Savoy Brown

Voodoo Moon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.10.2011
Jahr: 2011
Stil: Blues Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Savoy Brown
Voodoo Moon, Ruf Records, 2011
Kim SimmondsGuitars, Vocals on Tracks 5 and 7
Joe WhitingSaxophone, Vocals on Tracks 1, 2, 3, 4, 8 and 9
Pat DeSalvoBass
Garnet GrimmDrums
Additional Musicians:
Andy RudyKeyboards
Ron KeckPercussion
Produziert von: Kim Simmonds and Greg Spencer Länge: 45 Min 38 Sek Medium: CD
01. Shockwaves06. 24/7
02. Natural Man07. Round And Round
03. Too Much Money08. Voodoo Moon
04. She's Got The Heat09. Meet The Blues Head On
05. Look At The Sun

Wenn es um Blues Rock und Boogie geht, muss diesseits des großen Teiches mit an vorderster Front SAVOY BROWN genannt werden und damit natürlich deren Mastermind Kim Simmonds. Bereits in den 60ern startete er seine kompromisslose Blues Rock Truppe, der zeitweise Leute wie Paul Raymond (später bei UFO) und sogar Stan Webb (u.a. CHICKEN SHACK) angehörten. Einzig Konstante in den vielen Besetzungen war Kim Simmonds. Im Übrigen auch gern gesehener Gast bei Produktionen anderer Bands, wenn es darum ging, mal eine ordentliche Schippe dreckigen Blues hinzuzufügen.
Über die Jahre hinweg ist Simmonds also umtriebig geblieben und entweder Solo oder unter dem Banner SAVOY BROWN kamen immer wieder Alben heraus. Sein neuestes Werk heißt "Voodoo Moon" und läuft und der dem Bandnamen, auch wenn man da längst keinen Mitmusiker mehr kennt. Was soll's`? Man weiß, was einen erwartet.
Schon die ersten Töne klingen nach purstem, stampfenden Blues-Boogie, ganz im Sound und Stil der Kollegen von CANNED HEAT. Wie der "Bear" immer sagte: "Don't forget to boogie!" Das Piano klimpert munter im Hintergrund und um Simmonds' raue Blues-Gitarre steigert sich Band und der Song in einen ersten Boogie-Rausch. Sänger Joe Whiting ist nicht die powernde Blues-Röhre, aber seine Stimme kommt angenehm und passt gut zum Sound der Band.

Das funktioniert besonders gut bei einem mehr groovigen Midtempo-Song wie Natural Man. Das Solo von Simmonds richtig toll, geschmackvoll, ohne unnötige "Verrenkungen" und trotzdem sehr ansprechend. Für die gute Atmosphäre sorgt auch das dezente Saxophon von Sänger Joe Whiting.
In ähnlichem Fahrwasser segelt Too Much Honey, nur dass es hier mehr funky wird. Schön groovig, der Gesang etwas an John Hiatt erinnernd und wieder sorgt Simmonds' Gitarre für die besonderen Momente.
Für She's Got The Heat streift sich Simmonds das Slide über den Finger und ab geht’s in einen schwungvollen 12-Bar Blues-Boogie. Da gibt’s nix dazu zu sagen: Beine leicht gespreizt und den Kopf im Takt nicken lassen. Geht gut ab.
Für Look At The Sun steht der Chef dann selbst am Mikrofon. Man merkt, dass da nicht mehr ganz die Power früherer Zeiten vorhanden ist, aber das Feeling in diesem locker swingenden Blues/R&B ist da und nimmt den Hörer sofort für sich ein. Ein rau klingendes Gitarrensolo lässt sich Simmonds natürlich nicht nehmen.
Noch rauer geht’s aber beim folgenden24/7 zu, welches flott dahinrollt, wie ein 12-Zylinder auf dem Highway. Das Unisono-Zusammenspiel von Gitarre und Sax treibt den Song voran, der völlig ohne Gesang auskommt, dafür natürlich reichlich Solo-Freiraum bietet.

Round And Round muss ich ein bisschen an Mark Knopfler oder auch Chris Rea denken, ohne deren "Weichspülfaktor". Kommt sehr entspannt, aber Stimme und Gitarre halten eine gewisse Spannung oben. Manch ruhiger Clapton-Song klang früher auch so.
Der Titelsong groovt - erwartungsgemäß - zunächst in leichtem Swamp-Blues Gewand, legt dann aber an Power und Drive gehörig zu und wird zu einem feinen Blues Rock-Groover. Besonders Simmonds' Gitarren-"Ausbrüche" haben es in sich.
Den Ausklang besorgt dann wieder Kim Simmonds selbst als Sänger. Ich weiß gar nicht, warum er einen anderen Sänger braucht, das passt doch bestens und Meet The Blues Head On, mit seinem sehr direkten Gitarrenspiel, macht am Schluss auch nochmals ordentlich Druck und Spaß.
Wie üblich bei Ruf Records, erscheint die CD in "Vinyl-Optik", was den ursprünglichen Charakter dieser Scheibe nur unterstreicht. Sicher kein Klassiker, aber für Blues-Fans eine sehr erbauliche Dreiviertelstunde und der tollen Gitarre eines "Klassiker": Kim Simmonds!

Epi Schmidt, 16.10.2011

 

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