Septagon

Apocalyptic Rhymes


CD-Review

Reviewdatum: 14.12.2018
Jahr: 2018
Stil: Speed Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Septagon
Apocalyptic Rhymes, Cruz Del Sur Music, 2018
Markus BeckerGesang
Markus UllrichGitarre
Stef Binnig-GollubGitarre
Alexander PalmaBass
Jürgen SchrankSchlagzeug
Produziert von: Septagon Länge: 42 Min 18 Sek Medium: CD
01. The End06. The Unfathomable Evil
02. The Weight Of The World07. P.O.T.U.S.A.
03. Home, Sweet Hell08. Cosmic Outrage
04. Apocalyptic Rhymes09. Nothingness Awaits
05. Make A Stand10. Sunset Blood

Man nehme drei Fünftel LANFEAR (Markus Ullrich, Gitarre, Alexander Palma, Bass, und Jürgen Schrank, Schlagzeug) sowie je ein Fünftel THEM (ebenfalls Markus Ullrich, Gitarre) und ATLANTEAN KODEX (Markus Becker, Gesang) und füge noch den zweiten Gitarristen Stef Binnig-Gollub hinzu und fertig sind SEPTAGON. Gegründet wurde die Band schon vor fünf Jahren und veröffentlichte 2016 ihr Debüt “Deadhead Syndicate“, dem sie nun auch schon das zweite Werk hinterher schieben, namens “Apocalyptic Rhymes“.

Musikalisch ähneln SEPTAGON dabei keiner der oben genannten Bands sondern erinnert mich eher an eine Gruppe wie METAL CHURCH, die ja vor kurzem mit “Damned If You Do“ ebenfalls ein neues Werk vorgelegt hat. Also werden hier Anteile von Power und Speed Metal verwoben. Allerdings bringen SEPTAGON schon einen gewissen europäischen Flair und Klang in ihre Musik mit ein. Das macht sich schon beim eröffnenden The Weight Of The World bemerkbar, das auch Einflüsse von Bands wie GAMMA RAY oder HELLOWEEN durchscheinen lässt, wohingegen das folgende Home, Sweet Hell schon ein deutliches – und ausgesprochen gelungenes - Faible auch für den amerikanischen Power Metal erkennen lässt.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Sure Shot Worx

Allerdings werden sie in den USA sicherlich mit ihrer gnadenlosen Abrechnung P.O.T.U.S.A. nicht nur auf Gegenliebe stoßen, in der sie dem derzeitigen US-Präsidenten Trump nicht gerade ein langes Leben und beste Gesundheit wünschen. Aber vermutlich schielt das Quintett auch gar nicht so sehr über den großen Teich, sondern setzt sich erst einmal dafür ein, die Metalheads auf dem alten Kontinent von sich zu überzeugen. Und mit Lieder wie dem sehr speedigen Titel-Track und dem folgenden leicht ANNIHILATOR-beeinflussten Make A Stand dürfte das SEPTAGON auch wirklich gelingen.

Das Quintett hat mit den “Apocalyptic Rhymes“ wahrlich ein durchgängig starkes und sehr abwechslungsreiches Album vorgelegt, das mit einem schön aggressiven aber ausgewogenen Sound aufwarten kann. Zum Glück konnten sich die beteiligten Musiker bei ihren anderen Bands genügend Zeit freischaufeln, um dem ja schon sehr gelungenen Vorgänger nun einen mindestens ebenbürtigen Nachfolger zur Seite zu stellen. Auf SEPTAGON sollte der gewogene Metal-Fan spätestens ab jetzt ein wachsames Auge werfen.

Marc Langels, 12.12.2018

 

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