Savoy Brown

The Devil To Pay

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.11.2015
Jahr: 2015
Stil: Blues & Blues Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Savoy Brown
The Devil To Pay, Ruf Records, 2015
Kim SimmondsGuitar, Vocals, Harmonica
Pat DeSalvoBass
Garnet GrimmDrums
Produziert von: Kim Simmonds Länge: 63 Min 32 Sek Medium: CD
01. Ain't Got Nobody08. Snakin'
02. Bad Weather Brewing09. Got An Awful Feeling
03. Grew Up In The Blues10. I've Been Drinking
04. When Love Goes Wrong11. Watch My Woman
05. Oh Rosa12. Whiskey Headed Baby
06. The Devil To Pay13. Evil Eye
07. Stop Throwing Your Love Around

Kim Simmonds beIiebt es ja seit einiger Zeit seine Truppe unter KIM SIMMONDS AND SAVOY BROWN firmieren zu lassen, aber wir – zumindest ich – sind Fundamentalisten und da gibt es nichts: Das Ding heiße seit gut 50 Jahren SAVOY BROWN und dabei bleibt es. Basta! Die Band war damals zusammen mit FOGHAT das Flaggschiff des Boogie’n’Blues und aus diesem Fahrwasser hat man sich nie zu weit begeben. Auch nicht auf dem 2014er Album ”Goin’ To The Delta” und auf “The Devil To Pay” ebenso wenig. Klar, kleine Stippvisiten in den jazzigen Bereich oder mal mehr swingend gibt’s immer einmal, aber letztlich bleibt man seiner Linie treu. Treu sind seit einiger Zeit auch Pat DeSalvo und Garnet Grimm, an Bass und Schlagzeug, mit dabei und in dieser Trio-Formation scheint sich Simmonds pudelwohl zu fühlen. Das unterstreicht auch, dass man direkt mit seiner Slow-Blues-Ballade beginnt, anstatt erstmal Öl ins Feuer zu gießen und das Album in Fahrt zu bringen. Wenn man das aber mit solcher Klasse und tollem Sound hinkriegt, kann man es sich tatsächlich leisten, mit Ain’t Got Nobody so einen “Schleicher“ vorneweg zu schieben. Bluesfans werden ihre Freude an Simmonds gefühlvollem Gitarrespiel haben.

Der erhoffte Boogie folgt aber sogleich mit Bad Weather Brewing. Klassischer 12-Takt-Blues, mit funky Bass und gutem Drive. So gut, wie Kim Simmonds rauer und altersgemäßer Gesang klingt, kann man kaum glauben, dass die Band mal andere Sänger nötig hatte. Grew Up In The Blues hat was von einem gemäßigten Bullfrog Blues und erinnert somit auch etwas an Gallagher oder auch Bugs Henderson. Simmonds widmet sich gern längeren Soliparts, ohne diese zu überstrapazieren, schont damit aber auch seine Stimme. Gern wird erst nach dem ersten Drittel mit dem Singen angefangen und davor erstmal solistisch Dampf gemacht.
Das auch gern als Boogie, wie in When Love Goes Wrong oder in Oh Rosa (beides sehr CANNED HEAT-mäßig!), als funky Jump-Blues, wie in der Titelnummer, oder als Slide-Boogie im Stil George Thorogood. Passenderweise heißt der Song dann I’ve Been Drinking.

Die erwähnte Swing-Jazz-Richtung schlägt Simmonds mit Watch My Woman. Der Song ist ein entfernter Verwandter von Watch Yourself (z.B. NINE BELOW ZERO) , aber eben mehr in besagtem Stil.
Ab und an klingt es auch mal derber, blues-rockiger, auch vom Sound her, wie in Whiskey Headed Baby. Hier hört man auch mal eine Rhythmusgitarre während des Solos, aber oft lässt sie Simmonds auch weg, wenn er ins Solo wechselt, was mir recht gut gefällt. Echter Trio-Blues-Rock, ohne nachträgliche “Schönheiten“.
Hätte ich nicht erwartet, aber auf seine alten Tage, liefert Kim Simmonds hier tatsächlich noch ein richtig gutes Album im bewährten Stil ab. Rotzt vielleicht nicht mehr so, wie in wilden Jahren aber für Blues-Fans dennoch eine dicke Empfehlung.

Epi Schmidt, 03.11.2015

 

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