Molly Hatchet

Setlist

Setlist: The Very Best Of Molly Hatchet Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.06.2013
Jahr: 2013
Stil: Southern Rock

Links:

Molly Hatchet Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Molly Hatchet
Setlist: The Very Best Of Molly Hatchet Live, Sony Music, 2013
Danny Joe BrownVocals, Harmonica (Tracks 1 - 7)
Jimmy FarrarVocals (Tracks 8 - 12)
Dave HlubekGuitar, Backing Vocals
Duane RolandGuitar,
Riff WestBass, Background Vocals (Tracks 1 - 7)
Banner ThomasBass (Tracks 8 - 12)
Dru LombarGuitar (Tracks 1 - 7)
John GalvinKeyboards, Synthesizer (Tracks 1 - 7)
Bruce CrumpDrums
Tower of Power HornsTracks 11 & 12
Produziert von: Jeff Magid Länge: 60 Min 47 Sek Medium: CD
01. Flirtin' With Desaster07. Boogie No More
02. Whiskey Man08. Dreams (I'll Never See)
03. Bounty Hunter09. It's All Over Now
04. Beatin' The Odds10. Gator Country
05. Satsified Man11. Lady Luck
06. Fall Of The Peacemaker12. Bloody Reunion

Was "The Best Of" - ob live oder sonst wo - eines Künstlers ist, darüber haben wir uns an verschiedenen Stellen schon ausgelassen und werden das auch weiterhin tun.Wer kann das schon entscheiden, bei so einer subjektiven Angelegenheit wie Musik.
Auch und gerade im Southern Rock werden die Meinungen in der zugehörigen Gemeinde (ja, sie lebt noch!) auseinandergehen. Bei einer Band, die die Rebellenflagge lange und hoch schwenkt, wie kaum eine andere, ist es mit 12 Songs sowieso schwierig, sie repräsentativ zu würdigen. Es ist aber kaum bestreitbar, dass sich die große Zeit von MOLLY HATCHET Ende der 70er und zu Beginn der 80er Jahre abspielte. Also die Zeit, als Danny Joe Brown - und kurzzeitig Jimmy Farrar - am Mikrofon stand und das Geschehen bestimmte. Gitarrenmäßig waren mit Dave Hlubek und Duane Roland zwei Axtschwinger zugange, die auch mal ein fettes Brett hobeln konnten, sodass man auch im Heavy-Bereich Ohren für dieses Musik öffnete.

Im Rahmen der "Setlist: The Very Best Of Live" Reihe von Sony, wird nun also auch eines der Aushängeschilder des südstaatlichen Rocks gewürdigt. Den beinharten und treuen Fans wird allerdings mehr als die Hälfte an sattsam Bekanntem zugemutet, denn die Songs 1 bis 7 stammen alle vom Live-Album "Double Trouble Live", welches seit Mitte der 80er jeder aufrechte Redneck im Schrank stehen hat. Schön, vielleicht hat es mancher immer noch nicht in CD-Fassung und tatsächlich sind - aus meiner Sicht - hier die besten Songs des Albums vertreten. Und die Idee, die legendäre Ansage "...from Jacksonville, Florida..", welche das Live-Album einleitet, hier direkt in Flirtin With Disaster übergehen zu lassen, finde ich sogar noch besser als auf "Double Trouble Live", wo das ja in Whiskey Man mündet. Wenn sich da nicht sämtliche Nackenhaare - und was sonst noch so möglich ist - aufstellen, dann hat man auch den dann doch folgenden Whiskey Man nicht verdient.
Ich kann mich täuschen, aber mir scheint der Sound hier auch etwas transparenter und somit druckvoller zu kommen. Die Songs kennt man natürlich und so schauen wir mal, was es noch gibt: Fünf Songs, bei denen Jimmy Farrar der Leadsänger ist, aufgenommen am 23. Februar 1982 in "The Palladium" in Los Angeles. Für mich gehört "Beatin' The Odds" ohnehin zu meinen absoluten Lieblingsscheiben und da hat eben jener Farrar gesungen und mich mit seiner vollen und rauen Stimme überzeugt. Hier sind zwar "nur noch" zwei der drei Gitarristen am Werke, die auf den ersten sieben Songs zu hören sind, aber mit Hlubek und Roland eben die maßgeblichen. Außerdem ist es durchaus begrüßenswert, dass bei diesen Songs von 1982 kein Keyboard/Synthesizer dabei ist. Dem "Rock-Faktor" kommt's zugute.

Und Farrar macht richtig Druck mit seiner Stimme. Da sollte man ruhig mal in It's All Over Now reinhören! Auch der Fan-Favorit Gator Country kommt sowohl differenziert, als auch powervoll.
Leider findet sich kein Song vom eben gepriesenen "Beatin' The Odds" mit Farrar auf diesem Album hier (immerhin der geile Titelsong mit Danny Joe Brown als Sänger), aber Lady Luck und Bloody Reunion, vom folgenden - und ja auch nicht üblen - "Take No Prisoners" (1981) sind dabei und während ersteres eher moderat und straight rockt und sich die groß angekündigten "Tower of Power" Horns - wie auch im folgenden Lied - eher im Hintergrund tummeln, geht’s bei Bloody Reunion mal wieder so richtig geil ab. Ein weiterer Lieblingssong von mir und wie der hier geboten wird, dürfte kein Südstaatler da lange auf seinem Arsch sitzen bleiben und alsbald Mähne, Bauch oder was sonst noch so möglich ist im Takt schwingen.
Wer mit MOLLY HATCHET Material schon reichlich versorgt ist, muss hier nicht zwingend zuschlagen, aber ein richtig guter Live-Sampler, der mit das Beste dieser Band vereint, ist das zweifelsfrei. Oder, wie Farrar im letzten Song singt: "It's a Bloody Reunion"!

Epi Schmidt, 23.06.2013

 

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