Savoy Brown

Songs From The Road

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 06.05.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues′n′Boogie

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Savoy Brown
Songs From The Road, Ruf Records, 2013
Kim SimmondsGuitar, Vocals
Joe WhitingSaxophone, Vocals
Pat DeSalvoBass, Vocals
Garnet GrimmDrums
Produziert von: Uwe Treskatis, Thomas Ruf Länge: (CD) 75 Min 35 Sek Medium: CD & DVD
CD / DVD:
01. 24/709. Hellbound Train
02. Looking In10. Shockwaves
03. Natural Man11. Tell Mama
04. Street Corner Talking12. Wang Dang Doodle
05. She's Got The HeatBonus Tracks DVD only:
06. Time Does Tell13. Little Red Rooster
07. Voodoo Moon14. Louisiana Blues
08. Meet The Blues Head On

Manchmal dauert es einfach eine Weile, bis man dahinter kommt. Mit zunehmenden Alter kann das länger dauern und tatsächlich blieb mir der Zugang zu diesem Album nahezu verwehrt. Und das, obwohl mit SAVOY BROWNs 2011er Studioalbum Voodoo Moon" doch recht gut gefallen hat. Wenn die Band, um Mastermind und Rock-Legende Kim Simmonds, also im Rahmen von Ruf Records "Songs From The Road" einen Live-Mitschnitt bietet, der zum größten Teil aus Songs besagten Albums besteht, sollte man doch annehmen, dass sich der Hörer vor Freude mindestens auf die Schenkel klopft.
Ganz so laut klatscht es dann nicht, aber die Hände kann man sich schon etwas reiben. Kommen wir zu dem (meinem) Problem: Ich hab natürlich als Erstes die DVD eingelegt, nicht zuletzt deswegen, weil mir - aus der gleichen Reihe - Erja Lyytinens Performance ziemlich gut gefallen hat.
Nun sind die vier Herren, vorgerückten Alters, bei weitem kein Augenschmaus wie die kleine Norwegerin und dazu kommt, dass die Bühne nahezu taghell ausgeleuchtet ist und aus dem Publikum auch nicht so die Euphorie rüberflutet.Vielleicht bin ich mittlerweile auch verwöhnt, aber das rechte Live-Flair will sich bei mir nicht entwickeln.

Spielerisch ist das durchaus anmachend, was da von der Bühne tönt, aber die Bilder dazu reißen mich nicht so vom Hocker. Das Auge isst halt auch mit.
Oder eben nicht. Nämlich wenn man ihm nichts zeigt, sondern die Phantasie walten lässt. Schmeißt man nämlich die CD in den Player, dann wirkt das schon ganz, ganz anders. Wenn SAVOY BROWN mit 24/7 loslegen, wähnt man sich, ob des rohen Sounds, nahezu im Debütalbum von Ted Nugent, so druckvoll geht das ab. Ein Übriges an Schub liefert das Saxofon von Joe Whiting, was an sich nichts Neues ist, denn in ähnliche Form kennt man das von George Thorogood. Also das kommt schon nicht übel, wenn auch - im Gegensatz zum Studioalbum - in den Solopassagen hier und da die Rhythmusgitarre fehlt.
Leicht funky wird’s in Looking In und es offenbaren sich ein paar Licks und Sounds, welche mich immer wieder an Warren Haynes erinnern.
Zu meinen Favoriten gehört das groovige Street Corner Talking, dem gut zwischen treibenden Riffs, derben Soli und unisono gespielten Linien gewechselt wird. Überhaupt ist das Zusammenspiel der vier Protagonisten hervorzuheben. Egal welches Instrument - oder welche Stimme - man mit einem anderen kombiniert, man spielt mit traumwandlerischer Sicherheit und demonstriert ein tolles Verständnis untereinander.

Das Johnny Winter-mäßige She's Got The Heat sorgt für gehörigen Druck im Kessel, während Voodoo Moon schwitzende Swamp-Atmosphäre verbreitet.
Wie schon auf "Voodoo Moon" kommt der Boogie Shockwaves richtig gut, wenn mir auch die Power im Studio präsenter erschien. Geht trotzdem gut ab.
Wenn sich Simmonds das Slide überstreift und in Tell Mama abrockt, dann kriegt man das rechte Southern-Feeling und kann ein paar tänzelnde Schritte dann doch nicht zurückhalten. Geht auch gut ins Ohr und die mehr als 40 Jahre alte Nummer gehört zu den Höhepunkten hier. Vom gleichen Album - "Street Corner Talking" (1971) - stammt das (CD-) abschließende Wang Dang Doodle, welches einen gepflegt groovend und alsbald in einen ZZ TOP-Shuffle übergehend aus diesem Album geleitet. Mit geringen Abstrichen entwickelt sich "Songs From The Road" dann doch zu einem prima Live-Album, welches über große Strecken ordentlich Spaß macht. Wer sich anschließend die DVD gönnen mag, wird mit zwei Bonus-Tracks belohnt, und man muss ja nicht immer hinschauen und kann sich auch mit geschlossenen Augen richtig gut vom Blues'n'Boogie von SAVOY BROWN mit auf diese (Blues-) "Road" nehmen lassen

Epi Schmidt, 02.05.2013

 

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