualität mit immer wiederkehrenden progressiven Einflüssen geboten.
Die beiden angehängten Akustikversionen zweier albumfremder Tracks (Summer’s Rain von “Gutter Ballet“ [2011 eingespielt] und Believe von “Streets - A Rock Opera“) klingen interessant und lassen John “Jon“ Nicholas Oliva (siehe auch TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA und JON OLIVA’S PAIN) mit, für ihn typischer, eigenwilliger Vokalarbeit und Hingabe glänzen.

“Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva” ist ein formidabler Live-Querschnitt durch die Jahre 1987 bis 1990. Wie der Albumtitel schon verrät, steht hier der 1993 bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommene Gitarrist und Bandmitbegründer Christopher “Criss“ Michael Oliva (Jons jüngerer Bruder) im Mittelpunkt (das Album “Handful Of Rain” ist ihm übrigens gewidmet). Die zusammen geschnittenen Gigteile verbreiten, nichts desto trotz, eine ziemlich authentische Konzertatmosphäre. Es wird andauernd deutlich, welch begnadeter Instrumentalist Criss Oliva doch war. Es gelang dem Quintett mühelos, den Stimmungspegel nahezu jederzeit oben zu halten. Vor allem natürlich bei den kraftstrotzenden Stücken.
Die zwei kredenzten Extranummern, Devastation (von “Hall Of The Mountain King“, live mit Criss Oliva) und die Akustikversion von Stare Into The Sun (von “Handful Of Rain” [2011 eingespielt]) sind hörenswert als zusätzliches Konzertdokument aus dem Jahr 1987 bzw. als zahmere Alternative zu der bekannten Albumversion.

"Poets And Madmen", das, bis heute, letzte Studioalbum der Amerikaner, kommt einerseits in manchen Passagen zwar etwas düsterer daher, enthält andererseits jedoch auch wieder wahrhaft erstklassiges Material. Mit viel Leidenschaft und Herzblut wurden die elf starken Songs, die durch ein lockeres Konzept um das Leben des südafrikanischen Journalisten Kevin Carter, miteinander verbunden sind, im Studio umgesetzt. Allen voran, einmal mehr, Jon Oliva, der den Leitgesang inzwischen wieder übernommen hatte. Seinem Charisma kann sich einfach niemand entziehen.
Als Zuckerl gibt es diesmal akustische Versionen von Tonight He Grins Again (von “Streets - A Rock Opera“ [2011 eingespielt]) und Sleep von “Edge Of Thorns“. Jon Oliva überzeugt eben auch dann, wenn er es ein wenig ruhiger angehen lässt.

“Handful Of Rain”, “Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva” und "Poets And Madmen" zeigen sehr deutlich, dass SAVATAGE im Laufe ihrer Karriere zwar immer wieder anders besetzt waren, aber stets mit ausschließlich erstklassigen Musikern aufwarten konnten. Außerdem hatte ja der Mountain King, wie stets, im Hinblick auf diese ganz spezielle Gruppe, die Finger im Spiel. Was bitte, sollte da schon schief gehen? Übersehen werden darf natürlich auch nicht, welch äußerst wichtige Rolle Produzent, Mitkomponist und -texter Paul O’Neill (siehe auch TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA) während der Entstehungsprozesse dieser Platten spielte.

Die Digipacks weisen samt und sonders sehr ansehnliche Booklets mit Fotos und Liner Notes von Jon Oliva aus dem Jahr 2011 auf.

Diese Neuerscheinungen sind, wie die übrigen, für jeden Fan der Truppe aus Florida natürlich ein Muss. Zumal die komplette Sammlung der Neuausgaben neben einander gestellt, den Bandnamen ergibt. Wem es auf Äußerlichkeiten nicht so ankommt, muss hier nicht unbedingt zuschlagen, sollte er bereits eine oder mehrere der älteren Editionen sein Eigen nennen. Wen die Bonus Tracks locken, der möge sich bedienen.
Letztlich stelle ich mir halt wieder mal die Frage, wer eigentlich öchtzig Ausgaben von ein und demselben Tonträger wirklich braucht. Technische Überarbeitung, Aufhübschung der Verpackung und Bonuszeug hin oder her.

Michael Koenig, 21.01.2012

 

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