Shakra

Back On Track


CD-Review

Reviewdatum: 03.03.2011
Jahr: 2011
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Shakra
Back On Track, AFM Records, 2011
John PrakeshSänger
Thomas BlunierGitarre
Thomas MusterGitarre
Dominik PfisterBass
Roger TannerSchlagzeug
Produziert von: Shakra Länge: 48 Min 11 Sek Medium: CD
01. B True B You07. Yesterday's Gone
02. I'll Be08. Someday
03. Crazy09. Lonesomeness
04. Back On Track10. Unspoken Truth
05. When I See You11. Brand New Day
06. MMTWGR (Money Makes The World Go Round)12. Stronger Than Ever

Sie haben es nicht leicht, die Eidgenossen von SHAKRA. Zunächst standen sie im Schatten von GOTTHARD, die in ihrer schweizer Heimat einfach eine nahezu unüberwindbare Macht sind. Dann kommen nach langen Jahren die Nationalhelden KROKUS im stärksten Line-Up zurück und überzeugen aus dem Stand weg mit ihrem Comeback-Album “Hoodoo“. Und zu guter letzt geht SHAKRA dann auch noch der Sänger von Bord. Damit muss man erst einmal klar kommen.

SHAKRA machen das Beste draus und rocken unbeirrt weiter drauf los. Dabei präsentieren sie mit dem indisch-schweizerischen Neuzugang John Prakesh einen wahrhaft starken Sänger, der mit seiner rauen und tiefen Stimmfarbe sehr gut zu leicht modernisierten Sound auf “Back On Track“ passt. Denn das ist das etwas überraschende. SHAKRA klingen auf dem aktuellen Werk sehr zeitgemäß, sehr modern und etwas härter. Das harmoniert sehr gut mit der neuen Stimme und lässt SHAKRA trotz ihrer bereits recht langen Geschichte wie eine frische neue Band klingen.

Aber gerade im Vergleich zu ihren Anfangstagen haben SHAKRA doch im Punkto Songwriting einiges eingebüßt. Sicher auch auf “Back On Track“ gibt es wieder einige Riff-Kracher wie etwa I’ll Be und den Titeltrack aber mir persönlich gefiel dann der alte Sound auf die Dauer doch besser. Der neue ist mir zu undifferenziert, so dass man nicht mehr wirklich wahrnehmen kann, wie viele Gitarren da eigentlich gerade spielen.

Und auch wenn die Kompositionen und selbstverständlich auch die instrumentellen Fähigkeiten alle die internationalen Standards erfüllen, so fehlt ihnen doch das Besondere, der Aha-Effekt. Die CD rauscht am Hörer vorbei wie ein Pop-Wellen-Programm: alles klingt gleich gut oder schlecht (je nach Geschmack) aber hinterher kann niemand genau sagen, was er da gehört hat. Insofern arbeitet der neue Sound auch ein wenig gegen die Band, denn er ist eben nicht der ur-typische SHAKRA-Klang.

Es fällt schon etwas schwer sich vorzustellen, wie SHAKRA mit “Back On Track“ aus dem Schatten ihrer großen Konkurrenz heraustreten wollen. Denn sie liefern im Prinzip „nur“ ein weiteres gutes Album ab, das aber weder über einen echten Über-Knaller oder eine großartige Radio-Ballade verfügt. So zementieren SHAKRA lediglich ihren dritten Platz bei den hellvetischen Bands.

Marc Langels, 03.03.2011

 

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