Shelly Bonet

Love In A Dangerous World

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues Rock/Pop Rock

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Redakteur(e):

Dirk Schulte


Shelly Bonet
Love In A Dangerous World, Rainbow Home Entertainment/Warner, 2016
Shelly BonetVocals
Al GambleKeyboards
Jimbo HartBass
Browan LollarLead Guitar
Chad GambleDrums
Emmett O'MalleyRhythm Guitar
Collin SmithRhythm & Acoustic Guitar
John ConlnAcoustic Guitar
Bryan FarrisElectric Guitar
Matthew ConstantineCello & Backing Vocals
Oisin O'MalleyPiano
Daniel StoddardSlide Guitar
Rslyn McLore, Vivian Sessions, Jenny Douglas, Shaun WilliamsonBacking Vocals
Produziert von: Steve Lyon Länge: 41 Min 00 Sek Medium: CD
01. Comatose07. Back To Beautiful
02. I'm Sorry08. Here's To The Man
03. Cry Baby09. Trippin' It Up
04. To Ease Your Pain10. Wear Me On Your Heart
05. Love In A Dangerous World11. Before I Change My Mind
06. Devoted

Meine erste Begegnung mit SHELLY BONET habe ich auf einer längeren Autofahrt. Für mich ist dies immer eine gute Gelegenheit, mich mit einer zu rezensierenden Scheibe zu beschäftigen. Die CD befindet sich also im CD-Slot und beginnt und ich höre eine kräftige Frauenstimme. Wow, denke ich, was für eine Power steckt denn dahinter. Shelly singt, so entnehme ich dem Promotext, seit sie denken kann. Und fast genauso alt ist ihr Wille, damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Kräftige Frauenstimmen haben es in der Musikwelt oft ganz weit nach vorne gebracht, spontan fallen mir TINA TURNER, MELISSA ETHERIDGE und ANASTACIA ein. Wobei mich Shellys Stimme am ehesten an MELISSA ETHERIDGE erinnert. Mal sehen, vielleicht folgt Shelly ja in naher Zukunft deren Spuren. Die stimmlichen Qualitäten hat sie auf jeden Fall.

Als Sängerin der Wiesbadener SUNNYLAND BLUESBAND konnte sie sich in jungen Jahren bereits erste Achtungserfolge in der deutschen und europäischen Bluesszene ersingen. Shelly Bruder Shaun stieg Anfang 1996 bei der Band als Sänger ein und holte seine Schwester während ihres Deutschlandbesuches zunächst als Gastsängerin mit ins Boot. Shelly wurde festes Mitglied der Band und gemeinsam veröffentlichte man das erste Album “Mean Dog“. Jahre später ging sie jedoch zurück in die USA und beschloss vor kurzem eine Karriere als Solokünstlerin zu starten.

So war es für Shelly Bonet dann wohl zwangsläufig auch auf ihrem Debütalbum auf das Pferd Bluesrock, gewürzt mit einer Prise Soul, zu setzen. Von 23 Songschreibern (lediglich bei 2 Songs wirkte sie als Co-Autorin mit) ließ sie sich 11 Lieder schreiben die zwischen rotzigem Rocker (Comatose) und popnahen Balladen (To Ease Your Pain) changieren.

Bei Track 2 I’m Sorry höre ich auch eine gewisse Ähnlichkeit zu MARIANNE FAITHFULL, was wahrlich keine schlechte Referenz ist, der Song hingegen könnte auch von einem TINA TURNER-Album stammen. Hier setzt auch meine Kritik an: durch die Vielzahl der Songschreiber wirkt das Album nicht sehr homogen, Shelly versucht sich an zu vielen Stilen und verfängt sich im Mittelteil (Track 4 – 6) zu sehr im Balladesken. Sehr pathetisch wird es dann gar bei Devoted wo ein vielstimmiger Backgroundchor mitwirkt.

Dabei legt das Album mit Comatose recht furios und rockig los, dieses Tempo und die Intensität zeigt sie dann aber im Verlauf des Albums nur noch selten. Lediglich Trippin' It Up zeigt noch ähnliche Bissigkeit und hat sogar gewisses Hitpotential.

Ein weiteres Highlight ist für mich Cry Baby (ein Song aus 1963 von Bert Russell und Norman Meade geschrieben). Es ist ein klassischer Blues-Rock-Schleicher wo Shelly alle Register ihrer Stimme ziehen kann - von einschmeichelnd zart bis kratzbürstig rau. Davon bitte beim nächsten Album mehr liebe Shelly! Ansonsten bleibt als Fazit: ein vielversprechendes Debüt von einer Frau mit einer unverwechselbaren, tollen Stimme und musikalisch versierten Mitmusikern.

Dirk Schulte, 04.06.2016

 

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