Settlefish

The Plural Of The Choir

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.09.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Settlefish
The Plural Of The Choir, Unhip Records, 2005
Jonathan Clancy Vocals
Emilio Torreggiani Guitar
Paul Pieretto Bass
Bruno Germano Guitar, Vocals & Piano
Philippe Soldati Drums & Piano
Produziert von: Brian Deck Länge: 38 Min 37 Sek Medium: CD
1. Kissing Is Chaos9. Blinded By Noise
2. Oh Well10. The Second Week Of Summer
3. The Barnacle Beach11. Two Cities, Two Growths
4. Getting The Clicks Out Of Our Hearts12. Rooms
5. It Was Bliss !13. Ice In The Origin
6. The Marriage Funeral Man14. Girl Understanding Song
7. To The North15. We Please The Night, Drama
8. Sparrow You Will Fly

Irgendwie habe ich so meine Probleme mit SETTLEFISH aus Bologna, deren neuester Streich bei Deep Elm bzw. Unhip Records nunmehr vorliegt. Vielleicht hat man sich einfach so allmählich überhört an dem ganzen Emo-Punk-Trash-Indie-Crossover. Möglicherweise liegt es auch daran, dass alles so bedeutungsschwanger, bleischwer und humorlos daher kommt. Sänger Jonathan Clancy stülpt seine Seele um und alles wirkt so ernst und wichtig. Da fehlt mir ein wenig eine entspannte Sicht auf die Dinge des Lebens, es gibt doch nicht nur Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.

Die Gefühlswallungen in sperrige, krümelige Kleinsthäppchen gepackt (die meisten Stücke sind gerade mal zwei Minuten lang), wandelt der Kanadier Clancy mit oftmals umkippendem, in Sprechgesang verfallendem Gesang über einer mal verhalten (Kissing Is Chaos), mal aufschreiend (Blinded By Noise) agierenden Band, bei der Drummer Philippe Soldati oftmals Akzente setzt. Die Scheibe wühlt und gärt, brüllt und seufzt, bis sich schließlich mit We Please The Night, Drama ein versöhnlich stimmender Ausklang findet.

Möglicherweise benötigt die Scheibe auch einfach noch ein paar Durchläufe bei mir, aber mir ist das insgesamt zu ambitioniert-verkopft geraten, ich vermisse etwas die euphorische, mitreißende Melodik die zum Beispiel eine Band wie THE NERVOUS RETURN auszeichnet. Aber für alle, die immer noch bedauern, dass sich AT-THE-DRIVE-IN aufgelöst haben, für alle Anhänger von TAKING BACK SUNDAY, SHUDDER TO THINK, BUILT TO SPILL, THE EDITORS oder THE APPLESEED CAST ist SETTLEFISH allemal eine Empfehlung wert. Denn viel zu entdecken gibt es auf "The Plural Of The Choir" ohne Zweifel, trotz der nur kurzen Spielzeit. Vielleicht war es mir sogar ein bisschen zu viel des Guten.

Ralf Stierlen, 15.09.2005

 

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