Saxon

Inspirations

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.03.2021
Jahr: 2021
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 36:23
Produzent: Saxon

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Plattenfirma: Silver Lining Music

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Judas Priest

Iron Maiden

The Beatles

Rolling Stones

The Kinks

Deep Purple

Motörhead

Jimi Hendrix

AC/DC

Toto

Thin Lizzy

Led Zeppelin

Black Sabbath

Titel
01. Paint It Black
02. Immigrant Song
03. Paperback Writer
04. Evil Woman
05. Stone Free
06. Bomber
 
07. Speed King
08. The Rocker
09. Hold The Line
10. Problem Child
11. See My Friends
Musiker Instrument
Peter „Biff“ Byford Gesang
Paul Quinn Gitarre
Doug Scarratt Gitarre
Tim „Nibbs“ Carter Bass
Nigel Glockler Schlagzeug

Eine „Inspiration“ sind SAXON ja selber bereits für zahlreiche Bands im Bereich des Heavy Metal und zusammen mit JUDAS PRIEST und IRON MAIDEN so etwas wie das Triumvirat der New Wave of British Heavy Metal. Seit 1979 sind die Mannen um Sänger und Aushängeschild Peter „Biff“ Byford kontinuierlich aktiv. Nun hat sich die Band nach mehr als 40 Jahren zusammengesetzt und ein Album aufgenommen, dass ihre musikalischen “Inspirations“ aufzeigt und den Bands Tribut zollt, die (teilweise) den Weg für die lange Karriere von SAXON gelegt haben, oder aber parallel mit ihnen aktiv waren und deren Songs die Band beeinflusst haben.

Auf der Scheibe finden sich dementsprechend natürlich sehr viele „alte Bekannte“. Klar, wie wäre es zum Heavy Metal gekommen, wenn nicht die ROLLING STONES und BEATLES oder auch Jimi Hendrix sowie LED ZEPPELIN in den 1960er und 70er Jahren die Akzeptanz für Rockmusik geschaffen hätten? Oder aber wenn DEEP PURPLE sowie MOTÖRHEAD nicht ein wenig an der Härteschraube gedreht hätten? Würden SAXON vielleicht anders klingen, wenn nicht AC/DC die Macht der griffigen Riffs offenbart hätten? Eigentlich die einzigen beiden Bands, die mich auf dieser CD etwas überrascht haben, sind die KINKS sowie TOTO.

Bei den jeweiligen Lieder haben sich SAXON aber nicht zum Maßstab gesetzt, sie möglichst originalgetreu wiederzugeben, sondern sie in ihrem ureigenen, sprich Metal-Sound zu präsentieren. Das geht natürlich recht locker bei einer Nummer wie dem Immigrant Song (LED ZEPPELIN) – und sowieso beim Speed King (DEEP PURPLE), ohne den es nach Aussage von Byford einen SAXON-Track wie Motorcycle Man nicht gegeben hätte. Eine etwas andere Sache ist es hingegen bei Paint It Black (THE ROLLING STONES), Paperback Writer (THE BEATLES) und See My Friends (THE KINKS), die in dem neuen Gewand manchmal ungewohnt heavy und stellenweise ein wenig schroff erscheinen. Aber dadurch bekommen die Stücke natürlich auch einen etwas stärkeren SAXON-Flair, was ja der tiefere Sinn einer solchen Scheibe ist, die Stücke in seinem ganz eigenen Sound und Stil zu präsentieren.

Nichts desto trotz bleiben meine Favoriten die hart rockenden Versionen des Immigrant Song, von Bomber, Speed King und Problem Child, wobei ich SAXON meinen Respekt aussprechen möchte für die gelungenen Satzgesänge in Paperback Writer, die ich so spot-on von der Band gar nicht erwartet hätte. Auch die ikonischen Piano-Passagen von Hold The Line durch gezupfte und leicht angezerrte Gitarren-Akkorde zu ersetzen hinterlässt einen akustischen Aha-Effekt (allerdings klingen hier die Vocals nicht wirklich überzeugend). Und Evil Woman hat einen ganz eigenen Vibe, der dahinter gar nicht eine BLACK SABBATH-Nummer vermuten lässt. Weniger kann ich hingegen mit der Version von Stone Free anfangen, da die lässige Eleganz des Hendrix-Originals irgendwie verloren gegangen ist. Auch The Rocker hätte etwas weniger Wall Of Sound bei den Gitarren vertragen können.

Natürlich würden die meisten Fans (und auch ich) lieber ein neues Album mit eigenen Stücken hören, schließlich warten wir sei drei Jahren auf den Nachfolger von “Thunderbolt“. Aber zumindest als kurzfristige Überbrückung bis zur nächsten regulären Studio-Scheibe und als Feel-good-Musik für den Sommer macht “Inspirations“ alle Mal einen guten Job. Schließlich hört man SAXON den Spaß deutlich an, den sie beim Einspielen der Songs ganz offensichtlich hatten. Aber im Gegensatz zu einem regulären Album gehört dieses Werk eher in die Kategorie "kann man kaufen".

 

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