Shadow Circus

Whispers And Screams

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.11.2010
Jahr: 2009
Stil: Progressive Rock

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Shadow Circus Homepage



Redakteur(e):

Michael Koenig


Shadow Circus
Whispers And Screams, Eigenvertrieb, 2009
David BobickVocals
John FontanaGuitars, Keyboards
Jason CroftBass
Corey FoltaDrums, Percussion
Special Guests:
Matt MasekCello on Tracks 02, 04 & 05
Dione DixonVocals on Track 01 g
Rasheeda DixonVocals on Track 01 g
Sahirah DixonVocals on Track 01 g
Produziert von: John Fontana & Corey Folta Länge: 60 Min 58 Sek Medium: CD
01. Project Blue:04. Angel
a. Captain Trips05. Then In July, The Thunder Came
b. The Long Road Home
c. Big Fire
d. The Seduction Of Harold Lauder
e. The Horsemen Ride
f. The Hand Of God
g. Coming Back Home To You
02. When The Morning Comes
03. Willoughby

Die Progressive Rock-Formation SHADOW CIRCUS aus New York wurde 2006 ins Leben gerufen. 2007 war die Zeit reif für das allererste Album ’Welcome To The Freakroom’. Vor mehreren Monaten bestand dann die Gelegenheit die nächste Materialsammlung namens ’Whispers And Screams’ in den Regalen der Plattenläden zu finden.

Die Amerikaner haben ein Faible für fantastische und erschreckende Geschichten. Nicht von ungefähr gehen ihr Bandname, der Titel sowohl des Debütalbums, als auch des darauf befindlichen ersten Tracks auf den Roman “Something Wicked This Way Comes“ (“Das Böse kommt auf leisen Sohlen“) von Ray Bradbury zurück. Außerdem diente dem Stück Journey Of Everyman (ebenfalls von ’Shadow Circus’) die Fantasyerzählung “The Talisman“ (“Der Talisman“) von Stephen King und Peter Straub als Grundlage. Auch ihre aktuelle Platte weist Bezüge zur Horrorliteratur auf. ’Whispers And Screams’ wird gleich von der vierunddreißig Minuten dauernden, siebenteiligen Minisuite Project Blue eingeleitet, welche Stephen Kings Monumentalepos “The Stand“ (“Das letzte Gefecht“) thematisiert.
SHADOW CIRCUS fühlen sich im schier grenzenlosen Universum des Prog Rock pudelwohl und sind Experimenten eher zu-, als abgeneigt. Das Resultat ist mehrdimensional, anspruchsvoll, vielschichtig und spannend. Mal kommt die Musik bombastisch, schwer, sperrig, vertrackt und symphonisch, dann wieder leichtfüßig, zugänglich, unkompliziert und unbeschwert daher. Ausgelassenheit, Schwermut und Melancholie existieren mit- und nebeneinander. Einerseits wirken die Kompositionen diszipliniert, andererseits werden sie hemmungslos von der Leine gelassen. Mal wabert es zäh auf einen zu, dann springen die Töne psychedelisch aufgedreht davon. Die unterschiedlichsten Tempi von langsam bis schnell und alles Mögliche dazwischen fördern die Abwechslung in diesem komplexen Klangkosmos zusätzlich.

Wem der Sinn nach ungeschliffenem und nicht alltäglichem, gleichzeitig jedoch trotzdem traditionell angelegtem, ausgereiftem und virtuos eingespieltem Progressive Rock steht, sollte ’Whispers And Screams’ eine faire Chance geben. Die zahlreichen Qualitäten dieses Tonträgers sprechen in jedem Fall für sich selbst.

Michael Koenig, 31.10.2010

 

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